Nach der VfB-Niederlage - Beleijew: "Kein Landesliga-Niveau"

CASTROP-RAUXEL Normalerweise stellt Dieter Beleijew, Trainer des Fußball-Landesligisten VfB Habinghorst, immer die positiven Aspekte aus dem Spiel seiner Mannschaft in den Vordergrund seiner Analysen. Nach der unnötigen 1:3-Niederlage bei Kellerkind Eintracht Gelsenkirchen fand der Coach aber deutliche Worte: "Ein Schweinespiel auf einem Schweineplatz."

von Von Marc Stommer

, 16.03.2009, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach der VfB-Niederlage - Beleijew: "Kein Landesliga-Niveau"

Martin Kapitza (blaues Trikot) talentierter Nachwuchsstürmer des Fußball-Landesligisten VfB Habinghorst, fällt auf dem Spielfeld immer wieder durch Unbeherrschtheiten auf.

Beleijew hatte ein Spiel zweier Mannschaften gesehen, "die kein Landesliga-Niveau" erreichten und das eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Das lag zum einen an dem tiefen und weichen Rasenplatz in Gelsenkirchen, der kein vernünftiges Tempo zuließ, aber auch an der Einstellung eines Großteils der Habinghorster Akteure. Beleijew: "Wir haben uns nach der 1:0-Führung unverständlicher Weise im Mittelfeld den Schneid abkaufen lassen und nicht konsequent genug nach hinten gearbeitet." Da wollte er auch den Sturm nicht ausnehmen. "Martin Kapitza hat zu oft lamentiert, statt hinterher zu gehen."

Resultat der schwachen Vorstellung der vorderen Mannschaftsteile: Viel zu viele unnötige Foulspiele, die zu zahlreichen Standardsituationen aus dem Halbfeld führten. "Bei über einem Dutzend Freistößen gegen dich, verlierst du irgendwann ein Kopfballduell", schwante dem Trainer Böses. Das 1:1 bestätigte Beleijews Vorahnungen. "Den Elfmeter hätte ich auch gegeben" Als sich André Pape dann noch zu einem dummen Foul an der Strafraumgrenze hinreißen ließ und der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied (Beleijew: "Den hätte ich auch gegeben."), hatte Gelsenkirchen die Partie endgültig gedreht. "Und das, obwohl die 65 Minuten lang nicht einmal auf unser Tor geschossen haben", monierte der Coach.

Da ist es auch nur ein schwacher Trost, dass alle übrigen direkten Abstiegskonkurrenten des VfB ebenfalls Federn ließen. "Das kann es doch nicht sein, darauf können wir doch nicht immer bauen. Wir könnten schon lange da unten ´raus sein, wenn wir ´mal gegen solche Gegner wie Gelsenkirchen gewinnen würden", regte sich Beleijew auch einen Tag nach der Niederlage noch gehörig auf.Sorgen vor den Nachholspielen "Gott sei Dank" sei nichts passiert, aber ausruhen könne man sich darauf nicht: "Noch haben wir unsere Nachholspiele nicht gewonnen und wer weiß, wie es in vier Wochen personell aussieht, wenn wir unter der Woche spielen müssen." Eines steht mit Sicherheit fest: Mit einem durchaus möglichen Sieg in Gelsenkirchen hätte der VfB beruhigter in die nächsten schweren Wochen gehen können.

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