RV Rauxel mit finnischem Konzept

Tennis-Westfalenliga

Unter freiem Himmel gilt für die Tennis-Herren des RV Rauxel (Westfalenliga) das selbe, wie zuletzt unterm Hallendach: Neuaufbau geht vor Klassenverbleib.

CASTROP-RAUXEL

22.03.2012, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
RV Rauxel mit finnischem Konzept

"Generationenwechsel" ist das Stichwort, das Timo Jogwer vom RV Rauxel in diesem Zusammenhang am liebsten benutzt. Schon im Winter war die Mannschaft des RVR eine deutlich jüngere als in den Spielzeiten zuvor. Und war am Ende sieglos aus der Westfalenliga in die Verbandsliga abgestiegen.Mit Sillanpää und Co. Unaufgeregt nahm das der Verein zur Kenntnis, der die Problematik längst erfasst hat. "Wir haben lange über unseren Verhältnissen gespielt", sagt Jogwer und meint, dass über Jahre hinweg Spieler in der Mannschaft standen, die sich der Club eigentlich nicht hätte leisten können, die aber aber auf Finanzielles verzichtet hatten. Jogwer: "Diese Spieler kann man nicht einfach ersetzten, ohne Geld auszugeben."

Und so ist das Konzept hinter dem im Sommer in der Westfalenliga aufschlagenden Team wieder ein frisches. Und zu großen Teilen ein finnisches. Wie schon in der Hallensaison soll Henrik Sillanpää den RV Rauxel unterstützen. Etwa für die Hälfte der Saisonspiele ist er eingeplant. "Klassenerhalt" nicht oberstes Ziel

Dazu kommen, laut Jogwer, vier weitere "junge Finnen", die "punktuell" eingesetzt werden sollen. Konkret will der RVR die Nordeuropäer natürlich in den "wichtigen" Partien aufschlagen lassen. Und das sind für den Club jene, in denen es gegen Konkurrenten im Abstiegskampf geht. Obgleich Jogwer die tatsächliche Wichtigkeit des Ziels "Klassenerhalt" ausdrücklich relativiert: "Wenn es gut läuft, nehmen wir ihn mit", lautet die unbeschwerte Vorgabe. Einschätzen kann der Rauxeler die Konkurrenz ohnehin noch nicht: "Die Liga ist eine Wundertüte". Und sie ist größer als zuvor: Zwei Westfalenliga-Staffeln wurden zu einer zusammengefasst. Acht Meisterschaftsspiele stehen in der am 29. April beginnenden Saison auf dem Terminplan.

Mit Verbandsliga zufrieden Vor Jahresfrist waren es noch fünf. Ein zusätzliches Problem für "kleinere Vereine" wie den RV Rauxel, wie Jogwer anmerkt, schließlich bedeuten mehr Spiele auch mehr Kosten.

Wenn es am Ende also trotz des Grundgerüsts aus Christoph Ambrozy, Ron Hinzmann und Christian Korte, der jungen Unterstützer Richard Voss, Fabian Rönsdorf, David Missbach und Jan Haverbeck, sowie der Schlagkraft aus dem Norden nicht für den Westfalenliga-Verbleib reicht, ist das für den RVR kein Desaster, sondern fast schon logische Konsequenz der eigenen Situation. Jogwer: "Wenn wir ab dem nächsten Jahr eine solide Verbandsliga-Mannschaft stellen, sind wir zufrieden." 

 

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