Kunstrasen in der Glückauf-Kampfbahn beschädigt

Kein Fußballspiel möglich

An ein Fußballspiel ist derzeit in der Ickerner Glückauf-Kampfbahn nicht zu denken. Der Kunstrasenplatz wurde beschädigt, bereits am Wochenende fielen alle Heimspiele aus. Bis die Reparaturen fertig sind, könnten noch einige Tage vergehen.

Ickern

, 13.11.2017, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Platzwart Bernd Weber (l.) und Willi Henseleit, Beisitzer und Trainer der zweiten Seniorenmannschaft, zeigen eine der beschädigten Stellen: Der Ring des Deckels der Bewässerungsanlage des Kunstrasenplatzes wurde mutwillig abgerissen. Es besteht Verletzungsgefahr.

Platzwart Bernd Weber (l.) und Willi Henseleit, Beisitzer und Trainer der zweiten Seniorenmannschaft, zeigen eine der beschädigten Stellen: Der Ring des Deckels der Bewässerungsanlage des Kunstrasenplatzes wurde mutwillig abgerissen. Es besteht Verletzungsgefahr. © Marcel Witte

Als Platzwart Bernd Weber am Samstag den Kunstrasenplatz in der Glückauf-Kampfbahn an der Recklinghauser Straße betrat, sah er, dass zwei Deckel der Bewässerungsanlage zerstört worden waren. Die beiden Deckel befinden sich nahe der 16-Meter-Linie. „Einen Befestigungsring habe ich etwa zwei Meter entfernt von der eigentlichen Stelle gefunden“, so Weber. Der andere Ring, die sogenannte Rasenabdeckung, war nicht mehr auffindbar. Schrauben ragten aus dem Deckel der Bewässerungsanlage – Verletzungsgefahr! Der SC Arminia Ickern und die SF Habinghorst/Dingen, die ihre Heimpartien in der Glückauf-Kampfbahn austragen, mussten am Wochenende ihre Spiele absagen.

Willi Henseleit, Beisitzer sowie Trainer der zweiten Seniorenmannschaft des SC Arminia, ist als Schiedsrichter tätig. „Ein Fußballspiel darf hier niemals angepfiffen werden“, sagte er am Montag.

Bahcecioglu-Team trainierte noch am Freitag

Die Teile müssen in der Zeit zwischen Freitagabend und Samstagmorgen zerstört worden sein. „Wir haben am Freitag bis 21 Uhr auf dem Platz trainiert, da ist uns nichts aufgefallen. Ich denke nicht, dass das jemand war, der hier Fußball spielt. Der schadet sich ja nur selbst“, sagte Ilker Bahcecioglu, Spielertrainer der SF Habinghorst/Dingen in der Fußball-Kreisliga B.

So sieht einer der beschädigten Deckel aus. Er ist mit Schrauben befestigt, die nun einige Zentimeter aus dem Boden herausragen.

So sieht einer der beschädigten Deckel aus. Er ist mit Schrauben befestigt, die nun einige Zentimeter aus dem Boden herausragen. © Marcel Witte

Doch wer war es dann? Platzwart Bernd Weber hat zumindest eine Vermutung: „Auf der Anlage sind offenbar nachts Personen unterwegs. Vor knapp fünf, sechs Wochen habe ich hier einige zerbrochene Wodka-Flaschen auf der Tribüne entdeckt“, erklärte Weber. Auch hätten plötzlich morgens Tore auf dem Platz gestanden, die eigentlich abends an der Umrandung festgekettet werden. Weber vermutet, dass sich die Personen Zutritt verschafft haben, indem sie über einen der Zäune geklettert sind, die rings um die Anlage verlaufen.

Noch kein Termin durch zuständige Firma

Und: Bereits vor einem halben Jahr war ein Deckel der Bewässerungsanlage zerstört worden. „Damals konnte die zuständige Firma Aqua Consult aber am nächsten Tag direkt alles reparieren“, so Weber. Das war nun aufgrund des Wochenendes nicht möglich. Wann die Firma aus Münster die Deckel repariert, ist noch fraglich. „Der Kollege, der sich darum kümmert, ist in den kommenden Tagen bereits terminlich eingebunden. Vielleicht kann er den Termin in Ickern aber noch dazwischen schieben“, sagte Elisabeth Pöhler von der Firma Aqua Consult auf Anfrage.

Viel Gewalt mussten die Täter wohl nicht aufbringen. „Der Kollege war am Donnerstag vor Ort und hat die Anlage winterfest gemacht. Dabei hat er bereits aufgeschrieben, dass die Befestigung lose ist“, so Pöhler. Dennoch haben die Täter eine Straftat begangen, die von der Stadt Castrop-Rauxel und den Vereinen bei der Polizei zur Anzeige gebracht wurde. Das bestätigte Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi.

Stadt kommt zunächst für Kosten auf

Und wer kommt letztlich für die entstandenen Kosten auf? „Sollte ein Täter ausfindig gemacht werden, versuchen wir, dass dieser uns die Kosten erstattet. Ansonsten muss die Stadt dafür aufkommen“, sagte EUV-Chef Michael Werner am Montag.

An ein Fußballspiel ist in der Glückauf-Kampfbahn vorerst nicht zu denken. Doch die Fußballer müssen nicht komplett auf ihren Kunstrasenplatz verzichten: „In der Mitte des Platzes kann trainiert werden. Wir haben die Trainer angewiesen, ihre Spieler möglichst weit weg von den Stellen zu halten“, erklärte Beisitzer Willi Henseleit am Montag. In der Hoffnung, dass die Stellen so schnell wie möglich repariert sind und am kommenden Wochenende wieder Fußballer über den ganzen Platz spielen können.

Lesen Sie jetzt