Schiedsrichter aus Herne und Castrop-Rauxel möchten bald neue Regeln lernen

Fußball

Nicht nur die Fußballer sind durch die Corona-Krise derzeit außer Gefecht gesetzt. Auch die Schiedsrichter können keinen Einsatz. Und ihre regelmäßigen Treffen fallen derzeit aus.

Castrop-Rauxel

, 04.06.2020, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leonidas Exuzidis, Schiedsrichter im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel, und seine Kollegen können derzeit nicht gemeinsam die neuen Regeln lernen.

Leonidas Exuzidis, Schiedsrichter im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel, und seine Kollegen können derzeit nicht gemeinsam die neuen Regeln lernen. © KSA/David Hennig

Im Westen nichts Neues: Die Corona-Pandemie hat den Amateurfußball weiterhin fest im Griff - auch in Castrop-Rauxel. Bis zum 31. August wird es nach jetzigem Stand keine Partien, auch keine Freundschaftsspiele, geben. Daher sind auch die Schiedsrichter des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel „arbeitslos“.

Gregor Werkle, der Vorsitzende des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses (VKSA), musste alle Schulungsabende zur Regelkunde seit Beginn der Corona-Krise absagen - und sagt: „Für den Juni werden wir die Schulungsabende absagen - aufgrund der Empfehlung, die persönlichen Kontakte weiterhin zu begrenzen. Uns liegt die Gesundheit unserer Schiedsrichter-Kollegen schließlich sehr am Herzen.“

Schiedsrichter halten Abstand ein

Obwohl die heimische Fußball-Gilde nicht zum Einsatz kam und auf absehbare Zeit auch nicht kommt, waren ihre Verantwortlichen nicht untätig. Gregor Werkle berichtet: „Wir haben für unsere Schulungsabende ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept entwickelt, das uns erlaubt, ab August auch mit den bestehenden Abstandsregeln die Regelkunde durchzuführen. Ohne die Gefahr, dass die Schulungen zu einem Superspreader-Event werden.“

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Weitere Informationen dazu möchte Werkle im Juli veröffentlichen - auch in der Hoffnung, dass verschiedene Restriktionen bis dahin aufgeweicht werden. Es wird dabei allerdings Einschränkungen geben. „Wir werden uns darauf einrichten müssen, dass nicht alle Schiedsrichter gleichzeitig in die uns verfügbaren Räumlichkeiten passen“, so Gregor Werkle.

Insbesondere die Kreisgeschäftsstelle an der Schäferstraße in Herne, in der U18- und Förder-Schiedsrichter-Schulungen stattfinden, bietet nur wenige Quadratmeter Platz. Werkle: „Dies bedeutet, dass wir nicht alle Schiedsrichter in jedem Monat schulen können, solange es bei Abstandsregeln bleibt.“ Auch die Dauer der Schulungsabende müsse reduziert werden. Gregor Werkle erklärt: „Gegebenenfalls werden wir in zwei Schichten schulen.“

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Die Schulungen sind wichtig. Denn zur neuen Saison 2020/21 gibt es neue Regeln: Eine Änderung sieht z.B. vor, dass gelbe Karten nicht ins Elfmeterschießen übernommen werden, sodass ein weiteres gelbwürdiges Vergehen mit einem Platzverweis bestraft wird. Das Elfmeterschießen gehört in diesem Sinne nicht mehr zum Spiel. Auch wird ein Strafstoß nicht mehr wiederholt, wenn der Torwart ein ahndungswürdiges Vergehen begangen hat, der Ball aber ohne Eingreifen des Keepers vorbei, drüber oder ans Aluminium geht.

Vorsitzender droht mit Ausschluss bei wilden Freundschaftsspielen

Mit den nächsten Lockerungen der Corona-Schutzverordnung werden wahrscheinlich wieder Freundschaftsspiele möglich sein. Auch dazu hat Gregor Werkle eine Anweisung. Er sagt: „Keiner unserer Schiedsrichter darf inoffizielle Freundschaftsspiele leiten. Mir ist klar, dass allen die Finger jucken und sie Lust darauf haben, ihr Hobby wieder auszuüben. Freundschaftsspiele sind aktuell aber durch die Erlasslage verboten.“ Und Referees, die dabei erwischt werden, eine nicht-offizielle Partie zu leiden, werden von der Liste gestrichen.

Unparteiische, die einen Vereinswechsel vornehmen möchten, können das noch bis Dienstag, 30. Juni, tun. Dazu müssen sie ein Formular, das sich auf der Homepage des Fußballkreises befindet, ausfüllen. Der neue Verein muss dieses an Gregor Werkle über das elektronische DFB-Postfach übermitteln.

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