Schwerin schlägt Obercastrop / Frohlinde mit Remis

Fußball: Bezirksliga

Durch zwei Tore in der Schluss-Viertelstunde hat die Spvg Schwerin (6.) am Sonntag in der Bezirksliga verdient mit 2:1 gegen den SV Wacker Obercastrop (7.) gewonnen. Der FC Frohlinde (5.) spielte auswärts beim Erler SV unentschieden. Der Gegentreffer zum 3:3 fiel dabei erst in der Nachspielzeit.

CASTROP-RAUXEL

, 28.02.2016, 17:43 Uhr / Lesedauer: 3 min
Schwerin (gelb) - Wacker

Schwerin (gelb) - Wacker

Fußball-Bezirksliga 9

Spvg Schwerin - SV Wacker Obercastrop 2:1 (0:1)

Der knappe 1:0-Vorsprung der Gäste durch einen Elfmeter von Niko Kresic aus der 15. Minute brach quasi wie ein Kartenhaus zusammen. Die Schweriner investierten mehr und spielten auch besser. Genauso sah es auch Wacker-Coach Andreas Köhler nach dem Abpfiff: „Die bessere Mannschaft hat gewonnen.“ Schwerins Karsten Quante erwiderte darauf: „Wir haben wirklich gut Fußball gespielt.“

Im Vorfeld war das so nicht zu erwarten. Die Schweriner hatten die 0:1-Niederlage in Huckarde zu verdauen. Die Obercastroper kamen mit der Empfehlung dem Spitzenreiter Langenbochum mit einem 1:1 ein Schnippchen geschlagen zu haben. Von dieser guten Leistung waren kaum Ansätze auf dem Schweriner Berg zu erkennen. Im Gegenteil. Die Hausherren versuchten, gleich von Anfang an Druck zu machen. Mit dem Wind im Rücken wollten sie den Lapsus der Vorwoche schnell ausradieren. Doch die beiden guten Querpässe von den Außenpositionen fanden innen keine Abnehmer. Coach Köhler: „Wir sind noch nicht so richtig wach.“

In die Karten gespielt

Ein eher zufälliges Handspiel im Strafraum spielte den Gästen in die Karten. Daniel Reuscheck sprang die Kugel an den ausgestreckten Arm, Niko Kresic ließ sich beim Elfmeter zum 1:0 (15.) nicht beirren. Am Spielgeschehen änderte sich nichts. Trainer Quante hatte einen Tipp für seine Mannen: „Einmal schütteln, dann geht’s weiter.“ Aber in der ersten Halbzeit passierte nicht mehr viel. Schwerin ging gut mit dem Ball um. Die Obercastroper hauten die Bälle möglichst weit weg. Mit dem starken Nord-Ost-Wind wurden die Kugeln oftmals weit in die „Prärie“ getragen.

Das sah nicht gut aus, schien aber effektiv zu sein. Bis zur 75. Minute, als Schwerins Spielmacher Suri Ucar den Unterschied ausmachte. Seine Spielideen brachten immer mehr Gefahr vor das Tor von Wacker-Torwart David Scholka. Der war machtlos als Angelo Sänger eine Ucar-Vorlage zum 1:1 (75.) einköpfte. Ucar war es dann selbst, der das Spiel nach einer schnellen Stafette mit dem Treffer zum 2:1 (83.) entschied.

TEAMS UND TORE Spvg: Göbel, Horn, Dapi, Geiger, Reuscheck, El Marsi (24. Sänger), Urbanski, (60. Wikczynski), Ucar, Hasecke, Gillner, Kapitza (85. Deric).Wacker: Scholka, Sola, Kresic, Sahinli (72. Meidenbauer), Queder, Zimmermann, Budde, Backes (80. El Moutaouafik), Bothe, Herder (85. Said Süleiman), Pape.Tore: 0:1 (15.) Kresic (Handelfmeter), 1:1 (75.) Sänger, 2:1 (83.) Ucar.

Erler SV - FC Frohlinde 3:3 (1:1)

Die Frohlinder waren quasi mit dem letzten Aufgebot angereist. Das Team von FCF-Spielertrainer Stefan Hoffmann hatte dennoch das Geschehen bis zur 86. Minute mit 3:1 beim Tabellenzwölften scheinbar im Griff. Das täuschte. Arif Secen hatte früh per Elfmeter die Gäste mit 1:0 (18.) nach vorne gebracht. Erstmals muckte dann allerdings Gastgeber-Spieler Sven Jubt auf, der schnell den Ausgleich (26.) herstellte. Jubt sollte später auch noch zum Spielverderber werden.

Die Frohlinder übernahmen nach dem 1:1 wieder die Regie in Gelsenkirchen. Einen feinen Spielzug über die linke Seite durch Vedat Öz und Alexander Sube nutzte Mario Djordic in der 56. Minute zur 2:1-Führung. Alles schien beim Gastspiel beim Team aus dem Tabellenkeller aus Frohlinder Sicht gut zu laufen. Die lange Durststrecke und das Warten auf einen ersten Sieg seit dem 3:1 gegen den SSV Buer (29. November) schien überwunden. Vor allem als Secen mit seinem zweiten Tor zum 3:1 (80.) zehn Minuten vor dem regulären Spielschluss den „Dreier“ scheinbar eintütete.

Keine gute Laune

Dann kam jedoch der große Auftritt von Stürmer Jubt. Co-Trainer Holger Holz: „Plötzlich brachen bei uns alle Dämme.“ Für Coach Hoffmann sah das alles nach einem Spiegelbild der gesamten Saison aus. Schon mehrfach wurden Punkte förmlich in den Schluss-Sekunden verloren. Diesmal schon wieder. Sven Jubt machte mit dem 2:3 (86.) den Anschluss und sorgte in der vierten Minute der Nachspielzeit mit dem 3:3 dafür, dass kein Frohlinder mit einer guten Laune in die Europastadt zurückfuhr.

Es schien doch vorher alles so einfach zu sein. Nach dem 3:1 gab es ganz klare Chancen den „Sack zuzumachen“ wie es Coach Hoffmann erwähnte. Der wollte es dann auch nicht als Entschuldigung gelten lassen, dass eine Vielzahl an Spielern nicht zur Verfügung stand. Hoffmann: „Daran hat es nicht gelegen.“

TEAM UND TORE FCF: Schultz, Schultes (63. Krasniqi), Hoffmann, Obi, Moussa, Djordic, Secen, Sube, Kasprzak, Öz (83. Adrian), Flaczek.Tore: 0:1 (18.) Secen, 1:1 (26.) Jubt, 1:2 (56.) Djordic, 1:3 (80.) Secen, 2:3 (86.) Jubt, 3:3 (90.+4) Jubt.

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