DJK Roland Rauxel steigt mit drei Mannschaften auf

18. März 1981

Am 18. März 1981 berichtete der Castrop-Rauxeler Lokalsport der Ruhr Nachrichten mit einer Titelzeile über einen „Totalen Triumph“. Den Tischtennisspielern der DJK Roland Rauxel gelang mit drei Teams in der Spielzeit 1980/81 der Aufstieg. Das war ein Novum in der damals noch recht jungen Geschichte der Tischtennis-Abteilung des Vereins.

Castrop-Rauxel

24.08.2016, 14:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Tischtennis-Spieler der DJK Roland Rauxel feiern gleich drei Meisterschaften.

Die Tischtennis-Spieler der DJK Roland Rauxel feiern gleich drei Meisterschaften.

Der Hauptverein DJK Roland Rauxel war bereits im Jahr 1919 gegründet worden, erst 1959 entstand die Tischtennis-Abteilung. Zu den Gründern gehörte auch Hubert Schäfer, einer der künftigen Vorsitzenden des Clubs. Schäfer gehörte auch zur Aufstiegsmannschaft der ersten Herren im Jahr 1981, die aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga aufstieg.

Viele Eigengewächse

Gemeinsam mit Jürgen Wasielak, Wolfgang Bergins, Rainer Dickfer, Ronald Rettig und Rudi Brdek stand Schäfer in dieser Saison an der Platte. „Mit Ausnahme von Rudi Brdek, der vom CVJM Castrop kam, waren wir alle Eigengewächse des Vereins“, erinnert sich Schäfer. Mit 16 Siegen aus 18 Saisonspielen stieg die DJK Roland Rauxel als Meister in die Kreisliga auf. Hubert Schäfer blickt zurück und sagt: „Das war ein starkes Ergebnis, mit drei Mannschaften aufzusteigen. Dementsprechend haben wir natürlich gefeiert.“

Dieses Ergebnis wurde von der „Zweiten“ in der 2. Kreisklasse gar noch getoppt. Schäfer erklärt: „Was die damals gespielt haben, das war eine Sensation.“ Martin Gubanski, Burkhardt Krumm, Uwe Lippik, Uwe Bollenbach, Hans-Joachim Wasielak und Horst Schieron, zudem verstärkt mit einigen Jugendspielern, gelang es, eine „weiße Weste“ zu wahren. Mit einer Bilanz von 40:0 Punkten, 20 Siegen in 20 Spielen, gelang dem Team der Aufstieg.

Dritter Aufsteiger im Bunde war die erste Jungenmannschaft des Clubs, die den Sprung in die damals höchste Jugend-Spielklasse schaffte – die Bezirksliga. Zum Jugend-Team gehörten: Jörg Bollenbach, Andreas Friebe, Heymut Omran und Stephan Sawadda. Der Aufstieg, wie Schäfer erklärt, war eine logische Konsequenz der guten Rauxeler Jugendarbeit. Schäfer und sein Teamkamerad Wolfgang Bergins waren gemeinsam für das Jugend-Training zuständig. „Da wuselten bei einer Einheit etwa 50 bis 55 Jugendliche und Kinder herum. Dabei hatten wir nur sechs Tischtennisplatten“, so Schäfer. Es musste improvisiert werden. Im Flur der Sporthalle in Rauxel führte Schäfer mit einigen Jugendlichen Grundübungen durch.

In den Folgejahren ging es für die Rauxeler kontinuierlich nach oben. Im Jahr 1985 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse, zwei Jahre später in die Bezirksliga, wiederum zwei Jahre danach in die Landesliga. Seitdem spielte die erste Mannschaft stets in der Bezirks- oder Landesliga. Die Jugendmannschaft hielt sich zwei Spielzeiten in der Bezirksliga.

„Trick auf Lager“

„In absehbarer Zeit dürfte so manche Herrenmannschaft durch die Hereinnahme der ‚jungen Talente‘ verstärkt werden“, heißt es im Zeitungsartikel von 1981. So kam es auch. Bestes Beispiel: Jörg Bollenbach. In der Festschrift zum 50. Geburtstag der Tischtennis-Abteilung wird Bollenbach, der letztlich 436 Einsätze für Rauxel verbuchen konnte, wie folgt beschrieben: „Sein druckvolles und offensives Topspin-Spiel war vielen Jugendlichen ein Vorbild. Zudem gab ‚Bolli‘ nie ein Spiel verloren und er hatte, stand das Spiel auf Messers Schneide, immer noch einen neuen Trick auf Lager.“

Hubert Schäfer und Wolfgang Bergins blieben dem Tischtennissport bei der Roland Rauxel treu. Zusammen absolvierte das Duo über 1600 Spiele – und steht noch heute an der Platte. Schäfer erklärt mit einem Augenzwinkern: „Das wird wohl noch ein paar Jahre so weiter gehen, wir haben einfach Spaß am Spiel.“ 

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