Kapitänin des Post SV bleibt lange Reise erspart, Katharina Kruse führt Roland-Frauen an

Frauentischtennis

Die Tischtennis-Spielerinnen des Post SV sind nach der Gruppeneinteilung für die Saison 2020/21 erleichtert, nicht wie in der Vergangenheit in das Siegerland fahren zu müssen.

Obercastrop

, 10.06.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nicola Schuchardt und der Post SV können sich die ungeliebte Fahrt nach Salchendorf sparen. Der Konkurrent aus dem Siegerland ist einer anderen Verbandsligagruppe zugeteilt.

Nicola Schuchardt und der Post SV können sich die ungeliebte Fahrt nach Salchendorf sparen. Der Konkurrent aus dem Siegerland ist einer anderen Verbandsligagruppe zugeteilt. © Volker Engel

Das Frauen-Tischtennis-Team des Post SV tritt in der kommenden Verbandsliga-Spielzeit 2020/21 gegen insgesamt zehn Teams an. Die Saison eins nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie geht also mit einem Team mehr als zuvor über die Bühne. Voraussichtlich soll der erste Ball im September über das Netz gehen.

Viel wichtiger als die Anzahl der Mannschaften ist den Postlerinnen aber die Zusammensetzung der Liga.

„Alle Ziele sind halbwegs nah“, erklärt PSV-Kapitänin Nicola Schuchardt, „und ganz wichtig: Salchendorf ist nicht dabei.“ Aufsteiger SV Germania Salchendorf ist einer anderen Staffel zugeordnet worden. Die lange Fahrt in das Siegerland bleibt den Obercastroperinnen also erspart. Die weiteren Gegner sind alte Bekannte, mit Ausnahme von TUSEM Essen.

Melanie Meyer hat den Post SV verlassen

Darüber hinaus rechnet die PSV-Kapitänin mit einer außergewöhnlichen Saison. „Das Hygienekonzept ist schon etwas gewöhnungsbedürftig“, so Nicola Schuchardt, „wir warten jetzt erst einmal ab, was im September dann passiert. Unter Auflagen zu spielen, habe ich eigentlich keine Lust.“

Melanie Meyer hat den Post SV in Richtung des FC Schalke 04 verlassen. „Melanie hat schon lange nicht mehr für uns gespielt, war also eigentlich nur noch auf dem Papier bei uns“, so Nicola Schuchardt. Stefanie Flachmann trifft auf ihren Ex-Verein BW Annen. Gleiches gilt fürAnita Voelkel im Duell mit dem TTC Herten.

Roland Rauxels sportlicher Leiter Robin Gude (v.l.n.r.) mit , Nikie Chien, Mia Scharpenberg und Rijetha Sivanenthiran. Die drei Nachwuchsspielerinnen gehören zur ersten Rauxeler Damenmannschaft seit 30 Jahren.

Roland Rauxels sportlicher Leiter Robin Gude (v.l.n.r.) mit , Nikie Chien, Mia Scharpenberg und Rijetha Sivanenthiran. Die drei Nachwuchsspielerinnen gehören zur ersten Rauxeler Damenmannschaft seit 30 Jahren. © Volker Engel

Die DJK Roland Rauxel hält an ihrem Plan fest, erstmals nach 30 Jahren wieder mit einer Frauen-Mannschaft am Liga-Wettbewerb teilzunehmen. Diese startet in der Kreisliga. Nikie Chien, Mia Scharpenberg und Rijetha Sivanenthiran trainieren bereits seit einigen Jahren zusammen in der Halle an der Bahnhofstraße und spielten gemeinsam in verschiedenen Jugend-Teams. Vierte Spielerin und künftige Kapitänin ist Katharina Kruse, die über den Ü35-Frezeitkurs zum Tischtennis fand.

„Für mich ist das die erste Saison überhaupt, ich habe noch nie eine Meisterschaft gespielt“, sagt Katharina Kruse, „unsere jungen Spielerinnen sind da bereits erfahrener. Und die Corona-Pandemie macht es natürlich nicht einfacher. „Dadurch gibt es noch einige Unwägbarkeiten“, so die Roland-Kapitänin, „wir müssen schauen, ob Doppel gespielt werden oder der geplante Starttermin hält.“

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Die als personeller Unterbau geplante Mädchen-Mannschaft wurde indes nicht gemeldet. „In der Bezirksliga liegt das nächste Auswärtsspiel rund 100 Kilometer entfernt“, erklärt Rauxels sportlicher Leiter Robin Gude.

Daher spielen Rauxels Mädchen und Frauen-Ersatzspielerinnen in Jungen-Teams auf Kreis-Ebene mit, wo die Entfernungen überschaubarer sind. Das funktioniert offenbar ganz gut. Das künftige Trio aus Nikie Chien, Mia Scharpenberg und Rijetha Sivanenthiran spielte in der letzten Saison bei Rauxels zweitem Jungen-18-Team.

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