Korfball: Adler Rauxel von Platz eins ins Play-Off

CASTROP-RAUXEL Die Korfballer des KV Adler Rauxel gehen als Tabellenerster der Regionalliga in die neu eingeführte Play-Off-Runde um den Meistertitel.

von Von Carsten Loos

, 01.03.2009, 18:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Selmer KV konnte im letzten Rückrunden-Spiel den Titelverteidiger aus der Europastadt nicht mehr vom ersten Platz verdrängen. Der Liga-Zweite musste sich in eigener Halle sogar mit 12:13 (6:4) dem TuS Schildgen geschlagen geben. Der dritte Platz stand für die Rheinländer allerdings schon zuvor fest. Viertes Team in der Meisterrunde ist der HKC Albatros.

"Das war ein recht unwichtiges Spiel", sagte Selms (Spieler-)Trainer Rüdiger Dülfer. Sein Team sei ja im Vorfeld schon "sicherer Zweiter"gewesen. Dülfer: "Dass wir die Korbdifferenz zu Adler noch hätten aufholen können, war zu utopisch," Folglich seien sowohl Selm als auch das vom früheren Adler-Spieler Thomas Kupka trainierte Schildgen nicht in Bestformation angetreten, sagte Dülfer.

Adler Rauxel geht zuversichtlich ins Halbfinale

Im Halbfinale bekommt es nun der Vorjahresmeister Adler Rauxel mit dem Liga-Vierten Albatros zu tun. Im anderen Vergleich der Vorschlussrunde stehen sich erneut Selm und Schildgen gegenüber. Die Halbfinals werden am Sonntag, 22. März, und Sonntag, 29. März, ausgespielt. Albatros und Schildgen haben zunächst "Heimrecht".

Adler-Trainer Stefan Strunk hatte schon vor dem finalen Rückrunden-Spiel damit gerechnet, dass Selm sein Team nicht mehr übertrumpfen könne. Er war da schon auf die Albatrosse als Halbfinal-Gegner eingestellt.

Strunk schaut zuversichtlich dem Vergleich gegen das Henrichenburger Team entgegen. Ein Halbfinale sei zwar eine andere Begegnung als ein normales Ligaspiel, sagte Strunk, er gehe aber davon aus, dass seine Mannschaft beide Halbfinal-Partien gewinnen werde.Hermann und Holtkotte verletzt

"Wir können mit dem Druck sicher besser umgehen", betonte Strunk. Schließlich hätte die Adleraner schon häufig ähnliche Situationen auf internationalem Parkett, etwa beim Europa Cup, erlebt.

Zudem verweist Strunk auf die beiden Siege seines Club in Hin- und Rückrunde der Regionalliga gegen die Albatrosse (20:10 und 18:10). Und außerdem - ihr letztes Rückrunden-Spiel hätten seine Schützlinge vor drei Wochen mit 19:15 beim Liga-Dritten Schildgen gewonnen, sagte Strunk: "Mit unserem Spiel war ich dort voll zufrieden, so stelle ich mir guten Korfball vor."

Die einzigen Knackpunkte für die Strunk-Equipe auf dem Weg ins Endspiel scheinen derzeit Kathrin Hermann und Katharina Holtkotte zu sein: Beide Nationalspielerinnen sind verletzt.

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