Frohlinder jubeln bei einer Einwechselung

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Die Landesligisten FC Frohlinde und Wacker Obercastrop hatten Westfalenligisten als Sparringspartner. In beiden Partien passierte Bermerkenswertes.

Frohlinde, Obercastrop

, 28.07.2019 / Lesedauer: 4 min

Nicht von schlechten Eltern waren die Testspielgegner, die sich der FC Frohlinde und der SV Wacker Obercastrop für Sonntag eingeladen hatten. YEG Hassel und der TuS Sinsen sind immerhin eine Spieklasse höher in der Westfalenliga angesiedelt. Vor ihnen verstecken mussten sich die Castrop-Rauxeler Teams allerdings nicht.

Testspiel

FC Frohlinde - TuS Sinsen 2:1 (1:0)

Überraschendes erlebten die Fans des Fußball-Landesligisten FC Frohlinde beim Testspiel gegen den TuS Sinsen aus der Westfalenliga. Nicht nur, dass ihr Team nach zwei Toren von Lukas Kothe am Ende mit 2:1 (0:0) siegte. Für Sonder-Applaus sorgte das Comeback des verletzten Spielertrainers Stefan Hoffmann.

Als sich der Coach in der 75. Minute für Lukas Wohlfarth einwechselte, hatte seine lange Leidenszeit ein Ende. Am 13. Mai 2018 hatte sich Hoffmann beim 2:1-Sieg gegen Mengede 08/20 eine komplizierte Knieverletzung zugezogen. Nach zwei Operationen ist er wieder auf dem Feld zurück. Dustin Wurst, gegen Sinsen wieder eine Bank in der Abwehr, entlockte es sogar auf dem Platz: „Da ist er wieder.“ Wie auch sein Cousin Michael Wurst, der somit wieder das spielende Trainer-Duo komplett machte.“

Frohlinder jubeln bei einer Einwechselung

Nach 14 Monaten Verletzungspause trug Trainer Stefan Hoffmann wieder das Frohlinder Trikot - und wechselte sich nach 75 Minuten ein. © Volker Engel

Das war wohl auch nötig. Denn auf der Bank fehlten jede Menge Alternativen. Neben den beiden Routiniers stand nur Neuzugang Servan Ak als Wechselspieler parat. Da hatte auf der Gegenseite der Castrop-Rauxeler Andreas Köhler, der Chef-Coach Toni Kotziampassis (Urlaub) vertrat, mit sechs weiteren Akteuren mehr Möglichkeiten. Genutzt hat es vom Ergebnis her nicht viel.

Wiedersehen mit Schröder

Denn nach starken 20 Anfangsminuten der Gäste, in denen auch der Ex-Obercastroper Spieler Sascha Schröder eine gute Chance vergab, bekam Frohlinde das Spiel immer besser in den Griff. Torchancen inklusive.

Schon vor der Pause lag ein FCF in der Luft. Lukas Kothe hatte sich mit einer geschickten Drehung vor das Tor gespielt, doch sein Schuss mit der Fußspitze ging (noch) knapp am Tor vorbei. Immerhin. Dann war es der flinke Kevin Brewko, der von den eine Klasse höher spielenden Sinsenern kaum zu halten war, aber mit seinem Abschluss nicht zum Tor kam. Beide Trainer, die zu diesem Zeitpunkt noch draußen an der Linie standen, riefen zusammen: „Das sieht gut aus, Jungs.“

Frohlinder jubeln bei einer Einwechselung

Zwei Castrop-Rauxeler, die beim TuS Sinsen wirken zu Gast in Frohlinde: Ex-Wacker-Stürmer Sascha Schröder (l) und Trainer Andreas Köhler. © Volker Engel

Und es wurde noch viel besser. Da staunten auch die verletzten Spieler, wie Marcel Herder, Dietrich Liskunov, André Muth oder Chris Matuszak als Zuschauer nicht schlecht.

Neuzugang bereitet vor

Plötzlich lag Frohlinde vorne. Lukas Kothe erlief einen Steilpass von Dustin Wurst und überwand den Gäste-Keeper mit einem Heber zum 1:0 (49.). Eine kompakte Leistung wurde belohnt. Und es kam noch besser. Wieder zeigte Kothe seinen Tor-Instinkt. Michael Wurst legte auf Neuzugang Nico Kaufmann ab und dessen Steilpass in die Schnittstelle der gegnerischen Abwehr nutzte Kothe eiskalt zum 2:0 (66.).

Der Westfalenligist warf noch einmal alles nach vorne. Mehr als das 1:2 (80.) gelang nicht. Trainer Andreas Köhler sagte nach dem Spiel: „In der Vorbereitung kann solch ein Ergebnis schon passieren, wir haben in den letzten Tagen sehr viel Kraft gebolzt.“


Frohlinder jubeln bei einer Einwechselung

Elvis Shala (2.v.l.) konnte sich über sein Tor zum 1:0 freuen. © Volker Engel

Wacker Obercastrop - YEG Hassel 2:0 (2:0)

Die Landesliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop haben am Sonntag den vierten Sieg im fünften Saisonvorbereitungsspiel feiern können. Gegen den Westfalenligisten YEG Hassel hatte das Team von Wacker-Coach Aytac Uzunoglu mit 2:0 (0:0) die Nase vorn.

Mutige Obercastroper

Die Obercastroper starteten mutig ins Spiel und zeigten sich wenig beeindruckt von ihrem Gegner, der eine Spielklasse höher beheimatet ist. So war es in der fünften Minute Elvis Shala, der den Hassel-Schlussmann mit einem Heber aus rund 30 Metern überlisten wollte. Der Keeper hatte aber keine Probleme, den Ball zu halten.

Die Gelsenkirchener entfachten keine Torgefahr. Weshalb das 1:0 (16.) nicht überraschend fiel. Shala wurde im Strafraum freigespielt, umkurvte den Torhüter und lupfte den Ball ins Netz.

Die erste Halbzeit dominierten die Obercastroper nach Belieben, denn vor allem ihr Offensiv-Pressing stellte die Gäste vor große Probleme. So landete ein verunglückter Rückpass eines Hasseler Innenverteidigers am Innenpfosten (27.). In der 43. Minute konnte Marius Nolte nach einer Ecke per Kopfball auf 2:0 erhöhen.

Eine Halbzeit auf Augenhöhe

In der zweiten Halbzeit schalteten die Wackeraner einen Gang herunter, sodass sich Räume für Hassel boten. Obercastrops Torhüter Christopher Ebeling hatte in den Duellen mit den Stürmern aber stets die Nase vorn (56., 88.). Auf der Gegenseite vergaben Marc Schrötter (50.) und Serhat Can (71.) zwei Großchancen.

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