Fußballverband reagiert auf Coronavirus in NRW - Derby am Sonntag soll stattfinden

Fußball

Das Coronavirus ist auch in NRW angekommen und hält die Öffentlichkeit in Atem. Jetzt gibt es eine offizielle Stellungnahme, ob auch Castrop-Rauxeler Fußballspiele bedroht sind.

Castrop-Rauxel

, 28.02.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sie kommen sich am Sonntag, 1. März, wieder sehr nah: die Landesliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop (l), mit Keeper David Scholka, und des FC Frohlinde (helle Trikots).

Sie kommen sich am Sonntag, 1. März, wieder sehr nah: die Landesliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop (l), mit Keeper David Scholka, und des FC Frohlinde (helle Trikots). © Jens Lukas (Archiv)

Das Coronavirus hält die Sportwelt weltweit in Atem. Die italienischen Fußballer in der Serie A müssen teilweise vor leeren Rängen spielen, die japanischen Kicker haben bereits alle J-League Spiele bis zum 15. März abgesagt, die Tischtennis-WM in Südkorea ist verschoben worden.

FLVW hat eine Empfehlung für Teams

Ist jetzt auch der Castrop-Rauxeler Amateurfußball von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen? Immerhin sind in Dortmund am Freitagmorgen die ersten möglichen Verdachtsfälle aufgetreten.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) nimmt auf der eigenen Homepage Stellung zum Thema Coronavirus. Zur Zeit sehe der Verband „keine Veranlassung, den Spielbetrieb bzw. Wettkämpfe in der Leichtathletik für das kommende Wochenende abzusagen“.

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Der FLVW stehe aber in ständigem Kontakt zu den Behörden, habe bereits eine eigene Task Force zu dem Thema gegründet und empfehle auch allen Amateurfußball-Fans, den Ratschlägen des Robert-Koch-Instituts zu folgen. Eine Empfehlung hat der FLVW für die Teams kommuniziert. Diese sollen das Handshake-Ritual vor Anpfiff aktuell aussetzen, um unnötigen Körperkontakt zu vermeiden.

Wackeraner und Frohlinder brauchen keinen Rat

Mit dem Hinweis gehen jetzt die Spieler des Landesliga-Derbys am Sonntag, 1. März, ab 15 Uhr zwischen Wacker Obercastrop und FC Frohlinde an. Steffen Golob, der mit Aytac Uzunoglu die Wackeraner trainiert, sagte dazu am Freitag: „Wir weisen unsere Spieler ja schon während Grippewellen kurz darauf hin. Aber es sind alle alt genug, es für sich selbst zu entscheiden, wen sie wie begrüßen.“

Denn oftmals grüßten sich die Kicker von Wacker und Frohlinde bereits bevor sie ins Trikot geschlüpft sind - jeder auf seine Art beim Eintreffen am Sportplatz. Wacker-Vereinsarzt Yuriy Zolotarevskiy achte rund um das Team sehr auf Hygiene-Regeln und stelle bei Bedarf Desinfektionsmittel bereit. Golob: „Wir überprüfen aber auch hier nicht, ob und wie das alle Spieler nutzen.“

Michael Wurst: „Nicht in Hysterie verfallen“

Michael Wurst, der mit Stefan Hoffmann das Frohlinder Trainer-Duo bildet, meinte: „Das ist mir zu viel Wahnsinn, dass jetzt auch der FLVW eine Empfehlung dazu an uns herausgibt. Wir nehmen das Thema nicht auf die leichte Schulter, aber unsere Spieler sind alt genug, um zu wissen was sie tun und was sie lassen.“

Die große Gesundheitsgefährdung betreffe vorrangig immungeschwächte Menschen, sagte Wurst. Daher solle man nicht in Hysterie verfallen.

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