Handball: TuS will die Revanche - HSG in Waltrop

CASTROP-RAUXEL Aufstiegskampf auf der einen, Abstiegskampf auf der anderen Seite. Die Castrop-Rauxeler Handball-Bezirksligisten gehen mit höchst unterschiedlichen Vorzeichen in die letzten sechs Saisonpartien. Am Sonntag, 22. März, empfängt der Tabellenführer TuS Ickern die DJK Westfalia Welper, während die HSG Rauxel-Schwerin beim Waltroper HV antreten muss.

von Von Jörg Laumann

, 20.03.2009, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Handball: TuS will die Revanche - HSG in Waltrop

Der TuS Ickern (in den gelben Trikots) empfängt im nächsten Spiel die DJK Westfalia Welper.

Nach wie vor rangiert der TuS Ickern mit einem Drei-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze. Allerdings hat sich die Mannschaft von Trainer Stephan Pade am vergangenen Spieltag mit dem 26:30 in Gevelsberg selbst einen Dämpfer verpasst. Der Ickerner Coach hat unter der Woche weitestgehend darauf verzichtet, die Defizite aus dieser Partie im Gespräch aufzubereiten. "Wir haben sehr intensiv trainiert und uns gut auf das Spiel gegen Welper vorbereitet", sagt Pade. Im Übrigen seien nun keine Diskussionen, sondern Taten gefragt. "Das Saisonziel Aufstieg darf nicht mehr gefährdet werden", lautet die klare Ansage. "Ab jetzt wird alles so gemacht, wie die Trainer es vorgeben", führt Pade aus. "Wer sich daran nicht hält, findet sich ganz schnell auf der Bank oder der Tribüne wieder."

Zusätzliche Motivationshilfe muss der Coach seiner Sieben vor dem Spiel gegen Westfalia Welper 2 wohl ohnehin nicht auf den Weg geben. Im vergangenen Herbst brachten die Hattinger dem TuS nach sechs Siegen die erste Saisonniederlage (19:28) bei.

Personelle Wundertüte

Aktuell belegt Welper Platz drei, hat sich im Lauf der Saison aber als eine Art personelle Wundertüte erwiesen. "Sie laufen eigentlich jede Woche mit einer anderen Mannschaft auf", beobachtet Pade. "Wahrscheinlich wird gegen uns wieder die absolute Bestbesetzung spielen." Aber auch der Ickerner Trainer kann nahezu aus dem Vollen schöpfen: Neben Kilian Esser (Muskelriss) fehlt gegen Welper wohl nur der angeschlagene Matthias Kunze.

Unterdessen muss bei der HSG Rauxel-Schwerin nach zuletzt drei Niederlagen in Folge der Blick ganz nach unten gerichtet werden. Auf den vorletzten Platz ist das Team von Trainer Dirk Rogalla mittlerweile abgerutscht. In dieser Situation hat der Coach auch kein Interesse an Rechenspielen. "Ob der drittletzte Platz am Ende direkt für den Klassenverbleib reicht oder nicht, spielt momentan überhaupt keine Rolle", sagt Rogalla. "Wir müssen zunächst einmal zusehen, dass wir Spiele gewinnen."

Allerdings muss die HSG, bei der Thilo Latuske aus beruflichen Gründen fehlt, an diesem Sonntag beim Tabellenvierten Waltroper HV eine schwere Aufgabe bewältigen. Immerhin konnte man Waltrop in der laufenden Saison aber bereits zwei Mal bezwingen: mit 29:28 im Liga-Heimspiel und mit 36:28 in der dritten Runde des Kreispokals.

Ansprechende Leistung

Nicht zuletzt hatten die Rauxel-Schweriner auch in der Vorwoche beim 25:26 gegen Erkenschwick eine ansprechende Leistung geboten. "Sicherlich war das nicht unser schlechtestes Spiel", kommentiert Rogalla, "allerdings können wir uns dafür auch nichts kaufen". An der Wertung diese Partie wird sich übrigens nichts mehr ändern. Die HSG hat ihren ursprünglich angemeldeten Protest (die Schiedsrichter hatten die letzten beiden Minuten ohne Kampfgericht geleitet) mittlerweile zurückgezogen.

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