Merklinde, Obercastrop und Schwerin holen einen Punkt - Habinghorst feiert Erfolg

Die Castrop-Rauxeler Klubs

SuS Merklinde hat beim SC Dorstfeld ein 1:1 erreicht. Der VfB Habinghorst kam zu Hause gegen den FC Erkenschwick zu einem 2:1-Erfolg. Obercastrop holte in Lütgendortmund ein 2:2-Unentschieden. Ebenfalls 2:2 spielte Schwerin beim Primus BSV Schüren.

CASTROP-RAUXEL

von Von Jürgen Weiß und Jörg Laumann

, 30.10.2011, 17:48 Uhr / Lesedauer: 4 min
Merklinde, Obercastrop und Schwerin holen einen Punkt - Habinghorst feiert Erfolg

Kulina, Gaida, Ott, Kresic, Durmis, Baukrowicz (90. Kirac)., Schnittka, Jakob, Willenberg, Gruszka, Karweina (63. Budde),

0:1 (39.) Jakob, 1:1 (90.).

Dorstfeld, wiederholtes Foul (79.).

Der VfB Habinghorst hat seine Torflaute in der Fußball-Bezirksliga beendet und einen wichtigen Erfolg erzielt. Gegen den FC Erkenschwick setzte sich das Team von Trainer Daniel Kuhn mit 2:1 (0:0) durch. Im ersten Durchgang waren die Habinghorster, die erneut auf die verletzten Offensivkräfte Patrick Podwysocki und Daniel Kristler verzichten mussten, zwar die spielbestimmende Mannschaft, konnten jedoch aus ihren Tormöglichkeiten kein Kapital schlagen. Die Gäste zeigten nach dem Seitenwechsel, wie man es besser macht: Der ehemalige Habinghorster Sebastian Purchla brachte Erkenschwick in der 55. Minute in Führung. Die Wende zu Gunsten der Platzherren leitete ein weiterer Akteur, der früher einmal das Trikot des VfB getragen hatte: Erkenschwicks Abwehrspieler Daniel Pape ging im Strafraum zu ungeschickt mit dem Arm zum Ball und verursachte in der 58. Minute einen Handelfmeter, den Habinghorsts Kapitän Björn Schmidt zum 1:1 verwandelte. Nun war der VfB wieder am Drücker und agierte vor dem Tor effektiver als noch im ersten Durchgang. In der 66. Minute fiel der entscheidende Treffer, den Daniel Seil mit einem wuchtigen Kopfball nach Vorarbeit von Dennis Both markierte.

Schultz, Wagener, Turowski, Mesic, Schmidt, Maluski, Bäuml (90. Hahn), Daysoy, Seil, Nährig, G. Mavridis (10. Both/72. Spruch).

0:1 (55.), 1:1 (58./HE) Schmidt, 2:1 (66.) Seil.

Der SV Wacker Obercastrop hat den Sprung an die Tabellenspitze in der Fußball-Bezirksliga 15 verpasst. Bei der SG Lütgendortmund mussten sich die Schützlinge von Trainer Uwe Esser mit einem 2:2 (0:1) begnügen. Da der Spitzenreiter BSV Schüren bei der Spvg Schwerin nur einen Punkt holte, wäre Wacker mit einem Sieg in Lütgendortmund auf Platz eins vorgerückt. Bis zur 90. Minute führten die Obercastroper auch noch mit 2:1, ehe der Schiedsrichter einen Foulelfmeter zu Gunsten der Gastgeber verhängte. Diesen verwandelte Lütgendortmund zum Ausgleich. Davor waren die Gäste aus Obercastrop über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft gewesen. Allerdings gingen zunächst die Lütgendortmunder in Führung (37.). Nach der Pause drehten Christof Luka (57.) und Myron Dretakis (83.) mit einem direkt verwandelten Freistoß zunächst die Partie, ehe es zur besagten Strafstoßsituation kam. In der achtminütigen Nachspielzeit warf Wacker noch einmal alles nach vorne und drängte auf den Siegtreffer. Ein Freistoß von Luka hätte beinahe noch zum Erfolg geführt, ein Lütgendortmunder Abwehrspieler klärte jedoch auf der Linie per Kopf.   

Lindner, D. Firch (59. Backes), T. Firch, A. Pape (86. Nielsen), B. Fritsch, R. Schmieja, Dretakis, Luka, Sahinli, Cakir, Cittrich (74. J. Fritsch).

1:0 (37.), 1:1 (57.) Luka, 1:2 (83.) Dretakis, 2:2 (90./FE).

Spitzenspiel ohne Sieger: Nach dem 2:2 gegen den Spitzenreiter BSV Schüren versäumten es die Fußballer der Spvg Schwerin (4.), ganz nahe an die Spitze der Bezirksliga aufzurücken. Die Gäste wirkten abgeklärter und nutzten den ersten Fehler zur 1:0-Führung. Keeper André Dante trieb einen Abstoß genau in die Beine eines Gegners. Die machten ganz schnell. Taner Dogan, der beste Akteur der Gäste, spielte einen Steilpass: 0:1 (15.). Schwerin geschockt. Dann wurde es besser und es folgten selten gesehene verrückte Minuten. Die Platzherren pochten auf ihre Hausmacht. Marc Olschewski spielt Peter Elbers frei, dessen Schuss aber in letzter Instanz abgeblockt wurde. Nach einem Treffer roch es auch, als der quirlige David Queder den Torabschluss suchte. Das Leder schoss ganz knapp am Kasten vorbei. Schwerin im Vorteil? Denkste. Als alles auf den Pausenpfiff wartete, spielten die Gäste noch einen langen Ball. Nico Stockhausen verschätzte sich, Dante besaß beim 0:2 (45.) keine Chance. Und dann passiert das, was sicherlich auch in einem Buch für Fußball-Geschichte Platz finden könnte. Im Gegenzug sorgte Daniel Reuscheck mit einem urkräftigen Schuss aus 20 Metern für den Anschluss. Und man glaubte seinen Augen nicht. Der bis dahin souveräne Tabellenführer aus Dortmund wankte von einer Verlegenheit in die andere. Enver Muzaffer, der zuvor durch theatralische Schreiaktionen auch nach leichteren Foulspielen an ihn auffiel, gelingt das 2:2 (46.) in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Die Pause hatten sich alle verdient. Spieler wie Zuschauer, die diese Dramatik erstmal verkraften mussten. Nach der Pause versuchten die Heimischen gleich, ihren moralischen Vorteil mit einzubringen. Stockhausen (69.) und Elbers (75.) hatten zunächst die besten Chancen auf dem Fuß. Die "Blau-Gelben" am Drücker. Plötzlich musste Dante aufpassen, als er einen Freistoß aus gut 30 Metern zur Seite wegboxte. Dann die Endphase. Als die Sonne hinter der Kirche am Neuroder Platz wie gemalt unterging, erhitzten sich die Gemüter. Elbers war zu eigensinnig und zog sich den Zorn des besser postierten Olschewski zu. Der Siegtreffer dahin.

Dante, Dannemann, Muzaffer, P. Elbers, Olschewski, Queder, Stockhausen, Reuscheck, Kitowski, Hipe, Rybarczyk (90.) Schröder).

0:1 (15.), 0:2 (45.), 1:2 (45.) Reuscheck, 2:2 (45+1.) Muzaffer.

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