Malte Jakschik – 20 Jahre alt und Europameister

Rudern

Die Erfolgs-Geschichte des Ruderers Malte Jakschik vom RV Rauxel geht unvermindert weiter. Am Sonntag wurde der 20-Jährige bei seinem Debüt im legendären Deutschland-Achter auf Anhieb Europameister. Im Interview spricht er über seinen Erfolg.

CASTROP-RAUXEL

04.06.2014, 11:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Malte Jakschik (4.v.l.) und die Besatzung des Deutschland-Achters gewann in Belgrad den EM-Vorlauf und hat sich direkt für das Finale am Sonntag qualifiziert.

Malte Jakschik (4.v.l.) und die Besatzung des Deutschland-Achters gewann in Belgrad den EM-Vorlauf und hat sich direkt für das Finale am Sonntag qualifiziert.

Wie fühlt es sich an, in einem wichtigen Rennen wie der Europameisterschaft im Deutschland-Achter zu sitzen? Jakschik: Ich habe mich gefreut über die Chance, mit dabei zu sein. Dass das dann so ausgeht mit Gold, hat mich natürlich noch mehr gefreut.War es Ihr Ziel, in diesem Jahr den Sprung in den Deutschland-Achter zu schaffen? Ich habe das nach dem erfolgreichen Frühjahrstest gehofft. Ich bin ja mit meinem Partner Maximilian Reinelt damals bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften Zweiter im Zweier geworden. Und der Bundestrainer hat den Achter nach diesen Ergebnissen zusammen gestellt. Als wir dann neulich in Duisburg zusammen gefahren sind, war klar, dass wir bis zu den Europameisterschaften zusammen bleiben.

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Wie sehr hat ihnen ihr Zweier- und Trainingspartner Maximilian Reinelt dabei geholfen? Er ist ja Achter-Olympiasieger von London. Sehr viel. Unser Zweier läuft, und Maximilian ist sehr erfahren. Er hat mir den Winter über immer wieder geholfen und mich unterstützt.Erst 20 Jahre alt und schon Europameister im Achter. Was geht Ihnen da durch den Kopf? Über mein junges Alter habe ich überhaupt nicht nachgedacht. Vor der Saison war es mein Ziel, im Achter Fuß zu fassen.Drei Neulinge sitzen im Achter, Sie und die beiden anderen jungen Ruderer aus dem Vierer ohne Steuermann, der letztes Jahr auf Anhieb EM-Bronze gewonen hat. Sehen Sie sich als Platzhalter für die erfahrenen Ruderer aus dem Olympiasieger-Boot? Nein, wir würden schon gerne die ganze Saison im Achter bestreiten. Es wird aber noch eine zweite Kleinboot-Überprüfung geben, nach dem zweiten Weltcup in Frankreich. Die fahre ich wieder mit Maximilian. Und zum Weltcup in Luzern startet dann normalerweise der Achter, wie er bei den Weltmeisterschaften fahren soll.Der Bundestrainer hat noch für dieses Jahr den Mitgliedern aus dem Achter-Kader Zeit gegeben, sich um das Studium zu kümmern. Wie läuft es bei Ihnen? Ich versuche, beides zu schaffen. Natürlich hat man nach einer Regatta wie der EM erstmal weniger Lust auf Uni. Aber manchmal ist die Uni auch eine gute Abwechslung zum Training. Und im Moment läuft es auch an der Uni; ich liege voll in der Regelstudienzeit.

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