Schiedsrichter haben sich Regeln für den Corona-Neustart auferlegt

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Der Neustart bei den Fußballspielen während der Corona-Krise sorgt für Freude, aber auch Unsicherheit bei den Schiedsrichtern des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel. Wegen der Pandemie haben sie einiges zu beachten.

Castrop-Rauxel

, 09.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Derzeit bereiten sich die Castrop-Rauxeler Fußball-Clubs auf ihren Restart des Spielbetriebs vor. Auch die Schiedsrichter des heimischen Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel haben sich für die neue Saison 2020/21, die wohl mit Corona-Auflagen beginnen wird, gerüstet.

„Es ist schön, dass jetzt Freundschaftsspiele wieder möglich sind. Natürlich unter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen, aber 90 Minuten, elf gegen elf, ist wieder drin“, sagte Gregor Werkle gegenüber der WAZ in Herne. Der Vorsitzende des Kreis-Schiedsrichterausschusses (KSA) hat seinen Schiedsrichter-Kameraden dafür eine Reihe von Hinweisen mit auf den Weg gegeben.

Kein Einsatz mit Erkältungssymptomen

Die Vereine sind angehalten, mit den für ihre Testspiele angesetzten Schiedsrichter im Vorfeld der Partie Kontakt aufzunehmen, wenn es um die Hygienemaßnahmen geht, die auch die Schiedsrichter betreffen. Wie eta in der Schiedsrichterumkleidekabine. Zudem hat der Kreis Herne/Castrop-Rauxel den Referees untersagt, Spiele zu pfeifen, wenn auch nur die kleinsten Erkältungssymptome bei ihnen im Anflug sind. „Einige wenige Referees haben mir ebenfalls bereits signalisiert, dass sie wegen der Pandemie derzeit keine Fußballspiele pfeifen wollen. Dies betrifft aber vor allem ältere Kollegen“, erklärt Gregor Werkle.

Der Castrop-Rauxeler Leonidas Exuzidis ist im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel für die Öffentlichkeitsarbeit der Schiedsrichter zuständig.

Der Castrop-Rauxeler Leonidas Exuzidis ist im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel für die Öffentlichkeitsarbeit der Schiedsrichter zuständig. © FLVW-Kreis Herne/Castrop-Rauxel

Gespräche nur mit Abstand

Abstand halten bei Gesprächen, kein Handschlag und getrennt das Spielfeld betreten. Dies sind nur drei jener Dinge, die der Castrop-Rauxeler Leonidas Exuzidis nennt, auf die Schiedsrichter und Mannschaften in der Saisonvorbereitung achten müssen. Der Referee vom SC Arminia Ickern wird in der kommenden Saison in der Regionalliga pfeifen und ist bei den heimischen Schiedsrichtern für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

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Strafen bei Nicht-Einhaltung des Hygienekonzepts

Exuzidis erklärt auch, was passiert, wenn Clubs sich so verhalten, als ob es die Corona-Pandemie gar nicht gäbe: „Wenn uns ein Schiedsrichter berichtet, dass bei einem Verein alles so lief wie vor dem Saisonabbruch, werden wir eingreifen. Zuerst setzen wir uns mit dem Verein in Verbindung und sprechen darüber. Wenn sich dann nichts ändert, wird für diese Spiele kein Schiedsrichter mehr angesetzt. Wir werden unsere Schiris keiner Gefahr aussetzen“.

Zudem werden Schiedsrichter 14 Tage lang nicht angesetzt, wenn sie aus einem RKI-Risikogebiet (zurzeit u.a. Schweden, Albanien, Türkei) zurückgekehrt sind.

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Vorfreude aber auch Ungewissheit

Werkle und Exuzidis freuen sich, dass es nun wieder losgeht, blicken aber auch mit einer Portion Unsicherheit in die Zukunft. „Ich hoffe, dass wir den Bedarf an Testspielen mit unseren Referees abdecken können, kann es aber noch nicht wirklich einschätzen. Auch für uns ist es eine komplett neue Situation“, ist der KSA-Vorsitzende Gregor Werkle zumindest vorsichtig optimistisch.

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