Frohlinde und Schwerin im Derby – Die Vorschau

Fußball: Bezirksliga

Das erste Fußball-Lokalderby war ein Höhepunkt in der laufenden Bezirksliga-Saison. Es war der dritte Spieltag, als die Spvg Schwerin (9.) beim SV Wacker Obercastrop mit 6:5 spektakulär siegte. Am Sonntag müssen die Blau-Gelben nun beim Spitzenreiter FC Frohlinde Farbe bekennen. Wacker tritt derweil bei Westfalia Huckarde an.

CASTROP-RAUXEL

, 21.10.2016, 15:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das vergangene Lokalderby zwischen dem FC Frohlinde (links Arif Secen) und der Spvg Schwerin im April an der Brandheide verloren die Gastgeber überraschend mit 0:2. Suri Ucar markierte als Spielertrainer damals beide Treffer der Spvg.

Das vergangene Lokalderby zwischen dem FC Frohlinde (links Arif Secen) und der Spvg Schwerin im April an der Brandheide verloren die Gastgeber überraschend mit 0:2. Suri Ucar markierte als Spielertrainer damals beide Treffer der Spvg.

Fußball-Bezirksliga 9, 11. Spieltag

FC Frohlinde - Spvg Schwerin Sonntag, 15 Uhr, Sportanlage Brandheide, 44577 Castrop-Rauxel

Mittlerweile ist ein Drittel der Saison gespielt und die Tendenzen verfestigen sich. Die Mannschaft der beiden Frohlinder Spielertrainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst haben nach dem siebten Sieg in Serie die Spitze erobert. Die Sonntags-Gäste von Trainer Marco Gruszka sind nach der 2:4-Niederlage gegen Vestia Disteln erst einmal auf Platz neun zurückgefallen.

Personalprobleme

Elf Punkte Unterschied bestehen jetzt zum Ersten. Das alles will zum Beispiel Coach Wurst nicht unterschätzen. Er sagte im Vorfeld dieser Partie: „Die Schweriner können jeden schlagen.“ Sicherlich hat da der Frohlinder auch das 5:6-Spektakel des Gegners in Obercastrop vor Augen.

Zumal es personell an der Brandheide laut Wurst einige Probleme gibt. Chris Matuszak und Chris Kasprzak fallen verletzt aus. Timo Janicki und Trainer Stefan Hoffmann sind angeschlagen. Neuzugang Christopher Pache (VfB Günnigfeld) ist seit einiger Zeit im Einsatz – und wird wohl erst einmal in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga B Spielpraxis sammeln. Dafür kehrt Dennis Lauth nach seiner Gelb-Sperre wieder zurück.

Wie auf Schweriner Seite Daniel Reuscheck. Der Kapitän durfte ebenfalls wegen der Sperre nach seiner fünften Gelben in dieser Saison bei der Niederlage gegen Disteln nur zuschauen und kehrt zum Lokalderby „auf die Brücke“ zurück. Auf der Auswechselbank könnte es dazu richtig eng werden.

22 Schweriner an Bord

Geschäftsführer Peter Wach berichtete: „Am Sonntag stehen wohl 22 Spieler zur Verfügung, das hat es in dieser Saison noch nicht gegeben.“ Trainer Marco Gruszka hätte die „Qual der Wahl“, so Wach weiter. Auf Schwerin würden sich alle auf das Derby in Frohlinde freuen. Der Verantwortliche: „Wir werden jedenfalls mit breiter Brust dort antreten.“

SV Westfalia Huckarde - Wacker Obercastrop Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz Blumenkamp, 44369 Dortmund

Hat der Sieg bei der Spvg Herten den Negativ-Knoten beim SV Wacker Obercastrop (6.) in der Fußball-Bezirksliga gelöst? Die Frage wird am Sonntag bei Westfalia Huckarde (5.) auf dem Kunstrasen „Am Blumenkamp“ beantwortet.

Personell ist das Team von Trainer Andreas Köhler wie schon in den vergangenen Wochen arg geschwächt. Der Coach selbst sagte: „Ich habe die gleichen Leute wie am vergangenen Sonntag zur Verfügung. Die auf dem Platz stehen, haben Bezirksliga-Reife, dahinter habe ich allerdings kaum Alternativen.“ So hatte sich in Herten sogar Marcel Herder als Reservist bereitgehalten. Das tat der Mittelfeldspieler ohne Training nach der vor dem Saisonstart erlittenen Schulterverletzung.

Sperre abgesessen

Das zeugt von Personalnot pur. So ist der Wacker-Coach froh, dass Dimitrios Tziampazakis nach seiner Sperre nach der fünften Gelben Karte wieder dazukommt. Weiterhin fehlen wird Kerem Kalan. Dieser war erst drei Wochen im Urlaub und hat sich dann eine Grippe eingehandelt.

Dennoch ist Köhler guter Dinge und betont: „Wir haben in Huckarde eigentlich immer gut ausgesehen.“ Zumal die Dortmunder nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden (2:2 gegen Schwerin) sicherlich auch nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Auch hat dieses Spiel schon eine besondere Note. Bei einem Sieg würde Wacker in der Tabelle vorrücken und wäre fünfte Kraft der Liga.

Die Gegner stehen quasi auf Augenhöhe. Beide haben aus den vergangenen fünf Spielen jeweils sieben Punkte geholt – und in Niko Kresic (Wacker) und Marcel Erdmann (Huckarde) zwei Stürmer, die bislang jeweils sieben Tore erzielt haben.“

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