Ein Ickerner steht zum ersten Mal auf der großen, internationalen Bühne

Tennis

Luca Sobbe vom TuS Ickern war erstmals bei einem ITF-Turnier am Ball. Warum ein Plan B auch für ein großes Tennis-Talent wichtig ist, verrät der 17-Jährige an dieser Stelle.

Ickern

, 27.08.2019, 11:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Ickerner steht zum ersten Mal auf der großen, internationalen Bühne

Luca Sobbe (TuS Ickern) trat zum ersten Mal bei einem internationalen U18-Turnier in Slowenien an. Weitere Stationen im europäischen Ausland stehen auf dem Plan. © Volker Engel

Tennisspieler Luca Sobbe vom TuS Ickern hat sein erstes U18-ITF-Turnier (International Tennis-Federation) bewältigt. Beim Junioren-Wettbewerb im slowenischen Maribor ging es zwar nicht um Preisgelder, dafür aber um wichtige Ranglisten-Punkte.

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„Wenn man die Chance hat, dort mitzuspielen, dann muss man die auch nutzen“, sagt Luca Sobbe, „im Doppel habe ich die ersten Punkte gewonnen, sodass ich mich jetzt im Einzel hocharbeiten kann.“ Daher wird er in den nächsten Wochen noch öfter im Ausland am Ball sein. Die Schweiz oder Polen könnten die nächsten Reiseziele sein.

„Ich will sehen, wo ich lande“, so der 17-Jährige, „ein Platz unter den besten 1000 der Welt wäre mein Ziel für das erste Jahr.“

Turnier in Slowenien

In Maribor gelangte Luca Sobbe an der Seite von Robin Bucher (Schweiz) bis in das Viertelfinale, wo er jedoch mit 3:6 und 2:6 den Slowenen Ziga Kovacic/Blaz Vidovic geschlagen geben musste. Zuvor hatte das deutschsprachige Duo jedoch zwei Siege im Match-Tiebreak erspielt.

Im Einzel hatte Sobbe mit einer Niederlage gegen den Spanier Oscar Pinto Sansona in der dritten Qualifikationsrunde die Segel streichen müssen (1:6, 2:6).

„Am Anfang ist man nervös, weil man nicht weiß, ob man an die Punkte kommt“, schildert Sobbe, „jetzt habe ich Punkte und kann von einem zum anderen Mal denken.“ Vom Niveau her, liege der U18-ITF-Wettbewerb noch ein ganzes Stück über der Turnier-Serie „Tennis Europe“ in Belgien, wo Sobbe in der Altersklasse der U16-Junioren erste internationale Erfahrungen sammelte.

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„Das war so versprochen“, sagt Vater Heiko Sobbe, „wenn Luca sein Abitur hat, dann gehen wir ein wenig international reisen.“ So werden Vater und Sohn auch in den kommenden Wochen in Europa unterwegs sein.

Für Luca ist es wichtig, mit dem Abitur noch ein Ass im Ärmel zu haben, während andere junge Spieler bereits alles auf eine Karte gesetzt haben. „Bei den ITF-Turnieren treffe ich auf Spieler, die die Schule abgebrochen und sich allein auf Tennis konzentriert haben“, erklärt Luca Sobbe.

Absicherung ist wichtig

Was die internationale Erfahrung anginge, seien diese Spieler ihm nunmehr um zwei, drei Jahre voraus. „Man braucht aber eine Absicherung, falls man sich morgen auf dem Platz das Knie verdreht, und nicht mehr Tennis spielen kann. Mit dem Abitur kann ich noch etwas anderes machen, als Tennis spielen“, analysiert der 17-Jährige ganz nüchtern seinen „Plan B“. Geld verdienen auf dem internationalen Tennisparkett kann er ohnehin erst, sobald er bei den Herren aufschlägt. Zuvor geht es nur um die Ehre – und um die wichtigen Punkte.

Für seinen Stammverein TuS Ickern wird er natürlich weiterhin am Ball sein. Beispielsweise am Samstag, 14. September, und Sonntag, 15. September, wenn das Ickerner U18-JuniorenTeam bei der Endrunde um die NRW-Meisterschaft in Gladbeck antreten wird.

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