Kein Wacker-Höhenflug trotz Derbysieg und Tabellenführung

Wacker und Schwerin

Die Bezirksliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop haben am Sonntag doppelten Grund zum Jubeln gehabt. Erst über den 2:1-Derbysieg gegen die Spvg Schwerin - Minuten später über die Tabellenführung. In Schwerin setzen sie dagegen ihre Hoffnung auf den nächsten Spieltag.

CASTROP-RAUXEL

von Von Jürgen Weiß

, 10.10.2011, 15:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerade eingewechselt, schon in der blau-weißen Jubeltraube: Mike Cittrich (links) entschied das Duell mit der Spvg Schwerin durch seinen Treffer zum 2:1-Endstand.

Gerade eingewechselt, schon in der blau-weißen Jubeltraube: Mike Cittrich (links) entschied das Duell mit der Spvg Schwerin durch seinen Treffer zum 2:1-Endstand.

Selbst deren Trainer Jürgen Klahs fand nur ganz schwerlich die passenden Worte. Immerhin sah er den Sieg der Hausherren als verdient an. Klahs: „Die haben zwei Tore gemacht und uns ist nicht viel eingefallen.“ Ein weiteres Plus für die Obercastroper: Bei Ballverlusten waren die Wackeraner immer wieder in der Lage, den Ball weit weg vom eigenen Tor zu halten. Und als dann noch ein Fußball-Traum durch Mike Cittrich wahr wurde, war alles vergessen. Cittrich, gerade eingewechselt, schoss das 2:1. Allerdings: In der Jubeltraube nach dem Spiel wurde nicht der Schütze, sondern Toni Kotziampassis auf Schultern getragen. Ein Symbol dafür, dass es in Essers Truppe stimmt. Immerhin hat „der Toni“, dem in dieser Woche der Ruhegips vom lädierten Fuß entfernt wird, ja noch nicht eine Minute für seinen neuen Verein gespielt. Allerdings war er bei jedem Spiel präsent. Ein Grund, dass seine Kameraden ihn zum Mitjubeln trugen.

Kein Jubel auf Schweriner Seite. Warum auch. Zahlreiche Zuschauer hatten sich vom Schweriner Berg nach Obercastrop aufgemacht. Die Parkplatzsituation rund um die Karlstraße war sehr angespannt. Vielleicht liegt die Erwartung auf dem Berg einfach zu hoch. Es bleibt genug Zeit zur Korrektur: Noch jede Menge Fußballminuten liegen vor den Füßen. „Da kann und wird noch viel passieren“, blieb selbst Trainer Esser im Siegesrausch erstaunlich realistisch. Vielleicht schon am nächsten Sonntag. In dieser Bezirksliga ist alles möglich.

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