Kreisliga-Neuzugang beim FC Frohlinde hat ein Rezept für den Abstiegskampf

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Während des Lockdown Light belegen die Fußballer des FC Frohlinde den 14. Landesliga-Rang, sind also mitten in der Abstiegszone. Ein Neuzugang weiß, wie es zu dieser Momentaufnahme kommt.

Frohlinde

, 17.11.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nach fünf Spielen ohne Sieg zu Beginn der Saison haben die Landesliga-Fußballer des FC Frohlinde mit einem 2:1-Sieg beim Schlusslicht Viktoria Resse den ersten Schritt Richtung Tabellenmittelfeld unternommen. Als Viertletzte belegen die Castrop-Rauxeler allerdings während des zweiten Sport-Lockdowns im Jahr 2020 einen der fünf Abstiegsplätze der Liga.

Vereinswechsel wurde bereits im Februar bekannt

Zwei Punkte fehlen dem Team der FCF-Trainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst für den Sprung auf das sichere Ufer. Ein Neuzugang, der bereits im Februar den Frohlindern sein Ja-Wort gegeben hatte, ist sich sicher, dass sein Team mit Beginn der Rest-Saison genügend Punkte im Kampf gegen den Abstieg einsammeln wird: Linus Budde. Dieser war im Sommer aus der Kreisliga A vom SuS Merklinde gekommen. Der 24-Jährige weiß, wovon er spricht. Denn er hat bereits Landesliga-Erfahrung durch eine Saison beim SV Wacker Obercastrop gesammelt.

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Frohlindes Trainer Stefan Hoffmann hatte im Frühjahr beschrieben, warum er Budde braucht: „Linus ist ein dynamischer Spieler und ist zudem sehr bodenständig.“ Dass er geerdet ist, hat Linus Budde nach einer langen Junioren-Zeit bei der Spvg Schwerin bei den Senioren des SuS Merklinde in der Kreisliga A und eben auch beim damaligen Landesliga-Aufsteiger SV Wacker gezeigt.

Beim Trainingsauftakt des FC Frohlinde trug Linus Budde erstmals das Senioren-Trikot des FCF.

Beim Trainingsauftakt des FC Frohlinde trug Linus Budde erstmals das Senioren-Trikot des FCF. © Jürgen Weiß

Aus Obercastrop, wo sein Bruder Moritz der Kapitän ist, hat er sich ob der großen Konkurrenz mit vielen neuen Spielern wieder nach Merklinde verabschiedet. Und ist jetzt in Frohlinde gelandet - zurück zu den Wurzeln. Denn seine Familie wohnt hier. Und Linus Budde lernte hier das kicken. Der heute 24-Jährige, der in Wattenscheid eine Tischlerlehre absolviert, wurde durch seinen Jugendfreund Lukas Wohlfarth sowie von Lukas Kothe animiert, zum FCF zu kommen.

Die Kombination „Freunde und Fußball“ ist Linus Budde wichtig

Budde erklärt, dass er an der Brandheide wieder das vorgefunden hat, was ihn auch in Merklinde motivierte: die Kombination „Freunde und Fußball“. Am Fuchsweg hatte er mehrere Freunde. In Frohlinde waren anfangs Wohlfarth und Kothe seine Fixpunkte. Linus Budde: „In Frohlinde werde ich wieder so gefordert wie zu meiner Obercastroper Zeit. Das ist mir auch wichtig.“

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Den Unterschied zur Kreisliga A macht Budde unter anderem an der erhöhten Handlungsschnelligkeit und dem noch besseren Erkennen von Laufwegen erkennen fest. Dafür sieht er sich gewappnet. Allerdings verlief für ihn persönlich die Saison nicht optimal. An den ersten beiden Spieltagen gehörte er noch zur Stamm-Elf. Danach war er mehrmals „Joker“. Das Kellerduell bei Viktoria Resse verpasste Linus Budde, weil er als Kontaktperson eines Corona-Patienten in Quarantäne war.

Über den 2:1-Erfolg in Gelsenkirchen urteilt Budde: „Genau diesen Sieg hat es gebraucht, damit bei unserem Team der Knoten platzt. Ich bin mir sicher, dass wir auch im November unsere Spiele gewonnen hätten. Leider kam der Lockdown.“ Zu Saisonbeginn hatte es durch den Umbruch im Kader an der Eingespieltheit der Mannschaft gemangelt. Die sei mittlerweile gegeben.

Im August 2018 spielte Linus Budde (l.) im Trikot des SV Wacker Obercastrop in der Landesliga gegen den VfL Kemminghausen.

Im August 2018 spielte Linus Budde (l.) im Trikot des SV Wacker Obercastrop in der Landesliga gegen den VfL Kemminghausen. © Volker Engel

Budde: „Die Qualität in unserem Team ist auf jeden Fall da“

Linus Budde teilt die Meinung seines Trainers Stefan Hoffmann - und sagt: „Es werden die fünf Mannschaften absteigen, die im Lockdown am wenigsten machen. Wir müssen also vernünftig arbeiten. Dann liegt es in unserer Hand. Denn die Qualität in unserem Team ist auf jeden Fall da.“

Mit den neuen Hausaufgaben der Trainer kann Linus Budde zugleich ein Defizit ausgleichen. Denn der 24-Jährige gesteht ein: „Ich bin mit konditionellen Problemen beim FC angekommen.“ Da helfen die verordneten Intervall- und Langstreckenläufe.

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Budde hat sich dafür eine 8,5 Kilometer lange Schleife zurechtgelegt. Der Start ist am Golfplatz an der Dortmunder Straße. Von dort geht es durch den Wald zum Schweriner Sportplatz am Grafweg. Weiter geht es hoch zur Sonnenuhr auf der Halde. Anschließend geht es weiter Richtung Merklinde, durch die Brandheide hinunter zum Frohlinder Mühlenteich. Und von dort zurück zum Startpunkt.

Dabei sind einige Höhenmeter zu überwinden. Linus Budde meint: „In Frohlinde wohnt man in einem Tal. Da ist man das gewohnt.“

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