Rauxeler tippen auf Schalke als Titel-Favoriten

Tischtennis-Landesliga

Wir haben aufgeschrieben, warum Roland Rauxel trotz potentem Personalzuwachs ihre Aufstiegsziele zurückstellen muss. Die Post-Frauen wollen sich nach dem Aufstieg zunächst neu sortieren.

Castrop-Rauxel

, 27.08.2019, 10:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rauxeler tippen auf Schalke als Titel-Favoriten

Daniel Gerhards kommt vom TuS Querenburg zur DJK Roland Rauxel und verstärkt an Position vier das Landesliga-Team in der Saison 2019/20.

Daniel Gerhards ist der neue Mann, in den Reihen der DJK Roland Rauxel. Er ist ein Schwergewicht im Tischtennis, aber kein Garant für einen Aufstieg. In dieser Rolle sieht er sich auch nicht. Als angestellter Verbands-Trainer für das östliche Ruhrgebiet und Ost-Westfalen-Lippe ist der Neue der einzige Rauxeler, der hauptberuflich an der Platte steht.

In Rauxel ist er derzeit nominell die Nummer Vier. Aus „persönlichen Gründen“ hat er den TuS Querenburg verlassen, so Gerhards, „ich habe daher bei Roland nachgefragt, ob ich dort mitspielen kann.“ Das Rauxeler Team scheint ihm sympathisch.

Bei den Roländern kehrt Sportwart Robin Gude als Nummer Eins zurück. Das hat Gründe. Mit Yannick Büns (Handgelenksverletzung, die sich durch die alte Saison zog) und Dennis Dähne (dessen Schulterverletzung sich nun über die kommende Saison ziehen könnte) an der Spitze, hatte Gude vor Jahresfrist den Durchmarsch zur Verbandsliga ausgerufen. Daraus wurde nichts – und wird wohl auch in der neuen Spielzeit nichts.

„Diesmal kein Favorit“

„In dieser Saison sind wir kein Favorit“, so Robin Gude, „auch wenn der FC Schalke nicht in unserer Staffel gelandet wäre, wären wir nicht unbedingt Favorit.“ Roland-Novize Daniel Gerhards sieht das Saisonziel ebenfalls im Mittelfeld. „Selbst wenn ich mich mit den kommenden Gegnern nicht beschäftigt habe, sehe ich Schalke vorne.“ Trotz seiner außerordentlichen Stellung als Trainer, ist er – laut eigener Aussage – als Spieler nie über die Landesliga hinausgekommen.

Schalke, so scheint es, ist das aktuelle Bayern in der Tischtennis-Landesliga-Staffel 5. Da sind sich Gude und Gerhards einig. An der Gelsenkirchener Vormachtstellung werden sie nicht rütteln können - so ihre Prognose.

Youngster Aaron Busemann, zeitweise an Position zwei, muss sich ebenfalls neu einordnen. Mit seinem Bruder Joshua spielt er nun im unteren Paarkreuz. Da die Routiniers im oberen Paarkreuz wohl öfter aussetzen, können sich die Brüder vermutlich weiterhin über Einsätze freuen – oberhalb der nominellen Position.

Rauxeler tippen auf Schalke als Titel-Favoriten

Margarethe Bath ist nun die einsame „Nummer eins“. Die Verbandsliga-Rückkehr wird es ihr kaum leichter machen. © Volker Engel

Zurück in der Verbandsliga

Sich erst einmal behaupten müssen die Tischtennis-Spielerinnen des Post SV, nach der Verbandsliga-Rückkehr. Die letzten, holprigen, Jahre der zuvor erfolgsverwöhnten Postlerinnen zeichneten sich durch einen Wechsel an der Spitze aus. PSV-Kapitänin Nicola Schuchardt und ihre langjährige Mitstreiterin Margarethe Bath wechselten sich in den vergangenen drei Jahren an der Spitze ab, die meiste Zeit stand Bath vorn. Nun geht die PSV-Kapitänin in das untere Paarkreuz, an Position vier.

Margarethe Bath sieht das zwiespältig. „Ja, das könnte nun für mich oben anstrengender werden“, sagt die Nummer Eins, „taktisch ist es aber nicht verkehrt.“ In der dritten Einzelrunde kann dies entscheidend sein, falls der Zwischenstand knapp ist. „Nicola hat die Erfahrung, um auf der Position punktemäßig abzuräumen“, so Bath.

Eine ständige Punkte-Lieferantin will Nicola Schuchardt dort aber gar nicht sein. „Ich habe weniger trainiert, als die anderen. Aufgrund des Punktesystems konnten wir anders aufstellen“, erklärt sie, „auch in dieser Saison, möchte ich etwas kürzer treten, mal schauen, ob das diesmal klappt.“ Trotz sieben Spielerinnen im Kader (vier werden pro Spieltag benötigt), beginnen bereits jetzt die ersten Personal-Rochaden. „Von neun Spielen in der Hinrunde, wollen wir zwei verlegen und unsere Gegner auch schon zwei“, so Nicola Schuchardt mit spitzer Selbst-Ironie, hinsichtlich ihrer Rolle als PSV-Kapitänin, „es geht also wieder eine lustige Termin- und Personalsuche los.“

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