Landesliga: Verlass auf einen "alten Hasen"

CASTROP-RAUXEL Es ist vollbracht: Mit zwei Siegen hintereinander hat Fußball-Landesligist Spvg Schwerin den "Fehlstart" zum Auftakt in die Meisterschaftsspiele 2009 beim Heim-1:2 gegen den SV Sodingen vergessen gemacht.

von Von Marc Stommer

, 09.03.2009, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landesliga: Verlass auf einen "alten Hasen"

Die Spvg (weiße Trikots) hatte alles im Griff.

Was sich schon beim überragenden 3:0-Erfolg vor Wochenfrist beim selbst ernannten Titelaspiranten TuS Eving abzeichnete, fand am Sonntag beim 3:2-Sieg am Grafweg gegen die DJK TuS Hordel ihre Fortsetzung: Schwerin ist auf dem besten Weg aus der Gefahrenzone Abstieg.

Allerdings stellte sich die Sache gegen den direkten Tabellennachbarn Hordel doch weit mühsamer dar, als nach dem souveränen Auftritt in Eving zu vermuten war. Was sich im Dortmunder Norden noch als genialer Schachzug erwiesen hatte - Ioannis Tsotoulidis als Libero aufzubieten und Ergin Ersoy ins Mittelfeld zu beordern - verpuffte in seiner Wirkung gegen die Bochumer am Grafweg doch recht schnell.

Offensivabteilung der Spvg Schwerin scheint einen Lauf zu haben Es entstand der Eindruck, als ob das Durchsetzungvermögen des kraftvollen Tsotoulidis im vorderen Bereich doch schmerzlich vermisst wurde. Denn anders als gegen Eving, als Schwerin abwartend auf des Gegners Platz auftreten konnte, war gegen Hordel Initiative gefragt. Da auch Ahmet Caki nicht wie gewohnt Akzente setzen konnte, blieben viele Aktionen schon im Ansatz stecken. Nur gut, dass die Stürmer derzeit einen Lauf zu haben scheinen: Cihangir Sahinli traf im zweiten Spiel zum dritten Mal und auch auf einen "alten Hasen" war diesmal Verlass: Dennis Hasecke stellte per Doppelpack den Sieg sicher, nachdem er in Eving noch "nur" als Vorbereiter geglänzt hatte.

Wie wichtig der Sieg war, macht der Blick in die Tabelle deutlich: Schwerin hat bei zwei Spielen mehr gegenüber Phönix Eving, die auf dem ersten Abstiegsplatz stehen, gerade einmal acht Punkte Vorsprung. Bei der Ausgeglichenheit der Liga - zumindest im unteren Tabellenbereich - ist dies alles andere als komfortabel. Ausruhen kann man sich darauf auf keinen Fall. Das weiß auch Schwerins Trainer Helmut Schulz. Der hatte schon vor dem Sodingen-Spiel gesagt: "Wer ganz sicher gehen will, braucht in dieser Saison 40 Punkte."

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