Nach Saisonabbruch: Der neue Korfball-Meister kommt aus Castrop-Rauxel

Korfball-Regionalliga

Fünf Tage nach dem Abbruch der Korfball-Saison ist nun klar: Der neue Regionalliga-Meister kommt aus Castrop-Rauxel - doch der Ligaauschuss besprach auch eine andere Variante.

Castrop-Rauxel

, 14.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der neue Regionalliga-Meister im Korfball steht fest. Jan Weber-Winkels (r.) überreichte Lea Sander stellvertretend den Meisterpokal für den KV Adler Rauxel.

Der neue Regionalliga-Meister im Korfball steht fest. Jan Weber-Winkels (r.) überreichte Lea Sander stellvertretend den Meisterpokal für den KV Adler Rauxel. © Korfball.de

Die Korfball-Saison 2019/20 wird nicht fortgesetzt. Zunächst wurde sie nur unterbrochen, aber seit dem 8. April ist klar: Die Spielzeit wird abgebrochen. Nun ging es allerdings noch darum, wie die Saison gewertet wird.

Interessant war das für den KV Adler Rauxel als Spitzenreiter, denn der Klub hätte in dieser Saison seine 26. Deutsche Meisterschaft gefeiert. Ärgster Verfolger der Rauxeler war der TuS Schildgen, der nach zehn von zwölf Spieltagen nur einen Punkt hinter dem KV Adler rangierte. Beide Teams hätten letztlich womöglich in einem Play-Off um den Meistertitel gespielt.

Zwei Varianten wurden vom Ligaausschuss diskutiert

Doch nach dem Saisonabbruch war ein Play-Off keine Option mehr. Stattdessen wurden zwei Varianten vom Ligaausschuss Nord-West diskutiert, wie Jan Weber-Winkels, zuständig für das Wettkampf- und Schiedsrichterwesen, erklärte.

Der Ligaausschuss habe zunächst nach rechts und links geschaut, um zu sehen, wie andere Sportarten mit solch einer Situation umgehen. Ebenso informierte sich der Ausschuss im Nachbarland Niederlande über die Entscheidung nach dem Saisonabbruch. Dort wurde das Ergebnis der Hallenrunde nach aktuellem Stand gewertet, die Feld-Saison wird nicht gewertet, da dort lediglich die Hälfte der Saison gespielt wurde.

„Wir hatten am Ende dann zwei Optionen in der engeren Wahl: nur die Hinrunde werten oder die aktuelle Tabelle einfrieren“, so Jan Weber-Winkels. Option eins hätte bedeutet, dass der TuS Schildgen als Hinrunden-Meister am Ende als Regionalliga-Champion festgestanden hätte.

Für den Ligaausschuss sei aber schnell klar gewesen, dass „wir mit der Option ‚aktuelle Tabelle einfrieren‘ am fairsten verfahren würden“. Ein Hauptgrund dafür sei es gewesen, dass die Saison bereits weit fortgeschritten war. Zehn von zwölf Spieltagen waren schon absolviert worden.

Beste Korbjäger gekürt

Auch der Oberliga-Meister steht fest

  • Nicht nur die Tabellenstände der Regionalliga wurden „eingefroren“, sondern auch die Ranglisten der Oberliga sowie der A-Junioren. In der Oberliga steht der TuS Schildgen 2 als Meister fest, in der höchsten Jugendklasse gewinnt ebenfalls Schildgen.
  • Beste Korbjäger in der Regionalliga waren Thorben Hußmann (49 Körbe/SG Pegasus) vor Pascal Demuth (45/Schweriner KC) und David Liepold (39/KV Adler Rauxel) bei den Männern.
  • Bei den Frauen setzte sich Johanna Peuters (38/SG Pegasus) knapp vor Lea Sander (37) und Johanna Treffts (33/beide KV Adler Rauxel) durch.

Mit dieser Entscheidung kommt der neue Regionalliga-Meister aus Castrop-Rauxel: der KV Adler Rauxel. „Auch wenn wir die Meisterschaft gerne im fairen Wettkampf auf dem Platz für uns entschieden hätten, freuen wir uns natürlich riesig - wenn auch derzeit jeder für sich allein zu Hause“, heißt es vonseiten des KV Adler Rauxel auf dessen Homepage.

Eine Frage lässt der Ligaausschuss allerdings derzeit noch offen: Bedeutet das Einfrieren der Tabelle auch gleichzeitig einen Castrop-Rauxeler Abstieg? Der Schweriner KC 2 steht auf dem letzten Tabellenrang, davor rangiert der HKC Albatros.

Über den Auf- und Abstieg solle erst in einem späteren Schritt entschieden werden, da der Bundestagung Korfball, die am 17. Mai online stattfinden soll, Beschlussvorlagen zu Liga-Reformationen vorliegen. Diese können Einfluss auf die Auf- und Abstiegsfragen haben, heißt es auf Korfball.de.

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