Im Lokalderby hat die Spvg Schwerin keine Punkte an die SG Castrop zu verschenken

mlzFußball-Bezirksliga

Der SG Castrop würde im Bezirksliga-Abstiegskampf am Sonntag, 8. März, ein Erfolg gegen die Spvg Schwerin gut zu Gesicht stehen.

Castrop

, 06.03.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist Derbyzeit in der Fußball-Bezirksliga 9: Am Sonntag, 8. März, empfängt die SG Castrop (13.) die Spvg Schwerin (7.) im Stadion an der Bahnhofstraße. Anstoß ist um 15 Uhr. Aktuell hat Schwerin 14 Punkte mehr auf dem Konto.

Schwerins Siegtorschütze ist nicht mehr da

Das Hinspiel am 8. September hatte Nino Schlutt erst in der Nachspielzeit mit 5:4 (2:1) zu Gunsten der Spvg entschieden. War das Derby insgesamt ein gutes Spiel, elektrisierten die letzten acht Minuten die Fans mit dieser schier unglaublichen Torflut: 4:2 (83.) Ballmann, 4:3 (86.) Backes, 4:4 (90.) Kourouma, 5:4 (90.+1) Schlutt. Der Siegtorschütze kann sein Glanzstück am Sonntag nicht wiederholen, da er sich in der Winterpause zum Landesligisten Viktoria Resse abgeseilt hat.

Im Artikel zum Hinspiel stand damals: „Das war ein Derby, wie es sich jeder der 200 Fan gewünscht hatte. Neun Tore, rassiger Fußball, eine Schlussphase mit Toren am Fließband, zweimalige Rudelbildung und körperliches Gerangel unter den Spielern nach dem Schlusspfiff.“

Castrop ist in Gefahr

Das Rückspiel steht unter einem anderen Stern. Gastgeber SG Castrop befindet sich in akuter Abstiegsgefahr, während sich die Spvg Schwerin in der Tabelle jenseits von Gut und Böse aufhält. Bei einem SG-Sieg würde schnell der Verdacht „Nachbarschaftshilfe“ auftauchen. Das verneint Schwerins Trainer Dennis Hasecke energisch: „Wir schenken die Punkte nicht ab. Es wird Zeit, dass wir selber welche holen. Wenn wir unsere Chancen nutzen, wird es mit dem Derby-Sieg schon klappen.“

Coach Hasecke ist erkrankt

Dass es im Hinspiel so spannend wurde, macht Hasecke a einer Sache fest: „Wir haben bis zur Pause viele Chancen liegen gelassen und nur 2:1 geführt“. Im Grunde liegt der kränkelnde Trainer („Es ist kein Coronavirus“) mit seiner These wohl richtig, dass Schwerin bei besserer Chancenwertung mit dem Erler SV und dem FC Marl noch um den Meistertitel spielen würde. Personell fallen bei der Spvg nur Nico Drabinski (Leiste) und Keeper Marius Brödner (Urlaub) aus.

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Anders sieht es bei der SG Castrop aus. „Unser Krankenlager ist noch größer geworden“, sagt Trainer Tino Westphal. Ein Lichtblick: Keeper Pascal Heuser ist wieder gesund. Benedikt Meyer-Drabert fällt weiter aus – mit einer Zyste unter dem Fuß. Trotz aller Widrigkeiten bleibt Westphal gelassen: „Es gibt nichts Schöneres als Derbys – bei einem Sieg sind die sogar wunderschön. Um zu gewinnen, müssen wir nur ein Tor mehr schießen als Schwerin.“

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