Rudern: RVR-Achter landet in London auf Platz 246

CASTROP-RAUXEL Beim größten Achterrennen der Welt, dem "Head of the River Race" in London, konnte sich der Elite-Achter des Rv Rauxel nicht wie gewohnt in Szene setzen und landete nach großem Kampf im Mittelfeld auf Platz 246.

von Ruhr Nachrichten

, 24.03.2009, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rudern: RVR-Achter landet in London auf Platz 246

Der Achter des RV Rauxel, hier bei einem Rennen in Ratzeburg, legte sich auch in London mächtig ins Zeug. Trotzdem reichte es nur zu Platz 246.

Im Herzen der britischen Hauptstadt waren bei frühsommerlichen Temperaturen um 18 Grad und leichtem Schiebewind 420 Achter aus der ganzen Welt am Start. Das Rennen über 4,25 Meilen lockte viele tausend Fans und Schlachtenbummler an die Themse.

1996 war der heimische Achter noch in die Top 10 gefahren. Auch 2006 und 2008 setzte der RVR-Express mit sehr guten Platzierungen (116/117) in dem hochkarätig besetzten Starterfeld Ausrufezeichen. Entsprechend motiviert ging das Team an den Start. Max Pregler, Stefan Teschlade, Jannis Augustin, Guido Dreyer, Jens Jakschik, Berthold Oberkönig, Sebastian Polus, Kai Sporea und Steuermann Ulli Dreier wollten einen Volltreffer landen und unter die ersten 100 Boote kommen.

Zermürbende Positionskämpfe auf der Strecke

Soweit der Plan - doch die Realität sah anders aus: Zunächst lief alles wie am Schnürchen. Die Zwischenzeiten waren gut, das Boot lag im Soll. Als nach der Streckenhälfte bei Hammsmith aber gegnerische Boote aufkamen und dem Achter aus der Europastadt zusetzten, bliesen die Mannen um Schlagmann Max Pregler zum Sturm. Das RVR-Boot ließ sich auf zermürbende Positionskämpfe auf der Strecke ein, gab die eigene Rennstrategie auf und ließ mächtig "Körner".

Irgendwo zwischen Hammersmith und Putney-Bridge versank der Traum der Achter Crew unter die Top 100 zu kommen in den Fluten der Themse. Mit einer Zeit von 19:55,19 Minuten belegte das Schiff von Wartburginsel einen undankbaren 246. Rang und war weit unter Wert geschlagen.

Marcel Hacker im Siegerboot

Gewonnen hat in diesem Jahr übrigens nicht der favorisierte britische National-Achter vom Leander-Club. Ein Boot - die "Great 8" - bestückt mit den besten Skullern der Welt, darunter auch der deutsche Einer-Meister Marcel Hacker, konnte die traditionsreiche Langstreckenregatta in erstklassigen 17:25, 21 Minuten gewinnen und den britischen Vorzeige-Achter auf Platz zwei verweisen.

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