"Ich sehe den Sinn nicht" - Castrop-Rauxeler Stimmen zur Kreisstrukturreform

Fußball

Die Castrop-Rauxeler Fußballvereine müssen sehr wahrscheinlich ab 2013 im Fußballkreis Recklinghausen spielen - Ergebnis der geplanten Strukturreform. Gerade kleine Vereine könnten die neuen weiten Wege scheuen, lautet eine der Befürchtungen. RN-Mitarbeiter Florian Kopshoff sprach darüber mit Marc Ferchland (Adler Rauxel) und Kurt Kerschner (VfR Rauxel).

CASTROP-RAUXEL

von Von Florian Kopshoff

, 18.10.2011, 16:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Herr Kerschner, Herr Ferchland, was halten Sie von der Kreisstrukturreform? Ferchland: Ich sehe den Sinn darin nicht. Man kennt die Herner Vereine, man kennt die Wege. Jetzt soll das künstlich aufgespalten werden.Kerschner: Jetzt wird Recklinghausen ein "Mordskreis" und Herne noch kleiner. Das ergibt für mich keinen Sinn. Herne müsste dann auch Bochum oder Gelsenkirchen zugeschlagen werden.Nach der Umsetzung der Strukturreform können Fußballkreise theoretisch fusionieren.Kerschner: Dann hätte man auch gleich etwas Vernünftiges machen können."Die längeren Wege sind aber natürlich ein Problem"

Sind die weiten Wege ein echtes Problem für Ihre kleineren Vereine? Denkt man am Ende gar zweimal über eine Mannschaftsmeldung nach? Kerschner: Ich glaube nicht, dass das die Konsequenz ist. Die längeren Wege sind aber natürlich ein Problem. Alles muss dann neu organisiert werden.Ferchland: Ein Problem ist es. Aber: Man muss dort spielen, wo es einem vorgeschrieben wird.

Sie werden die Möglichkeit haben zu beantragen, dass sie in einem anderen Kreis spielen dürfen. Kerschner: Damit kommen wir doch gar nicht durch. Natürlich kann man einen solchen Wunsch äußern. Aber warum sollte ausgerechnet dem VfR Rauxel eine Sondergenehmigung erteilt werden? Mein Vorschlag: Ganz Castrop-Rauxel müsste sich einig sein und alle Vereine müssten diesen Antrag stellen.

 

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