Die Tennis-Sommersaison heißt wegen Corona jetzt „Übergangssaison 2020“

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Die Verantwortlichen im westfälischen Tennisverband haben festgelegt, wie sie mit der Sommersaison verfahren. Die WTV-Entscheidung wird bei den Castrop-Rauxeler Clubs eher skeptisch gesehen.

Castrop-Rauxel

, 12.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Der Mannschaftsspielbetrieb ist ein ganz entscheidender Faktor für die sozialen Interaktionen im Verein.“ Damit begründet der Westfälische Tennisverband (WTV) gegenüber den Clubs, den Mannschaften und den einzelnen Spielern seine Handhabung mit der Sommersaison 2020 während der Corona-Krise. WTV-Präsident Robert Hampe sagt: „Ebenso halten wir es in der aktuellen Situation für wichtig, dass Vereine und einzelne Mannschaften je nach ihrer individuellen Situation ohne sportliches Risiko selbst entscheiden können, ob sie am Sommer-Spielbetrieb 2020 teilnehmen wollen oder nicht.“

Mehrere Regeln gelten nicht mehr

Der WTV hat die Sommersaison 2020 zur „Übergangssaison“ erklärt und setzt gleich mehrere Regeln außer Kraft. Die Mannschaften können ohne Konsequenzen bis zum 20. Mai frei entscheiden, ob sie aufschlagen möchten oder nicht. Der Abstieg wird ausgesetzt, ein sportlicher Aufstieg ist aber möglich. Die Leistungsklassen- und Ranglisten-Regelung kommt uneingeschränkt zum Tragen. Tritt eine Mannschaft im Sommer 2020 nicht an, wird sie ab der kommenden Sommersaison 2021 in der gleichen Liga eingestuft.

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Nicht alle Castroper Teams spielen mit

Wie wird die Entscheidung des WTV in den Castrop-Rauxeler Clubs aufgenommen? Dr. Jens Brinkhoff, Sportwart des TC Castrop 06, will die Reaktionen der Teams abwarten: „Sollten alle geplanten Spiele unseres Clubs stattfinden, würde es Kapazitätsprobleme auf der Anlage geben. Dazu wird es aber nicht kommen. Brinkhoff rechnet damit, dass die Hälfte der Mannschaften absagen wird.

Sehr skeptisch äußert sich Ulrich Viefhaus, Vorsitzender und Sportwart des TC GW Frohlinde. Er sagt: „Solange die Voraussetzungen für die Durchführung der Spiele nicht geklärt sind, haben die meisten unserer Spieler große Bedenken. Eine wichtige Frage ist zum Beispiel, ob die Umkleiden und Duschen weiterhin geschlossen bleiben.“

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TuS Ickern kann Quarantäne-Problem bekommen

Beim TuS Ickern sieht Geschäftsführer Heiko Sobbe bei der Damen-Mannschaft, die in der Westfalenliga antritt, keine Probleme: „Alle Spielerinnen sind einsatzbereit.“ Dagegen besteht beim Kader des Herren-Teams, ebenfalls Westfalenligist, die Gefahr, dass die ausländischen Spieler nicht bereit sind, sich in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne zu begeben: „Aber auch mit unseren deutschen Akteuren könnten wir eine schlagkräftige Truppe aufbieten.“

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