Pokal-Krimi zwischen Adler Rauxel und Schweriner KC ist nach Golden Goal nicht beendet

Korfball

Das DTB-Pokal-Achtelfinale zwischen Rauxel und Schwerin ging nicht nur in die Verlängerung. Auch diese Extra-Zeit musste verlängert werden.

Castrop-Rauxel

, 11.02.2020, 14:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pokal-Krimi zwischen Adler Rauxel und Schweriner KC ist nach Golden Goal nicht beendet

Annika Hornig (am Ball) gelang ein wichtiger Treffer im DTB-Pokalspiel zwischen Adler Rauxel und dem Schweriner KC. © Jens Lukas

Spannender kann auch kein Krimi sein. Die Korfballer des KV Adler Rauxel sind durch einen 22:21 (20:20/12:10)-Sieg nach Golden Goal gegen den Regionalliga-Rivalen Schweriner KC in das Viertelfinale des DTB-Pokal-Wettbewerbs eingezogen. Dabei ging das Duell nicht nur in die Verlängerung. Auch diese Extra-Zeit musste nochmals ausgedehnt werden.

Nach dem Ende der regulären Spielzeit hatte es 20:20 gestanden. Mit dem ersten Angriff gingen die Rauxeler mit 21:20 in Führung. Im Zusammenspiel hatten Johanna Treffts und Tim Langhorst einen Strafwurf herausgeholt, den David Liepold verwandeln konnte. War das schon das Golden Goal? Nein, denn nach den Korfball-Regeln, bekommt die zurückliegende Mannschaft noch eine Angriffs-Chance zum Ausgleich. Diese nutzte für Schwerin Anna Schulte per Freiwurf-Treffer zum 21:21.

Golden Goal von Annika Hornig

Danach trafen Adler und SKC bei den folgenden Angriffen jeweils nicht. Anschließend gelang Annika Hornig für Rauxel das 22:21. Das war endgültig das „Golden Goal“. Das Spiel war vorbei.

Adler-Vizekapitän Tim Langhorst sagte: „Das Spiel war die ganze Zeit ausgeglichen, mal mit längerer Führung für uns, mal mit einer Schweriner Führung.“ Zehn Minuten vor dem Ende hatten die Rauxeler gar noch mit zwei Körben im Rückstand gelegen. Langhorst betonte: „Es war letztlich ein Duell, das durch den Willen entschieden wurde.“

SKC-Trainer Kloes: „Fragwürde Entscheidung“

Schwerins Trainer Fabian Kloes meinte: „Die erste Halbzeit lief für uns gar nicht gut. Wir hätten Adler hier viel stärker angreifen müssen.“ Erst in der zweiten Halbzeit sei das Auftreten seiner Schützlinge souverän gewesen, so Kloes. Der Coach urteilte über die entscheidende Spielszene: „Leider haben wir dann durch eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung verloren.“

Der Oberligist HKC Albatros 2 steht nach einem am Ende deutlichen 27:20-Sieg beim Rheinland-Verbandsligisten if Köln im Pokal-Viertelfinale. HKC-Trainer Marc Lüßer urteilte: „Eigentlich waren wir von Anfang bis Ende die bessere Mannschaft. Allerdings haben wir uns ziemlich schwergetan.“ Bei Köln waren laut Büsing nur die Ex-Nationalspieler Fabian Rodenbach (9 Körbe) und Cornelia Büsing die auffällig.

Dennoch glichen die Domstädter nach der Halbzeitpause noch einmal zum 15:15 aus. Lüßer: „Von diesem Zeitpunkt an stimmte bei uns dann die Trefferquote von außen.“ Weshalb sich die Henrichenburger vorentscheidend auf 24:17 absetzen konnten.

Mit Ausnahme von Bastian Casimir (Rückenprobleme) trugen sich alle Albatrosse in die Korbschützenliste ein. Beste Werfer waren Rabea Cramer-Meschede (6) und Jonas Maschewski (4).

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