Es ist amtlich: Die SK Castrop-Rauxel lösen sich auf

Sportkegeln

Der letzte Vertreter der heimischen Sportkegel-Szene verschwindet von der Bildfläche. Wir erklären, wie es dazu kam. Es gibt für die Spieler auch noch ein Hintertürchen zum Weiterspielen.

von Mirko Kuhn

Habinghorst

, 11.03.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bildeten im September 2017 das Team der SK Castrop-Rauxel: (hinten, v.l.) Michael Pahsen, Nils Bücker, Detlef Reschke, Klaus Mestenhauser, (vorne v.l.) Norbert Jazbinsek, Joachim Müller und Frank Hambuch.

Bildeten im September 2017 das Team der SK Castrop-Rauxel: (hinten, v.l.) Michael Pahsen, Nils Bücker, Detlef Reschke, Klaus Mestenhauser, (vorne v.l.) Norbert Jazbinsek, Joachim Müller und Frank Hambuch. © Volker Engel

Die Spatzen pfeifen es seit Monaten von den Dächern. Jetzt ist es amtlich: Die Sportkegler Castrop-Rauxel lösen sich auf und melden sich zum 15. Juni aus dem Vereinsregister ab.

Damit verschwindet der letzte Vertreter der heimischen Kegel-Szene von der Bildfläche. Gleichsam endet eine Ära, die vor 15 Jahren (27. März 2004) fast mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga seinen Höhepunkt hatte.

Aus ist keine Überraschung

Das Aus des Clubs aus Habinghorst kam für Insider nicht überraschend. Es hätte sich zum Jahreswechsel abgezeichnet, als sich der erneute Gang der ersten Mannschaft in die Oberliga anbahnte, so SK-Pressewart Joachim Müller: „Die Personaldecke wurde in den letzten Jahren stetig und aktuell nochmals im vergangenen Herbst akut dünner.“ Mit dem jetzt feststehenden Abstieg hätten nur noch acht Kegler bei einer Sitzung am vergangenen Wochenende signalisiert, in der kommenden Spielzeit zur Verfügung zu stehen. Das wäre finanziell noch zu stemmen gewesen, so Müller: „Letztlich war der sportliche Aspekt das K.O.-Kriterium.“

Spieler fehlen für zwei Teams

Denn für die zwei Vierer-Mannschaften in der Oberliga und Bezirksliga fehlten schlichtweg einige Akteure. Bei einem Verzicht auf eine der beiden Mannschaften wiederum wären die Einsatzzeiten für alle Spieler nicht ausreichend gewesen. Eine Zwickmühle, aus der der Club keinen Ausweg gefunden hat.

Bis zum 15. Juni läuft der Vereinsbetrieb regulär weiter. Nicht zuletzt stehen für Detlef Reschke, Joachim Müller und Michael Pahsen Einsätze bei überregionalen Meisterschaften an, die idealerweise erst am 1. Juni mit dem DM-Finaltag in Nordhorn enden. Auch für die Zeit danach gibt es ein kleines Hintertürchen: Der Westdeutsche Kegel- und Bowling-Verband (WKV) hat auf Anfrage signalisiert, dass auch ein „loser Zusammenschluss“ von Sportkeglern ohne offizielle Vereinszugehörigkeit weiter am Spielbetrieb teilnehmen könne.

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