Nach dem 1:3 im Derby: Wacker begräbt seinen Titeltraum

CASTROP-RAUXEL Als Uwe Esser ein paar Minuten nach dem Derby gegen Merklinde den Zettel mit den Bezirksliga-Ergebnissen in die Hand gedrückt bekam, kochte der Ärger über die 1:3-Pleite beim Trainer von Wacker Obercastrop wieder hoch. Tabellenführer Brünninghausen hatte beim Remis in Kirchhörde (2:2) gepatzt.

von Von Jan Große-Geldermann

, 30.03.2009, 16:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach dem 1:3 im Derby: Wacker begräbt seinen Titeltraum

Etwa 200 Zuschauer verfolgten das Bezirksliga-Ortsduell.

Mit einem Sieg wäre Wacker bis auf fünf Punkte an die Dortmunder herangerückt, hätte Druck aufgebaut. Dass daraus nicht wurde, lag an einer kompakten und konterstarken Merklinder Mannschaft, aber auch an Wacker selbst. Esser vermisste bei seinen Spielern den letzten Biss. "In einem Derby muss man auch mal an seine Grenzen gehen", sagte Esser, "da reicht es nicht, die aktivere und spielerisch bessere Mannschaft zu sein." Zumal Obercastrop die Torchancen nicht so konsequent nutzte wie in den vergangenen Wochen. Die Niederlage und das Ende der Serie - elf Spiele hatte Wacker zuvor nicht verloren - waren die logische Folge. Die vage Hoffnung auf die Meisterschaft ist dahin.

Noch ungeschlagen: Gute Laune beim SuS Merklinde

Bei den Merklindern war die Laune nach dem Abpfiff deutlich besser. Der Aufsteiger ist im Jahr 2009 in der Liga noch ungeschlagen und hat mittlerweile 17 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Angesichts eines solch komfortablen Polsters ist auch im sonst so vorsichtigen Spielertrainer Toni Kotziampassis die Erkenntnis gereift, dass der Klassenerhalt gesichert ist.

Neue Ziele will Kotziampassis seiner auf Rang sechs vorgerückten Elf aber nicht setzen. "Wir denken von Spiel zu Spiel", sagt Kotziampassis, "vielleicht können wir ja noch ein paar Mannschaften ärgern."

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