Frohlinde siegt sich zurück in die Spitze

Fußball: Bezirksliga 9

Der FC Frohlinde hält in der Fußball-Bezirksliga Kontakt zur Tabellenspitze. Gegen die Spvg Herten gewannen die Frohlinder in einer ereignisreichen Partie mit 6:3. Obercastrop kann den Tabellenführer nicht überraschen. Schwerin ist zumindest nicht mehr Letzter.

CASTROP-RAUXEL

, 28.09.2014, 20:23 Uhr / Lesedauer: 4 min
Gut gemacht Capitano! Stefan Hoffmann beglückwunscht seinen Kapitän. Michael Wurst hatte mit seinen drei Treffern einen großen Anteil am Sieg gegen Herten.

Gut gemacht Capitano! Stefan Hoffmann beglückwunscht seinen Kapitän. Michael Wurst hatte mit seinen drei Treffern einen großen Anteil am Sieg gegen Herten.

Fußball: Bezirksliga 9 Wacker Obercastrop - BW Westfalia Langenbochum 1:4 (0:0) Das hätte die Vielzahl an Schaulustigen hinter der Bande so in der Halbzeitpause nicht für möglich gehalten. Da sind die Obercastroper Mannen von Trainer Dennis Hasecke mit Beifall in die Kabine verabschiedet worden. Am Ende blieben hängende Köpfe. Abdel-Latif Boudhan kauerte noch minutenlang und ganz alleine nach dem Abpfiff im eigenen Strafraum enttäuscht am Boden. Er wollte partout nicht aufstehen. Zu dem Zeitpunkt sorgte ein kurzes Gespräch zwischen Coach Hasecke und dem gegnerischen Stürmer, Pierre Bendig, für Kopfnicken der Umstehenden. Der älteste Spieler auf dem Platz, gerade im September 37 Jahre alt geworden, zu Hasecke, mit dem er mal beim FC Erkenschwick zusammen gespielt hat: „Wenn ihr die Chancen gemacht hättet, wäre das anders ausgegangen.“ Aber Obercastrop besaß keinen Stürmer wie den Gäste-Routinier. Der läutete mit dem abgeklärten 1:0 in der 50. Minute quasi die deutliche Niederlage der Hausherren ein.Guter Anfang wurde nicht belohnt Vergessen die sehr gute erste Halbzeit gegen einen sehr guten Gegner. Zweimal wackelte der Pfosten, als zuerst Niko Kresic (17.) und dann Stefan Kitowski (30.) das Ziel knapp verpassten. Sah gut aus, zählt aber eben nicht. Die heimischen Fans stöhnten förmlich auf. Auch wenn die quirligen Hertener ihre „Ein-Ballkontakt“-Spielzüge starteten. Das sah ebenfalls blendend aus und Haseckes Formation musste da schon höllisch aufpassen. Torwart David Scholka tat das. Zweimal bremste er alleine vor ihm auftauchende Spieler aus, weil Schiedsrichter Johannes Schott aus Iserlohn beide Male deutliche Abseits-Positionen nicht erkannte. Das Spiel nahm richtig Fahrt auf, nachdem beide Teams sieben Minuten lang sehr unruhig agierten. Das änderte sich. Langenbochum machte den Anfang, Wacker ließ sich den Schneid nicht abkaufen. Bis eben zum Rückstand. Dabei vergab Kresic vor dem ersten Gegentreffer noch eine „Hundertprozentige“. Dann ging es ganz schnell. Ein Doppelschlag (70./72.) besiegelte die Partie. Cihangir Sahinli durfte zwar nach einer Energieleistung von Christopher Barfuß zum 1:3 (89.) abstauben, doch postwendend fiel dann noch das 1:4 (90.). TEAM UND TORE OBERCASTROP: Scholka, D. Firch (55. Herder), Barfuß, Fritsch, Kresic (62. Schröder), Kitowski, Boudhan, Budde, Backes (63. Sahinli), Bothe, Wisnewski.Tore: 0:1 (50.), 0:2 (70.) 0:3 (72.), 1:3 (89.) Sahinli, 1:4 (90.).FC Frohlinde - SpVg Herten 6:3 (3:3) In der ersten Hälfte lieferten sich beide Mannschaften auf dem Kunstrasen an der Frohlinder Brandheide einen offenen Schlagabtausch, wobei die Platzherren einen Auftakt nach Maß erwischten: Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Michael Wurst im Alleingang auf das Hertener Tor zusteuerte. Er überwand den Keeper, der mitgelaufene Arif Secen musste den Ball nur noch aus kurzer Distanz zum 1:0 einschieben. Doch die Gäste aus Herten, die als Sechster in den Spieltag gegangen waren, schlugen zurück. Immer wieder profitierten sie davon, dass die Frohlinder Hintermannschaft sehr weit aufrückte und somit jeder Ballverlust im Mittelfeld einen gefährlichen Angriff ermöglichte. Auch der Treffer zum 1:1 entstand aus einer solchen Situation. Hertens Niko Hawich steuerte nach einem öffnenden Pass allein auf das Frohlinder Tor zu und überwand Schlussmann Daniel Schultz (10.). Vier Minuten später legte Hawich sogar das 2:1 nach.Hin und her Doch die Frohlinder Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Dietrich Liskunov setzte sich auf der rechten Angriffsseite durch und passte auf Sebastian Janas in der Mitte des Strafraums, der aus kurzer Distanz zum Ausgleich traf (18.). Nach diesem spektakulären Auftakt beruhigte sich die Partie zunächst einmal. Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs schalteten beide Teams wieder einen Gang hoch. In der 40. Minute leitete Bastian Niebert die erneute Frohlinder Führung ein. Der Defensivspieler drang in den Hertener Strafraum ein und wurde von den Beinen geholt. Michael Wurst trat zum Strafstoß an und markierte das 3:2. Doch der Jubel währte nicht lange: Eine Minute später kamen die Hertener durch einen direkt verwandelten Freistoß wiederum Ausgleich. Nach der ausgeglichenen ersten Hälfte gehörten die zweiten 45 Minuten vorrangig den Frohlindern. Das starke Offensiv-Trio Secen, Wurst und Janas setzte die Gäste nun konsequent unter Druck. Bei einem vermeintlichen Treffer von Secen (60.) entschied der Unparteiische noch auf Abseits, drei Minuten traf der Frohlinder dann aber regulär zum 4:3. Wurst setzte mit einem Treffer aus dem Spiel heraus (64.) und einem weiteren verwandelten Foulelfmeter (69.) die Schlusspunkte für den FCF, der nun Platz drei in der Tabelle belegt.TEAM UND TORE FROHLINDE: Schultz, Muzaffer (73. Moussa), Niebert, Thimm (79. Urbanski), Hoffmann, Matuszak, Lauth, Wurst, Secen, Liskunov (60. Obi), Janas.Tore: 1:0 (2.) Secen, 1:1 (10.), 1:2 (14.), 2:2 (18.) Janas, 3:2 (40./FE) Wurst, 3:3 (41.), 4:3 (63.) Secen, 5:3 (64.) Wurst, 6:3 (69./FE) Wurst.

TSV Marl-Hüls II - SpVg Schwerin 3:3 (1:1) Der eine Punkt sorgt dafür, dass die "Rote Laterne" am Tabellenende an Brünninghausen II weiter gereicht werden konnte. Der Schweriner Trainer Thomas Faust war zufrieden, zumal seine Mannschaft lange Zeit in Unterzahl spielen musste. Der Torschütze zum 1:0 (22.), John Simbi, sah in der 45. Minute wegen eines Foulspiels die Gelb-Rote Karte. "Viel zu hart", urteilte Coach Faust. Aber da hätte seine Mannschaft "Charakter gezeigt". Die Führung hatte der junge Simbi vorher "richtig gut gemacht", so Faust. Lange Zeit hielt der Vorsprung indes nicht. Die "Hülser", die mit einigen Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft (Westfalenliga-Spitzenreiter) aufliefen, kamen durch einen Strafstoß zum 1:1 (32.). Daniel Reuscheck, nach langer Verletzungspause wieder dabei, war zu heftig eingestiegen. Die Schweriner ließen sich nicht beirren und brachen nicht, wie zuletzt nach einem Gegentor, ein. Im Gegenteil, die mitgereisten Schweriner Fans konnten sich freuen. Matthis Hipe, diesmal aus der Viererkette ins Mittelfeld gestellt, fand Marcos Hill: 1:2 (65.). Die Freude währte nicht lange oder - wie gewonnen, so zerronnen. Faust sauer: "30 Sekunden später kassieren wir das 2:2." Das Spiel stand auf der Kippe. Der Punkt schien weg. Die Hausherren legten das 3:2 (83.) nach, obwohl auch sie nach einer Roten Karte (80.) nur noch zu zehnt spielten. Faust wechselte das Glück ein. Ron Hibbeln flankte auf Dennis Meissner, dessen Volleyschuss lenkte ein Marler Spieler zum 3:3 (90.) ins eigene Netz.TEAM UND TORESCHWERIN: Schulz, Dapi, Geiger, Sänger, Reuscheck, Foitzik, Handt (87. Hibbeln), Hipe (82. Meißner), Hill (90+2 Michna), J. Simbi, Poslednik.Tore: 0:1 (22.) J. Simbi, 1:1 (32./FE), 1:2 (65.), 2:2 (66.), 3:2 (83.), 3:3 (90.) Eigentor.

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