Handball: Für eine Liga stehen zwei Starttermine im Raum

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Durch die Corona-Lockerungen normalisiert sich das Handball-Training etwas. Wir haben die überkreislichen Teams gefragt, wie sie sich auf die Saison vorbereiten. Für eine Liga werden zwei Starttermine diskutiert.

von Andreas Brühl

Castrop-Rauxel

, 19.06.2020, 15:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach den neuesten Lockerungsmaßnahmen der NRW-Landesregierung, die seit dem 15. Juni gültig sind, ist Kontaktsport in Turn- und Sporthallen wieder erlaubt. Wie die überkreislich spielenden Handball-Mannschaften aus Castrop-Rauxel mit dieser Möglichkeit umgehen und wie der aktuelle Stand mit Hinblick auf die neue Saison aussieht, haben wir mit den verantwortlichen Trainern von zwei der drei Teams besprochen.

HSG Rauxel-Schwerin Herren (Landesliga): „Ein weiteres Jahr in der Landesliga betrachten wir für uns erst einmal als Bonus und daher kann das Ziel nur sein, die Klasse zu erhalten“, sagt HSG-Trainer Sebastian Clausen.

Sein Team lag beim Saisonabbruch mit nur einem Sieg aus 18 Spielen abgeschlagen am Tabellenende der Landesliga. Die HSG profitierte von der Regelung, dass es in der abgebrochenen Saison keine Absteiger gab.

Die vielen Niederlagen hätten in seiner Mannschaft jedoch nicht für schlechte Stimmung gesorgt. Alle seien nach dem Lockdown voll motiviert bei der Sache, erzählt Clausen.

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Mannschaft ist in Trainingsgruppen aufgeteilt

Bereits dreimal waren die HSGler wieder in der Halle, zunächst ohne, jetzt aber wieder mit Ball. Für die Auflage, dass maximal 10 Leute in der Halle sein dürfen, hat Clausen mit seinem Co-Trainer eine pragmatische Lösung gefunden: „Die eine Hälfte der Gruppe trainiert in der Halle, die andere läuft im Erin-Park.“ Kehrt die Laufgruppe zurück, werden die Rollen getauscht.

Neuzugänge hat die HSG Rauxel-Schwerin bisher nicht zu verzeichnen, zwei Kandidaten sind in der Corona-Phase abgesprungen. Eventuell ergebe sich aber noch etwas, sagt Clausen. Auf jeden Fall wird Alexander Materna, der bisher vornehmlich in der zweiten Mannschaft der HSG spielte, in die Landesliga-Truppe hochgezogen und dort den Rückraum verstärken.

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Zwei Starttermine für die Saison stehen im Raum

Wie sich der Betrieb der Landesliga in der neuen Saison darstellt, wird gerade diskutiert. Der Verband hat auf dem Staffeltag der Landesligen zwei Varianten vorgestellt, wie die insgesamt 70 Mannschaften aufgeteilt werden können. Die Vereine können bis Sonntag eine Rückmeldung zu den Modellen geben.

Bei der HSG ist man für die Variante, bei der es einen späteren Einstieg in die Saison, kleinere Staffeln und somit weniger Spiele gibt. Im Raum stehen zwei Starttermine – am 4. oder am 25. Oktober. Egal welche Variante sich durchsetzt, der Klassenerhalt wird eine echte Herausforderung: Es wird in jedem Fall vier oder fünf Absteiger aus den Staffeln geben.

TuS Ickern Frauen (Bezirksliga): Trainer Fabian Wolf, den wir im Holland-Urlaub erreichen, ist mit seiner Mannschaft bereits seit vier Wochen wieder im Training. „Die neuen Lockerungen nutzen wir derzeit noch nicht, sondern arbeiten weiter in den Bereichen Kraft, Kondition und Athletik. Ab Juli wird dann wieder der Ball dazu kommen“, so Wolf im Gespräch.

Die Informationen vom Verband für die neue Saison seien wie jedes Jahr gewesen: „Es wurde lediglich abgefragt, ob die Mannschaft wieder meldet und ob sie am Pokal teilnehmen wird.“ Seine Mannschaft wird auch für die neue Saison, wann auch immer sie beginnt, so zusammen bleiben wie in der zurückliegenden Spielzeit.

Auf Müller muss der Trainer vermutlich regelmäßig verzichten

Nur auf Kristina Müller müsse man aufgrund des Studiums vermutlich regelmäßig verzichten, während im Laufe der Saison Denise Skiba (nach der Geburt ihres Kindes) als dritte Torhüterin zurückkehren wird.

Wolf, der als sehr akribischer Trainer gilt, hat sich aber schon angeschaut, welche potenziellen Gegner nach der Abbruchsaison auf den TuS warten: „Ich bin auf 17 Mannschaften für unsere Bezirksliga gekommen, was eindeutig zu viel ist. Man muss abwarten, ob noch Mannschaften verzichten oder in die Südwestfalenstaffel wechseln.“ Von der Zielsetzung geht Wolf es so an wie in der letzten Saison: „Wenn wir im oberen Mittelfeld mitspielen, ist alles in Ordnung, nachdem wir auf Platz 5 die Spielzeit beendet haben.“

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