Profifußballer Marc Kruska machte einen Gegenspieler glücklich - aber nicht auf dem Platz. Ein Kreisliga-B-Fußballer wechselt sich selbst ein. Unsere Geschichten aus dem Sport.

Castrop-Rauxel

, 24.09.2018, 13:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Theo Schürhoff, Urgestein des SV Wacker Obercastrop mit jahrzehntelanger Vorstands-Tätigkeit, wunderte sich vor dem Landesliga-Spiel gegen den FC Hilbeck wie viele andere erstaunte Gäste im Vereinsheim auch über das 0:4-Zwischen-Ergebnis des Hamburger SV gegen Jahn Regensburg in der 2. Bundesliga. Das Spiel flimmerte über den Fernseher in die Wacker-Runde hinein. Zu diesem Zeitpunkt wusste aber noch niemand der illustren Runde um beispielsweise auch Helmut „Papa“ Blanke, dass ein 0:4-Zwischenstand später auch die Obercastroper Seelen belasten würde.

Marc Kruska, aus Rauxel stammender Fußball-Profi in Diensten des Luxemburg-Meister F91 Düdelingen, machte am vergangenen Freitag einen Gegenspieler glücklich. Kruska war bei einem Radio-Interview Gast beim Sender RTL zu hören. Moderator Franky Hippert verloste dabei ein Trikot des Castrop-Rauxelers. Gewinner war ein Kicker von UNA Strassen. Genau gegen diesen spielte Kruska mit Düdelingen am Sonntag zuvor – und hatte mit 2:0 die Nase vorn.

Christian Chroscinski, Vorsitzender der Tischtennisspieler der DJK Roland Rauxel, geriet vor einer Woche während der Kreismeisterschaften in Dortmund-Wickede in Extase. Er schrieb in seinen Bericht zum Turnier: „Ein besonderes Bild ergab sich kurz nachdem die Roländer Jugendkombo die Halle der Kreismeisterschaften betreten hatte. Wo man auch hinschaute, fast an jedem Tisch spielten Roländer in unseren neuen Vereinstrikots! Sagenhaft!“

Marc Kruska macht einen Gegenspieler glücklich

Strahlende Augen hatte vermutlich Christian Chroscinski am Wochenende. Denn bei den Kreismeisterschaften sah er viele Nachwuchskräfte in den Rauxeler Trikots spielen. © Volker Engel

Christian Pöther, Bundesliga-Billardspieler des ABC Merklinde, hat nach eigener Aussage „seit ewigen Zeiten“ einen Auftakt in der Eliteliga verpasst. Diesmal ist es passiert. Als er seinen Familienurlaub plante, waren die Spielpläne noch nicht heraus. Und weil er glaubte, dass in der Bel-Etage der technischen Disziplinen die Liga wie gewohnt Anfang Oktober beginnt, hatte er den Urlaub Anfang des Jahres darauf ausgerichtet. Der Startschuss war aber am 22. September und da weilte Pöther noch in der Türkei. Von dort auf einer Liege am Hotel-Pool teilte er immerhin dem Reporter dieser Zeitung die Mannschafts-Aufstellung per Telefon mit.

Nils Scheidle, Spieler beim Fußball-B-Ligisten Victoria Habinghorst, übernahm im Stadtderby bei der SG Castrop II bei seiner Einwechslung kurzfristig die Trainerrolle. Der Grund hierfür: Der eigentliche Victoria-Coach Danny Jordan wurde kurz vorher wegen eines Disputs mit seinem Trainerkollegen der SG Castrop, Andreas Lauer, hinter die Bande geschickt. Als Scheidle eingewechselt werden sollte, übernahm er in alter Günter-Netzer-Manier die Kommunikation mit dem Schiedsrichter mit den Worten „Herr Schiedsrichter, ich möchte gerne wechseln“ deshalb dann kurzerhand selbst.

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