Riesen-Rekord bei der Mini-Meisterschaft

Tischtennis

47 Kinder haben an der Mini-Meisterschaft von Roland Rauxel teilgenommen. Rekord! Zwei von ihnen haben das Spiel mit in die Wiege gelegt bekommen.

Castrop-Rauxel

, 28.01.2019, 20:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Mini-Meisterschaft der DJK Roland Rauxel brach alle Rekorde. 47 Nachwuchs-Tischtennisspieler kamen in die Halle an der Bahnhofstraße. Im bisherigen Rekordjahr 2006 waren es 23, nicht einmal halb so viele.

Die Mini-Meisterschaft der DJK Roland Rauxel brach alle Rekorde. 47 Nachwuchs-Tischtennisspieler kamen in die Halle an der Bahnhofstraße. Im bisherigen Rekordjahr 2006 waren es 23, nicht einmal halb so viele. © Volker Engel

Bei den Mini-Meisterschaften im Tischtennis der DJK Roland Rauxel am Sonntag schafften es die Zwillingsbrüder Ben und Noah Schlegel bis ins U12-Finale. Dort siegte Ben knapp mit 15:14. Die eineiigen Zwillinge sind die Kinder von Tina Schlegel, ehemalige Verbandsligaspielerin des Post SV, und Waldemar Gbiorczyk-Schlegel, der für die Post-Reserve in der Kreisliga antritt. „Wir haben ihnen das Ballgefühl sozusagen in die Wiege gelegt“, sagt Tina Schlegel.

Mit Tennis- und Fußball

Doch mit den kleinen, weißen Plastikbällen hat der Schlegelnachwuchs eigentlich kaum etwas am Hut. Tennis beim RV Rauxel und Fußball beim FC Frohlinde sind ihre favorisierten Sportarten. Der Ausflug an die Tischtennisplatte war ganz spontan. „Ein Schulfreund der beiden spielt bei Roland Rauxel und hat die beiden gefragt, ob sie mitmachen wollen“, so Tina Schlegel, „am Freitag haben wir also die Anmeldung ausgefüllt und am Sonntag gespielt.“

In der Altersklasse U12 siegte Ben Schlegel (l). Im Finale setzte er sich knapp mit 15:14 gegen seinen Zwillingsbruder Noah (r) durch.

In der Altersklasse U12 siegte Ben Schlegel (l). Im Finale setzte er sich knapp mit 15:14 gegen seinen Zwillingsbruder Noah (r) durch.

Ob die Brüder von ihren Eltern trainiert wurden? „Das sind wir bereits am Sonntag ganz oft gefragt worden“, sagt Tina Schlegel lachend, „Nein, wir haben sie nicht trainiert.“

Zum Kreisentscheid im März in Kamen wollen die Brüder noch antreten, dann werden die kleinen weißen Plastikbälle wohl wieder von Filz- und Kunstlederkugeln verdrängt. Oder hätte Tischtennis vielleicht als dritte Sportart eine Chance? „Bloß nicht“, sagt Tina Schlegel, „mit zwei Sportarten sind wir alle ausgelastet.“ Aber welche Sportarten das sind, sei die freie Entscheidung der Zwillinge. Im Urlaub haben sie sich mal an Tennis versucht – und das klappte auf Anhieb gut. „Wir sind oftmals gefragt worden, warum wir unsere Kinder nicht zum Tischtennis gedrängt haben“, so Schlegel, „aber warum sollten wir? Im Sommer ist es auf dem Tennisplatz sicher angenehmer als in der Halle. Das hatten wir als Eltern zur Genüge.“

Roland-Abteilungsleiter Robin Gude schwärmte von der Veranstaltung: „Wir hatten so viele Zuschauer in der Sporthalle, dass wir an allen Wänden Bänke aufgestellt haben, die am Ende auch restlos besetzt waren.“

Zudem erreichte die Veranstaltung einen neuen Teilnehmer-Rekord von 47 Nachwuchsspielern. Der bisherige Rekord von 23 jungen Sportlern aus dem Jahr 2006 wurde somit mehr als verdoppelt. 2006 fanden erstmals die Mini-Meisterschaften an der Bahnhofstraße statt.

Unter den Nachwuchsspielern war damals Robin Gude, der heute Abteilungsleiter und Kapitän der Landesliga-Mannschaft ist.

Als Minis angefangen

Und er ist nicht der einzige, der so in diese Sportart so hineingewachsen ist. „Ich muss unsere Jugendlichen loben, die die Turnierleitung übernommen haben“, erklärt Gude. Nike Chien (14 Jahre alt) Mia Scharpenberg (15) und Joshua Busemann füllten fleißig Spielpläne aus, während der Vorsitzende Christian Chroscinski die Gesamtleitung übernahm. Nike Chien und Mia Scharpenberg kamen einst über die Zwischenstationen Milchcup (Rundlauf-Wettstreit der Schulen) und Mini-Meisterschaften zum Liga-Spielbetrieb im Roland-Trikot.

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