Roland Rauxel hat seine Mitgliederzahl binnen sechs Jahren verdoppelt

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Entgegen dem Trend sinkender Mitgliederzahlen entwickelt sich die DJK Roland Rauxel prächtig. Demnächst geht sogar wieder ein Damen-Team an den Start. Allein der Platz wird langsam eng.

Rauxel

, 29.01.2020, 08:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während andere Vereine stöhnen, ob des Mitgliederschwundes, Mannschaften abmelden müssen und sich sogar mit Existenzsorgen plagen, entwickelt sich der Tischtennisverein DJK Roland Rauxel gegen den allgemeinen Trend. Der Erfolg ist hausgemacht und somit anhaltend, dass sich die Rauxeler inzwischen nach einer zweiten Halle umsehen müssen.

Tiefstand mit 61 Sportlern

2014 erreichten die Mitgliederzahlen an der Bahnhofstraße mit 61 einen Tiefstand. „Eintracht Ickern hatte ein Angebot für ältere Sportler, andere unserer Spieler haben auch ganz aufgehört, so entstand ein Knick“, erklärt der Vereinsvorsitzende Christian Chroscinski, „das hat sich ausgewirkt.“ Daher hätte der Rauxeler Vorstand damals beschlossen, sein Angebot zu verbessern. Dadurch ging es wieder bergauf. 2019 hatte Roland Rauxel mehr als doppelt so viele Mitglieder – und zwar 136.

„Unser Ü35-Programm brachte den Wendepunkt“, so Chroscinski. Das Angebot richtet sich an Hobbysportler und Freizeitspieler, die sich ein wenig fit halten wollen. Inzwischen haben sich auch Menschen Ende 20 der Gruppe angeschlossen.

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35 Kinder beim Training in der kleinen Halle

Auf der anderen Seite sind da die Kinder und Jugendlichen. Bis zu 35 Kinder sind gleichzeitig beim Training. Das führt dazu, dass die Rauxeler bei der Stadtverwaltung um zusätzliche Zeiten in einer zweiten Halle ersuchen müssen. „Wir haben da keine konkrete Halle im Auge, wir sind darauf angewiesen, was die Stadt uns anbieten kann“, sagt Chroscinski, „ich weiß nicht, wann etwas für uns frei wird, aber eine Halle in der wir zwölf Tische aufstellen können, wäre gut.“

Im derzeitigen Domizil, der Turnhalle der Martin-Luther-King-Schule, ist bei neun Tischtennisplatten das Platzkontingent erschöpft. Es steht also auch die Anschaffung neuen Sportgeräts auf dem Plan.

Robin Gude mit dem künftigen Damen-Team: Nikie Chien, Mia Scharpenberg und Rijetha Sivanenthiran. Das erste Mal seit über 30 Jahren wird Roland Rauxel wieder eine Damen-Mannschaft stellen.

Robin Gude mit dem künftigen Damen-Team: Nikie Chien, Mia Scharpenberg und Rijetha Sivanenthiran. Das erste Mal seit über 30 Jahren wird Roland Rauxel wieder eine Damen-Mannschaft stellen. © Volker Engel

Wieder ein Damen-Team nach 30 Jahren


Mehr Trainingsangebote brauchen aber auch mehr Übungsleiter; kürzlich haben fünf weitere Rauxeler die Assistenztrainerlizenz gemacht.

Sportlichen Nachwuchs finden die Rauxeler bei den Mini-Meisterschaften, die seit 2006 stattfinden. Über diesen Weg fand damals auch Robin Gude zum Verein. Inzwischen ist er Kapitän der ersten Mannschaft und kümmert sich um die sportlichen Belange der DJK Roland Rauxel. „In den ersten Jahren hat mich Christian Chroscinski gefördert und viel Freizeit investiert“, sagt der Student, „ohne ihn, wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.“ Robin Gude sieht das Roland-Erfolgsgeheimnis in „bedingungsloser Jugendarbeit“. Er sagt zudem: „Hier engagiert sich jeder mit Herzblut und in derselben Währung wird zurück gezahlt.“ Gemeinsam mit Karo Ali kümmert sich Gude um das Jugendtraining.

Rolands sportliches Aushängeschild ist die Landesliga-Herrenmannschaft, wenn auch deren Aufstiegspläne aus der vergangenen Saison dem Abstiegskampf gewichen sind. Zur Rückrunde treten 18 Teams im Roland-Trikot an. Kürzlich kam ein zweites Mädchen-Team hinzu. Mehr als ein Dutzend junge Sportlerinnen kommen inzwischen zum Training in die Turnhalle.

Robin Gude fing in jungen Jahren bei der DJK Roland Rauxel an. Inzwischen ist er Kapitän der Landesligamannschaft.

Robin Gude fing in jungen Jahren bei der DJK Roland Rauxel an. Inzwischen ist er Kapitän der Landesligamannschaft. © Volker Engel

Zur kommenden Saison 2020/21 wird dann eine Lücke geschlossen, die inzwischen seit über 30 Jahren klafft. Die Rauxeler bekommen wieder eine Damen-Mannschaft. Ende der 1980er Jahre hatten sie zuletzt zwei Frauen-Teams. „Es ist erschreckend, wie viel Zeit da vergangen ist. Eine Weile war es schwierig, Mädchen für Tischtennis zu begeistern“, so Chroscinski.

Noch kein Derby in Sicht

Winkt in naher Zukunft ein Damen-Stadtderby gegen die Obercastroper Postlerinnen um Nicola Schuchardt? Chroscinski: „Von der Verbandsliga werden wir zunächst weit entfernt sein.“

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