Entscheidung: Vier Castrop-Rauxeler Fußball-Teams feiern Aufstieg

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Die Würfel sind gefallen. Der 6. Mai 2020 ist der Tag der Entscheidung bei dem Thema, wie in Westfalen die durch die Corona-Krise abgesetzte Fußball-Saison 2019/20 gewertet wird.

Castrop-Rauxel

, 06.05.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) hat entschieden, wie die Saison 2019/20 in Westfalen zu Ende gehen soll. Das Präsidium stimmte dem Vorschlag zu, den der Verbandsfußball-Ausschuss (VFA) vorgelegt hatte.

Saisonwertung mit drei Vorgehensweisen

Das heißt konkret: Die Saison wird abgebrochen, aber nicht annulliert. Es wird keine Absteiger geben. Für die Ermittlung der Aufsteiger wird nunmehr ein Mix aus drei Vorgehensweisen angewendet. Punkt eins ist dabei: Die am Tag der Saisonaussetzung aktuelle Tabelle ist Grundlage der Wertung.

Das bedeutet aus Castrop-Rauxeler Sicht, dass der SV Wacker Obercastrop als Landesliga-Spitzenreiter der Landesliga in die Westfalenliga aufsteigt. Der Kreisliga-A-Tabellenführer FC Castrop-Rauxel wird in die Bezirksliga befördert. Kreisliga-B-Meister Eintracht Ickern spielt künftig in der Kreisliga A. Der Kreisliga C-Erste Victoria Habinghorst III hat den Sprung in die Kreisliga B geschafft.

Die Trainer Yannick Grondin (l.) und Patrick Stich steigen mit dem FC Castrop-Rauxel ohne Wenn und Aber in die Bezirksliga auf.

Die Trainer Yannick Grondin (l.) und Patrick Stich steigen mit dem FC Castrop-Rauxel ohne Wenn und Aber in die Bezirksliga auf. © Volker Engel

Auch die Halbzeit-Meister steigen auf

Der zweite Teil der FLVW-Entscheidung hat auf den ersten Blick keine Auswirkungen auf die Teams aus der Europastadt. Denn auch der Halbzeit-Meister aller Ligen steigt definitiv auf, auch wenn er nicht der aktuelle Erste ist. Auf keine heimische Truppe trifft das so zu.

Der dritte Teil des FLVW-Vorgehens hat auf den ersten Blick eigentlich keine Auswirkungen auf Castrop-Rauxeler Mannschaften: Denn hat ein Team in der Abbruch-Tabelle weniger Spiele in der Liga absolviert, kommt die Quotientenregel zum Zuge (Anzahl der Punkte geteilt durch die Anzahl der Spiele), um zu schauen, ob sie als Verfolger den Spitzenreiter noch hätten einholen können.

Reinhold Spohn, der Vorsitzende des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel, prüft derzeit die Fälle von VfB Habinghorst II in der Kreisliga C1 und des VfR Rauxel in der Kreisliga C2. Dort ist der VfR als Dritter - der er auch am Ende der Hinrunde war - zwei Spiele im Rückstand gegenüber dem DSC Wanne II (2.). Mit Anwendung des Koeffizienten wären die Rauxeler aktueller Zweiter und womöglich Mitaufsteiger des SC Pantringshof (1.).

Zwei neue Bezirksligen

Um den vermehrten Aufstieg aus den 29 westfälischen Fußballkreisen aufzufangen wird, wird es in der kommenden Spielzeit zwei Bezirksligen mehr geben.

Der Verband stellte noch einmal klar, dass es keine Wildcards für Zweitplatzierte geben wird. Dadurch schaut Victoria Habinghorst (Zweiter der Hinrundentabelle der Kreisliga B) in die Röhre.

Erkan Gül (r.), der Trainer von Eintracht Ickern, kann sich entspannen: Sein Team steht als Kreisliga-A-Aufsteiger fest.

Erkan Gül (r.), der Trainer von Eintracht Ickern, kann sich entspannen: Sein Team steht als Kreisliga-A-Aufsteiger fest. © Marcel Witte

Die Kreisvorsitzenden wurden schon am Dienstagabend vom FLVW informiert. Jetzt muss der Beschluss noch durch zwei Instanzen: die Ständige Konferenz (11. Mai) und den Verbandstag (im Juni). Die Zustimmung der beiden Instanzen gilt als sicher.

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