Marc Kruska steht in Frohlinde allein auf weiter Flur

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Das Training des FC Frohlinde fällt flach, weil die Kicker Musik hören wollen. Korfballer gehen auf Schnitzeljagd. Ein Merklinder wird zum Schnäppchen-Jäger. Unsere Sportgeschichten.

Castrop-Rauxel

, 22.07.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marc Kruska, aus Rauxel stammender Ex-Fußball-Profi (u.a. Borussia Dortmund), erzählte am Freitagabend davon, dass er sich bei seinem neuen Verein FC Frohlinde wieder abmelden wolle. Das sagte er aber nur im Scherz. Mit dem Satz wollte er nur von einem kleinen Ärger berichten, den er zuvor hatte. Denn das Training an der Brandheide fiel kurzfristig aus. Der Grund: Einige FCF-Kicker hatten sich zum Parookaville-Musikfestival (elektronischen Tanzmusik) nach Weeze (Kreis Kleve) aufgemacht. Von seinem Coach Stefan Hoffmann bekam Kruska die Hausaufgabe, eine Laufeinheit zu absolvieren. Dafür wählte der Castrop-Rauxeler eine Strecke in Waltrop aus.


Patrick Fernow, vom KV Adler Rauxel stammender Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft, hatte am Sonntagmorgen für seine Schützlinge quasi ein Kinderspiel zum Zeitvertreib vor dem Testspiel gegen den HKC Albatros (Regionalliga) parat. „Wir haben eine Schnitzeljagd mit 6,8 Kilometer Wegstrecke veranstaltet“, berichtete Fernow. Dabei wurden Teams mit jeweils zwei Lokalmatadoren, die sich vor Ort gut auskennen, gebildet. Patrick Fernow: „Ansonsten hätten sich die Spieler aus dem Rheinland ja komplett verirrt.“ Der Schweriner Hammerkopfturm, die Sonnenuhr auf der Halde das Rennbahngelände waren einige Wegpunkte bei dem Spiel. Die Sieger, die die Zählspiele und Rätsel am Besten meisterten, bekamen als Preis ein „Marmeladenglas für die schönen Dinge des Lebens“ (Fernow) überreicht. Dort können sie Zettel mit ihren Wünschen reinwerfen, so ihr Coach. Ein Sieg gegen Albatros stand offenbar auf keinem Zettel. Das Duell in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule verlor die U21 nämlich mit 25:29 verloren.

Marc Kruska steht in Frohlinde allein auf weiter Flur

© David Döring


Martin Broll, Sportlicher Leiter des SuS Merklinde, war am Wochenende nach eigener Aussage als „Schnäppchen-Jäger“ unterwegs. Einen preiswerten Neuzugang für den Kader konnte er nicht mehr angeln. Vielmehr machte er sich als Einkäufer bei vier Discountern in Dortmund und Castrop-Rauxel um die Versorgung seiner Kreisliga-A-Kicker bei ihrem Trainingslager verdient. So besorgte Broll zum Beispiel 40 Liter Saft für die Verpflegung, die unter anderem bei einem Nudelessen draufgingen.


Willi Henseleit, ehemaliger Torwart bei mehreren Catsrop-Rauxeler Vereinen, konnten zweien seiner Ex-Clubs am Sonntag auf einen Schlag helfen. Denn zum Testspiel des SC Arminia Ickern II gegen Victoria Habinghorst II (beide Kreisliga C) erschien kein Schiedsrichter. Willi Henseleit griff kurzerhand zur Pfeife. Die Partie endete mit einem 6:3 (3:1) für Habinghorst II, wobei Henseleit zwei Gelbe Karten an Ickerner verteilte. Anschließend konnte der Referee die fußballerischen Künste seines Sohnes Thomas Henseleit begutachten. Dieser spielt für Ickern I und verlor mit seinem Team mit 3:5 (0:4) gegen Amacspor Dahlhausen aus Bochum.

Marc Kruska steht in Frohlinde allein auf weiter Flur

© Jens Lukas


Jochen Schittkowski, Teammanager der deutschen Korfball-Nationalmannschaft, notierte in der Wettkampfleitung während des Länderspiels gegen Surinam (Südamerika) bei der 24:26-Niederlage alle Korbtreffer feinsäuberlich in seinem Notizbuch. Lediglich beim Treffer von Kapitän Dominic Düring (SG Pegasus) zur 17:15-Führung war Schittkowski in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule im wahrsten Sinne des Wortes „nicht auf der Höhe“ – und verpasste den Korb. Der Funktionär musste in diesem Moment nämlich unter dem Tisch eine Kabelverbindung für die Anzeigetafel reparieren. Die Reporter dieser Zeitung halfen ihm anschließend beim Nachtragen im Buch sowie der Aktualisierung der Anzeigetafel, die er durch einen PC-Monitor für die beiden Teams installiert hatte.


Carsten Ruhm, Billardspieler des ABC Merklinde, hat ins Rollen gebracht, im Verein nach vielen Jahren wieder eine Club-Meisterschaft an den kleinen Billardtischen im Dreiband auszutragen. Die Idee ist: Das Turnier im Vorgabemodus zu veranstalten, so dass alle Spieler, von der Bundesliga bis hin zur Kreisklasse die gleichen Chancen haben, am Ende vorne mitmischen zu können. Das Turnier findet am 2. August statt, Meldeschluss ist der 26. Juli 2019 um 18 Uhr. Pressewart Rainer Stecken schrieb dazu: „Carstens Idee haben wir kurzfristig umgesetzt, jetzt wäre es schön, wenn jeder im Sinne der Geselligkeit ein bisschen mehr Zeit als sonst mitbringt.“

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