Schwere Vorrunden-Gegner für deutsches Team

Korfball, U21-EM

Die deutsche Korfball-Nationalmannschaft hat es ziemlich heftig erwischt bei der Auslosung zur U21-Europameisterschaft. Und hat im Nachhinein quasi einen Spion in den eigenen Reihen enttarnt - und zwar im Team von Gastgeber Tschechien.

CASTROP-RAUXEL

05.06.2014, 21:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Detlef Dülfer; Korfball: Deutschland U21 - Schweriner KC, Regionalliga, ASG-Sporthalle. Foto Jens Lukas

Detlef Dülfer; Korfball: Deutschland U21 - Schweriner KC, Regionalliga, ASG-Sporthalle. Foto Jens Lukas

Der Trainer der Tschechen "kennt unsere U21-Mannschaft sehr gut", räumte der deutsche Auswahltrainer Detlef Dülfer (HKC Albatros) ein: "Er hat uns als Hospitant auf der Korfball Challenge in Rotterdam begleitet." Der Tscheche habe ihm auch schon gesagt, wie stark seine eigene Mannschaft sei, berichtete Dülfer. Während eines Trainer-Lehrgangs der Internationalen Korfball-Förderation, den beide Übungsleiter absolviert haben. Doppelt unglücklich also, dass nun ausgerechnet die Tschechen gemeinsam mit Deutschland in eine Vorrundengruppe gerutscht sind."Bärenstarke" Engländer Ohnehin musste Dülfer erst einmal tief durchatmen, als er unlängst von der Einteilung der Vorrundengruppen bei dem Kontinental-Turnier erfuhr, das vom 6. bis 12. Juli in Olmütz ausgetragen wird. Belgien, England, Polen, Wales und Gastgeber Tschechische Republik sind die Gegner der deutschen Mannschaft in der Vorrunde. "Eine schwere Gruppe, deutlich schwerer als die andere", betonte Dülfer. Das englische Team etwa sei "bärenstark", wenn nicht die Equipe von der britischen Insel am Ende nur aus Studenten gebildet werde, erklärte der deutsche Coach. Polen dürfe man im ersten Spiel nicht unterschätzen, Wales, das erst kürzlich noch als zwölftes Team das EM-Feld komplettiert hat, sei "eine Wundertüte". Belgien ist ohnehin traditionell die Nummer Zwei im Korfball. "Wir tragen noch ein Testspiel (am 15. Juni, Anm.d.Red.) vor der U21-EM gegeneinander aus", sagte Dülfer, "dann wissen wir mehr."

Nach der Auslosung erklärte Dülfer: "Gruppenzweiter zu werden, wird ein wirklich hartes Stück Arbeit sein." Der zweite Platz in der Vorrunde ist allerdings Voraussetzung dafür, dass Dülfers Schützlinge das ausgegebene Ziel erreichen können - eine Medaille. Nur die beiden besten Teams aus den zwei Vorrundengruppen qualifizieren sich für das Halbfinale - und dürfen so zunächst weiter auf Edelmetall hoffen. Allerdings, "Rang fünf ist für uns auch keine Katastrophe", erklärte Dülfer.

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