Kein Abstieg: Dank gilt Siegen und vielleicht Eschweiler

CASTROP-RAUXEL Die Bilder glichen sich, die heimischen Kegler waren haargenau dieselben vor ziemlich genau einem Jahr. Die SK Castrop-Rauxel, damals noch unter dem Namen KG Castrop-Rauxel in der 2. Bundesliga Nord, kassierten seinerzeit eine bittere 24:54-Heimklatsche gegen den TSV Salzgitter - der Abstieg in die NRW-Liga war damit besiegelt.

von Von Mirko Kuhn

, 09.03.2009, 12:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Jahr später mussten die Sportkegler aus der Europastadt jetzt wieder auf den eigenen Bahnen die Waffen strecken: mit 4699:4885 (0:3/27:51) gegen SK Meide Hilden. Dass diese Pleite diesmal nicht den Durchmarsch in die Westfalen-Süd-Liga zur Folge hat, ist dabei jedoch kein Verdienst des SK-Sextetts von der Wartburgstraße. Im Gegenteil: der drittletzte Rang in der NRW-Liga ist eigentlich ein Abstiegsplatz.

Der neuerliche Abstieg wurde allein durch eine günstige Konstellation im Tabellenkeller der 2. Bundesliga Nord, von wo der ESV Siegen nicht in die NRW-Liga stürzte, vermieden. Und zur "Sicherheit" sickerte jetzt ein möglicher Rückzug vom Liga-Konkurrenten Eschweiler ein möglicher Rückzug durch. Was dessen Zwangsabstieg bedeuten würde. Wie einst beim TTC Grenzau, der den Europastädtern vor zwei Jahren den Zweitliga-Verbleib ermöglichte.

Insovenz läuft noch

Doch aus der glücklichen Fügung konnte damals kein Kapital geschlagen werden: Es folgte der Abstieg als Tabellenletzter in die NRW-Liga im Folgejahr. Eine brisante Chronologie, deren Wiederholung es in der kommenden Saison eine Liga tiefer zu vermeiden gilt. Kurios dabei ist, dass Eudenbach und Co. dies möglicherweise gar nicht selbst in der Hand haben. Ist doch die Zukunft des Spielbetriebs an der Wartburgstraße im laufenden Insolvenzverfahren der früheren Keglergemeinschaft Castrop-Rauxel weiter fraglich.

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