E-Sport ist beim VfR Rauxel groß im Kommen

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Der VfR Rauxel will für Furore sorgen. Ein Partner ist schon gefunden. Die Konzentration gilt dem E-Sport. Aber es geht nicht nur um Zocken an der Spielekonsole, sondern auch um Rasensport.

Castrop-Rauxel

, 02.04.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Quartett aus der Führungsriege des Traditionsvereins VfR Rauxel stellte in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend ambitionierte Ziele vor. Seit einiger Zeit ist der Fachausschuss auch für Sportangelegenheiten zuständig.

Zu Gast waren der 1. Geschäftsführer Dirk Rahn, der 1. Kassierer Christoph Schalke, Nils Brauer als Abteilungsleiter E-Sport und Trainer Christoph Crom. Vor ein paar Tagen hat der VfR seine neue Führungsmannschaft auf der Jahreshauptversammlung gewählt.

Die erste Mannschaft des Vereins spielt in der Kreisliga C um den Aufstieg, die Zweite habe mit ihrem neuen Trainer ihre Mitte gefunden, berichtete das Quartett. Der Verein sei schuldenfrei, die Jugendarbeit wachse langsam, aber stetig. Und mit dem E-Sport und dem „Team Leisure“ als Partner habe man einen richtigen Schnapper an Land ziehen können. Mit der Gründung der E-Sport-Abteilung befinde man sich auf Zukunfts-Kurs.

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„Aushängeschild“ als Ziel

„Vereinsleben wird von uns nahezu täglich gelebt“, sagte Dirk Rahn. In drei bis fünf Jahren, das ist das Ziel, möchte der VfR Rauxel wieder ein Aushängeschild für die Stadt Castrop-Rauxel werden. Kruska, Nöthe, Esser - das sind die Namen von Fußballgrößen, die beim VfR das Kicken erlernten. Und die wie Michael Esser, Torwart von Hannover 96, noch ganz eng mit dem Verein verbunden sind.

Was fehlt, um die Pläne zu verwirklichen, ist Geld. Geld, um den Sportplatz und den Nebenplatz zu sanieren, Geld für einen Ballfangzaun, Geld für ein Vordach und eine neue Heizung im Vereinsheim, weil auf die alte kein Verlass ist und sie schon „Frankenstein“ genannt wird.

Der Hauptplatz im Rauxeler Waldstadion ist ein Rasenplatz. Bei Regen vermischt sich im Torraum Asche mit Erde.

Der Hauptplatz im Rauxeler Waldstadion ist ein Rasenplatz. Bei Regen vermischt sich im Torraum Asche mit Erde. © Volker Engel

Wissen muss man dazu, dass der große Platz ein Naturrasenplatz ist - und bei Regen der Torraum sich liebevoll vermischt mit Asche und Erde. „Trotzdem lieben wir unseren Naturrasen“, sagt Rahn. Aber Geld zum Sanieren brauche es trotzdem, auch wenn vielleicht das ein oder andere in eigener Regie oder eigener Muskelkraft zu packen sei.

Für den Platz bräuchte man mindestens 50.000 Euro, sagt das Quartett. Fürs Vereinsheim, in dessen erster Etage das Herz der E-Abteilung schlagen soll, kämen 30.000 bis 40.000 Euro hinzu. Natürlich hoffe man, Sponsoren gewinnen zu können. Und die Nummer mit dem E-Sport, was verbirgt sich darunter? Ein weltweit offensichtlich rasant wachsender Markt und eine Fangemeinde, die immer größer wird. „In Deutschland gibt es 34 Millionen Video-Spieler“, sagt Christoph Crom, davon 11 Millionen E-Sportler. Längst gebe es große Turniere, mit höherem Umsatz als in der Fußball-Bundesliga.

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Teure Erstausstattung

Ein Trainingszentrum koste wohl 25.000 bis 30.000 in der Erstausstattung. In Wohlfühlatmosphäre – so das Ziel des VfR – sollen fünf oder sechs Jungs oder Mädels zusammensitzen und spielen. Aber eben nicht nur von der Konsole, sondern auch draußen auf dem Platz. „Wir wollen das eine mit dem anderen verbinden“, so Rahn.

Aus der Politik gab es ein überwiegend positives Echo. „Ich freue mich. Wir als Sportausschuss wollen Vereine stärken und sie zu Wort kommen lassen“, sagte Ausschusschef Oliver Lind (CDU). „Ich bin hocherfreut, dass sich der Verein mit E-Sport beschäftigt“, erklärte Bernd Goerke (SPD), er sei anderen Sportarten mindestens ebenbürtig. Was die Finanzierung angeht: Kämmerer Michael Eckhardt saß mit im Ausschuss, EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner erklärte, das Sanierungsthema auf dem Schirm zu haben. Möglicherweise komme hier nicht nur die Investitionsdringlichkeitsliste der nächsten Jahre, sondern auch die Sportpauschale ins Spiel.

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