Ickern weiterhin erfolglos / Sieg für die HSG

Handball

Die Landesliga-Handballer des TuS Ickern bleiben auch nach dem sechsten Spieltag ohne Punktgewinn. Am Samstagnachmittag unterlagen die Castrop-Rauxeler bei der SG Handball Hamm 3 mit 29:35 (12:16). In der Bezirksliga warten die Handballerinnen des TuS Ickern weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis in der Fremde. Die Herren der HSG Rauxel-Schwerin hingegen haben Grund zu jubeln.

CASTROP-RAUXEL

, 30.10.2016, 21:41 Uhr / Lesedauer: 3 min
Ickern weiterhin erfolglos / Sieg für die HSG

Handball-Landesliga 3

SG Handball Hamm III - TuS Ickern 35:29 (16:12)

Die Ickerner mussten einmal mehr ersatzgeschwächt in die Partie gehen, konnten sich aber immerhin über die Rückkehr von Kilian Esser freuen. Der Spielmacher, der auch als Co-Trainer fungiert, feierte ein starkes Comeback und erzielte elf Treffer für den TuS. Letztlich reichte es aber wieder nicht zu einem Punktgewinn, obwohl sich die Ickerner auch nach einem hohen Rückstand wieder ins Spiel zurückkämpfen konnten.

Mit einem 0:6 nach zwölf Minuten erwischte der TuS einen ganz schwachen Start. „Wenn wir in Hallen ohne Harzverbot spielen, brauchen die Jungs immer eine Viertelstunde, um sich daran zu gewöhnen“, kommentierte TuS-Trainer Ralf Utech. In der Tat kam sein Team ab der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs besser ins Spiel und konnte sich nach der Pause noch einmal bis auf zwei Treffer (21:23) heranarbeiten.

Duo mit 23 Toren

In der Schlussviertelstunde gelang es den Gastgebern aus Hamm, die als Drittletzter in den Spieltag gegangen waren, dann aber doch, sich einen deutlichen Vorsprung zu erspielen. Der Sieg ging zu großen Teilen auf das Konto der Oberliga-erfahrenen Akteure Gregor Stefek (13) und Justin Black (10), die für rund zwei Drittel der Hammer Tore verantwortlich zeichneten.

TuS-Trainer Ralf Utech fehlten in der Schlussphase auch die personellen Alternativen. Sein Team war ohnehin nur mit neun Feldspielern in die Partie gestartet. Dann hatte auch noch Kreisläufer Sascha Knauf nach nur 17 Minuten die Rote Karte gesehen, weil die Schiedsrichter seine Aktion als „Treffer im Gesicht“ eines Gegenspielers eingestuft hatten. „Für uns gab es letztlich in diesem Spiel nichts zu holen“, bilanzierte Utech, „erfreulich ist aber, dass meine Mannschaft Moral bewiesen hat und sich nicht hat abschlachten lassen.“ 

Bezirksliga Ruhr

HSG DJK Rauxel-Schwerin - TV Brechten II

Nachdem die Handballer der HSG Rauxel-Schwerin am vergangenen Wochenende ihren ersten Auswärtssieg in dieser Saison in der Bezirksliga feiern konnten, legten sie am Sonntagabend den ersten Heim-Erfolg nach. Gegen den punktlosen Tabellenletzten TV Brechten 2 gewannen die Rauxeler mit 29:21 (16:11). Dadurch verbesserten sie sich in der Tabelle vom neunten auf den siebten Platz.

Die HSG legte in der Sporthalle des Adalbert-Stifter-Gymnasiums einen guten Auftakt hin: Nach acht Minuten stand es 7:1. Ein leichter Bruch kam ins Spiel der Rauxeler, nachdem die Gäste einige HSG-Akteure in kurze Deckung genommen hatten. „Damit sind wir erst einmal nicht so gut zurechtgekommen“, kommentierte Sebastian Clausen, der Randolf Mertmann als Trainer vertrat.

Kühlen Kopf bewahrt

Letztlich konnte Rauxel-Schwerin aber einen Fünf-Tore-Vorsprung mit in die Pause nehmen und diesen zu Beginn des zweiten Durchgangs deutlich ausbauen. Björn Wieser und Alexander Materna, der binnen vier Minuten drei Mal traf, erhöhten auf 20:11 für die HSG. Auch eine kleine Schwächephase, in der sich die Brechtener noch einmal bis auf vier Treffer (21:25) herankämpften, konnten die Rauxeler rechtzeitig beenden. „Da haben wir einen kühlen Kopf bewahrt“, lobte Clausen.

In den abschließenden Minuten traf nur noch die HSG. Pascal Meyer, der mit insgesamt acht Toren der beste Schütze bei den Gastgebern war, setzte mit dem 29:21 den Schlusspunkt. „Insgesamt hat die Mannschaft das gut gemacht“, befand Clausen, der noch jeweils ein Sonderlob für Torhüter André Weinert und den A-Jugendlichen Lukas Steinhoff aussprach.

Frauen-Bezirksliga Ruhr

VfL Rot-Weiß Dorsten - TuS Ickern 22:18 (10:11)

TuS-Trainer Fabian Wolf war nach der Partie in der Sporthalle Maria Lindenhof in Dorsten maßlos enttäuscht. „Das war mit Abstand unser schwächster Auftritt in dieser Saison“, lautete sein Fazit. Dabei konnte der Übungsleiter mit der Abwehrarbeit durchaus zufrieden sein.

In der Anfangsphase ließ der TuS die gegnerische Offensive kaum ins Spiel kommen. Acht Minuten dauerte es, ehe Dorsten der erste Treffer gelang. Letztlich war es aber die eigene Angriffsschwäche, mit der sich sein Team das Leben schwer machte. „Wir haben zahlreiche Bälle leichtfertig weggeworfen und den Gegner zu Tempogegenstößen eingeladen“, kommentierte der Trainer.

Nach einem zwischenzeitlichen 6:10-Rückstand kamen die Ickernerinnen bis zur Pause noch einmal auf 10:11 heran. Im zweiten Durchgang leisteten sie sich aber eine weitere Schwächephase: Zwölf Minuten lang kein Treffer. Dorsten zog auf 16:11 (48.) davon und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Von der Kritik nahm Trainer Wolf lediglich Torhüterin Christina Küsters (Foto) aus, die unter anderem drei Siebenmeter parierte. „Sie hat dafür gesorgt, dass das Spiel nicht noch früher entschieden war.“ 

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