Nach Trennung von Spvg Schwerin: Marco Taschke hat einen neuen Job in der Westfalenliga

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Mitte September ist er als Trainer überraschend bei Bezirksligist Spvg Schwerin aus privaten Gründen ausgestiegen. Mitte Oktober ist er bei einem Westfalenligisten eingestiegen.

Castrop-Rauxel

, 25.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das ging schnell. Die Fußball-Auszeit von Trainer Marco Taschke, dem ehemaligen Trainerkollegen von Dennis Hasecke bei der Spvg Schwerin, währte nur kurz. Er kehrte zu einem Verein zurück, bei dem er schon einmal war.

Im Duo mit Martin Backwinkler

Taschkes neues Team ist die U17 des VfB Waltrop in der Westfalenliga. Mit Martin Backwinkler bildet Taschke dort das neue Trainerduo. In diesen hohen Junioren-Ligen brauchen Trainer eine DFB-Elite-Jugend-Lizenz. Die Taschke nicht hat, Backwinkler aber schon. „Beim VfB Waltrop ist es Tradition, dass höherklassige Jugend-Mannschaften von einem Trainerteam geführt werden“, so Taschke. Kollege Backwinkler trainiert beim VfB zusätzlich die U16 (Landesliga-Zweiter).

„Unser Ziel ist es, die U17 in der Westfalenliga zu halten. Das wird ein Blance-Akt, der aber gelingen muss. Zumal die von Oliver Naumann trainierte U15 in der Regionalliga spielt. Für diese Jungs es wichtig, dass die U17 in der Westfalenliga bleibt“, sagt Taschke, der nun auf knackige Gegner wie die U16-Mannschaften der Bundesligisten Borussia Dortmund, Schalke 04 und VfL Bochum trifft. Auf ihn kommen aber auch weitere Fahrten nach Siegen, Iserlohn, Münster und Gievenbeck (Münster) zu.

Zusammen mit dem ehemaligen Schweriner Nachwuchs-Trainer Martin Backwinkler (l) betreut Marco Taschke nunmehr die U17-Junioren des VfB Waltrop in der Westfalenliga-

Zusammen mit dem ehemaligen Schweriner Nachwuchs-Trainer Martin Backwinkler (l) betreut Marco Taschke nunmehr die U17-Junioren des VfB Waltrop in der Westfalenliga- © Hermann Klingsieck

Das Angebot, beim VfB Waltrop die U17 zu übernehmen, kam von Taschkes altem Freund Naumann. „Oliver war schneller als zwei Vereine aus dem Seniorenbereich. Beim VfB habe ich sofort zugesagt, weil das eine sehr interessante Aufgabe ist“, so Taschke, der vor Jahren schon mit Naumann beim VfB Waltrop die U15 und dem TSV Marl-Hüls die B-Jugend trainiert hatte. „Diese Verbindung zwischen uns ist nie abgerissen.“

Am 14. Oktober war Marco Taschke erstmals beim U17-Training, beim 1:1 im Testspiel gegen ETB SW Essen stand er wenig später an der Seitenlinie, wie auch jetzt im Test beim Bezirksliga-Ersten Westfalia Herne (4:2). Taschke sagte danach: „Auf uns wartet noch viel Arbeit.“ Das erste Spiel um Punkte steigt am Samstag, 31. Oktober, um 17 Uhr daheim gegen die SF Siegen.

Nach zwei Unentschieden und vier Niederlagen zog der VfB Waltrop die Reißleine bei Julian Kaliczok und seinen beiden Co-Trainern. „In beiderseitigem Einvernehmen“, wie VfB-Jugendleiter Thomas Breimann erklärt. Kurz drauf schlug die Stunde für das Trainerduo Taschke/Backwinkler.

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Überhaupt: Trainer aus Castrop-Rauxel sind gefragt beim Waltroper Jugendvorstand. Neben Backwinkler (führte einst die A- und B-Junioren der Spvg Schwerin bis in die Westfalenliga) und Taschke, sind noch Timo Muth, Michael Henseleit, Rolf Woelk und Nassir Tamouh dort als Trainer aktiv.

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„In unserer U17 spielen auch einige Talente aus Castrop-Rauxel. In einer Spielklasse wie der Westfalenliga ist es ganz normal, dass die Spieler nicht nur aus Waltrop kommen können. Einer von unseren Jungs reist sogar aus Fröndenberg im Kreis Unna an“, erklärt Taschke.

Marco Taschke (l) sitzt jetzt als Coach bei den U17-Junioren des VfB Waltrop auf der Bank.

Marco Taschke (l) sitzt jetzt als Coach bei den U17-Junioren des VfB Waltrop auf der Bank. © Hermann Klingsieck

Vor Taschkes Einstieg beim VfB Waltrop gab es fünf Jahre lang das Trainerduo Dennis Hasecke und Marco Taschke, die quasi wie eineiige Zwillingen zusammen gearbeitet haben. Der eine wurde nur selten ohne den anderen gesehen.

Beide führten die SG Castrop im Jahr 2017 mit 17 Punkten Vorsprung als Kreisliga-A-Meister in die Bezirksliga. Zudem feierten sie mit der SG den Stadtmeistertitel in der Halle. Zur Saison 2018/2019 folgte der Wechsel zum Bezirksliga-Rivalen Spvg Schwerin. Auch dort passte bis zum September 2020 kein Blatt Papier zwischen das Duo Hasecke/Taschke.

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Umso mehr überraschte der Ausstieg. „Es gibt keinen Ärger zwischen Dennis und mir. Ich muss mich aber erst einmal um Dinge im privaten Bereich kümmern“, erklärte Taschke damals. Irgendwann wieder im Fußball zu arbeiten, sei jedoch eine klare Option. Dass der Schwerin-Ausstieg nicht auf Ärger basierte, zeigte sich zuletzt offenkundig im Topspiel gegen den FC Nordkirchen (1:1), als Hasecke und Taschke sich eine Viertelstunde vor dem Anstoß auf dem Kunstrasenplatz länger unterhielten und miteinander flachsten.

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