Kalte Duschen: Ickern muss letztes Ligaspiel absagen

Frauenfußball-Bezirksliga

Eigentlich wäre die Frauenmannschaft von Arminia Ickern am Sonntag nochmal in der Bezirksliga gefordert. Das letzte Saisonspiel gegen die Elf vom FC SW Silschede wird aber ausfallen. Der Grund für den Spielausfall ist ein ungewöhnlicher: kalte Duschen.

CASTROP-RAUXEL

, 13.06.2014, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am abschließenden Spieltag der Frauenfußball-Bezirksliga am Sonntag, 8. Mai, bekommt Arminia Ickern (4.) keine Gelegenheit, den 15. Saisonsieg einzufahren. Die Ickernerinnen müssen kampflos die drei Punkte an den FC SW Silschede (5.) abtreten. Der Grund dafür sind kalte Duschen in den Umkleidekabinen in der Glückauf-Kampfbahn. Ickerns Geschäftsführer Michael Schmidt: "Eine Frischwasserzuleitung für Warmwasser ist defekt." Die Partie konnte auf keinen anderen Sportplatz in Castrop-Rauxel verlegt werden. Auch ein Heimrechttausch oder eine Verlegung auf einen anderen Termin kamen laut Schmidt nicht zustande. Weshalb sein Verein auf die Austragung der Partie und die Punkte verzichtet. Schmidt: "Es ging hier ja nicht mehr um Aufstieg oder Abstieg."

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Kuriose Spielabsagen im Amateursport

Kalte Duschen führten zu einer Spielabsage vor der Partie von Arminia Ickern gegen den FC SW Silschede in der Frauenfußball-Bezirksliga. Kuriose Spielabsagen gibt es im Amateursport zuhauf. Wir haben ein paar Beispiele zusammengetragen.
13.06.2014
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Der Bus fährt nicht: Ausgerechnet zum 1. April haben die Fußballer des Südthüringer Landesligisten SV Wacker Bad Salzungen behauptet, dass ihr Teambus eine Panne habe und es unmöglich sei zum Spiel ins rund 70 Kilometer entfernte Hildburghausen zu fahren. Der Absagegrund hätte zu einem Wiederholungsspiel geführt, aber reumütig gaben die Bad Salzunger schließlich zu: Wir haben geflunkert, weil wir nicht genug Spieler zusammenbekommen haben.© Foto: dpa
Da ist der Wurm drin: Der TSV Gersthofen musste im November 2012 in der Bayernliga ein Punktspiel absagen, weil man nach dem Rasenmähen den Grünschnitt nicht entsorgt hatte. Die Folge waren Unmengen an Würmern, die den Platz in Beschlag nahmen und ihn durch ihren Kot in eine glitschige Fläche verwandelten.© Foto: dpa
Sinnloser Vandalismus: Die Handballer der HSG Rauxel-Schwerin mussten im Februar 2014 ihre Spiele in der ASG-Sporthalle absagen, weil Vandalen durch eine Dachluke in die Halle stiegen und anschließend großen Spaß daran fanden die Spielstätte zu verwüsten. Besonders begehrt waren die Feuerlöscher, deren Inhalt überall in der Halle verteilt wurde. © Foto: Tobias Nordmann
Total benebelt: Dass Spiele wegen Nebel und nicht ausreichender Sicht ausfallen, das ist nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich war im Dezember 2013 aber die Begründung des Schiedsrichters, das Landesliga-Spiel des TV Bunde gegen den SC Melle abzusagen: Im ostfrisieschen Bunde sei es über Tage so neblig gewesen, dass der Platz zu nass für ein Spiel sei. © Foto: dpa
Containern verboten: Im Oktober 2010 wurde die Partie zwischen SuS Pivitsheide und RSV Hörste in der Kreisliga A Detmold abgesagt. Circa 1,50 Meter hinter der Grundlinie standen mehrere Schuttcontainer. Der Schiedsrichter bewertete die Container als Sicherheitsrisiko und pfiff nicht an. Protest gab es keinen - beide Seiten konnten die Entscheidung nachvollziehen.© Foto: dpa
Alte Säge: Pfosten und Latte des Sportplatzes an der Bladenhorster Straße in Herne wurden im Juni 2015 von Vandalen angesägt, um ein möglicherweise entscheidendes Spiel um die Meisterschaft in der Kreisliga B zu verhindern. Die Idee hatten...© Foto: privat
...in der Bezirksliga 6 Niederrhein im Herbst 2013 für eine Spielabsage bereits ein paar andere Spielverhinderer. In der Nacht vor dem Spiel machten sich Unbekannte an einem Pfosten des SC 1920 Oberhausen zu schaffen. Gegner SW Alstaden witterte sofort eine Verschwörung, die Oberhausener hätten den eigenen Pfosten angesägt, um ein Wiederholungsspiel zu erzwingen. Man wisse wirklich nicht, wer die Säge gezückt hat, beteuerte man hingegen beim SC 1920 Oberhausen.© Foto: Benedikt Ophaus
Kölner Narren: Im April 2014 sollte die SGW Köln in Hamm gegen die SGW Brambauer antreten. Dummerweise hatten die Kölner ihre blauen Auswärts-Badekappen vergessen. Die sind vorgeschrieben. Brambauer versicherte: Ersatzkappen? Zur Leihe? Haben wir nicht. Und so sind die Wasserballer aus der Domstadt umsonst nach Hamm gefahren. Das Spiel fiel aus.© Foto: dpa
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Die Spvg Schwerin (7.) hingegen wird spielen und steht beim Tabellenzweiten Eintracht Dorstfeld vor einer schwierigen Aufgabe. Dorstfeld hat zwar 18 seiner 23 Partien gewonnen, kann aber Ligaprimus BW Voerde nicht mehr einholen. Das Endspiel endete mit einem 2:2. Die Victoria Habinghorst reist (8.) zum Saisonkehraus zum TuS Wickede/Ruhr II (10./Hinspiel 3:2). Die Mannschaft von Trainer Harald Sust im Gegensatz zur Vorsaison zufrieden in die Sommerpause gehen. Habinghorst war diesmal zu keiner Zeit im Abstiegssog gefangen.

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