Korfball: Ein Meister ohne Freude

CASTROP-RAUXEL Am späten Sonntagabend sollte es dann doch noch eine Meisterfeier geben. Zumindest im kleinen Kreis. Man werde sich noch zusammen setzten, kündigte Trainer Dieter Fernow vom KV Adler Rauxel unspektakulär an. Obwohl seine Mannschaft gerade mit einem 11:5 (8:3) gegen den HKC Albatros den Meistertitel in der höchsten deutschen Korfball-Liga verteidigt hatte.

von Von Carsten Loos

, 27.01.2008, 22:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Henning Schmidt, hier im Luftkampf mit einem "Albatros", durfte nach Spielende den Regionalliga-Titel mit dem KV Adler Rauxel bejubeln. Aber so richtig jubeln wollte keiner.

Henning Schmidt, hier im Luftkampf mit einem "Albatros", durfte nach Spielende den Regionalliga-Titel mit dem KV Adler Rauxel bejubeln. Aber so richtig jubeln wollte keiner.

Die Leistung allerdings reichte, um den Tabellenfünften und zugleich -vorletzten aus Henrichenburg zu dominieren. Schnell lagen die Rauxeler mit 4:0 in Führung. Auch wenn, wie Fernow bemängelte, "wir die zu viel haben werden lassen". Die Albatrosse warfen aber zu ungenau; die Adleraner fingen alle Bälle ab.

Die Leistung allerdings reichte, um den Tabellenfünften und zugleich -vorletzten aus Henrichenburg zu dominieren. Schnell lagen die Rauxeler mit 4:0 in Führung. Auch wenn, wie Fernow bemängelte, "wir die zu viel haben werden lassen". Die Albatrosse warfen aber zu ungenau; die Adleraner fingen alle Bälle ab.

Mit einer 8:3-Führung ging der spätere Meister in die Pause, angetrieben vom vierfachen Korbschützen Martin Schwarze. "Das war eigentlich eine sichere Sache zu diesem Zeitpunkt", erklärte Fernow. Und mahnte seine Spieler dennoch - vor allem vor den Routiniers auf der anderen Seite, die Nationalspieler Gaby Schroll und Christian "Charly" Michels.

Deshalb habe er, im Gegensatz zur Vorwoche, erst in den letzten zehn Minuten, und nur zweimal, ausgewechselt. Schließlich hätte der Spielfluss jederzeit "einen Knick bekommen" können.

Gleich der schnellste auf dem Platz

Immerhin konnte sich so Jan Krüger in den letzten fünf Minuten beweisen. Aus beruflichen Gründen zuletzt kürzer getreten und auch nicht beim Eurocup in Lissabon mit dabei, sei er gleich "der schnellste Mann auf dem Platz" gewesen, sagte Fernow. Um ein Haar hätte Krüger auf diese Weise auch noch einen Durchlauf-Ball verwertet.

Um allen Motivationsproblemen seiner Spieler vorzubeugen, kündigte Fernow nach Spielende auch gleich die Marschrichtung für die restlichen Meisterschaftsspiele gegen den KC Grün-Weiß und beim Selmer KV an. "Wir haben vor Saisonbeginn gesagt, dass wir Meister werden wollen", erinnerte Fernow, "und das auch möglichst ohne Punktverlust."

Und übrigens: Ihren Pokalsieg im KOED-Cup können die "Adler" auch noch wiederholen. Spätestens dann wird wohl eine große Adler-Fete steigen.

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