Schwerin sucht das Glück auf Asche - die Vorschauen

Fußball: Bezirksliga 9

Das letzte Spiel vergessen, das nächste mit verstärktem Elan angehen: Das sollte die Devise der Bezirksliga-Fußballer der Spvg Schwerin sein, wenn sie beim TuS Eichlinghofen auf Asche antreten. Bei einer Niederlage brennt in Obercastrop "der Baum". Frohlinde erwartet nach dem Pokalerfolg unter der Woche den Tabellenführer.

CASTROP-RAUXEL

, 12.09.2014, 14:35 Uhr / Lesedauer: 3 min
Schwerin sucht das Glück auf Asche - die Vorschauen

Fußball: Bezirksliga 9 SV Wacker Obercastrop - SV Hochlar 28 Sonntag, 15 Uhr Beim SV Wacker Obercastrop (12.) ist die 0:2-Niederlage in Waltrop durchgesprochen und zu den Akten gelegt: Im Heimspiel gegen Aufsteiger SV Hochlar (13.) soll es anders laufen. Das glaubt Co-Trainer Andreas Dornieden. Der hat zwar am Sonntag seinen aus dem Urlaub zurückgekehrten Cheftrainer Dennis Hasecke wieder an seiner Seite, soll aber das Abschlusstraining noch verantwortlich gestalten. Dornieden: "Am Dienstag haben wir alles durchdiskutiert, gegen Hochlar wollen wir diese Fehler nicht wiederholen. Eine weitere Niederlage können wir uns gar nicht erlauben, dann brennt bei uns der Baum." Obwohl der SV Hochlar nicht dazu prädestiniert erscheint als Aufbaugegner für glücklose Konkurrenten herzuhalten. Der Gegner aus Recklinghausen hat zwar bildlich gesehen auch noch keine Bäume ausgerissen, hat aber dem FC Frohlinde zuletzt ein 1:1-Remis abgeluchst. Das alleine sollte Warnung für alle Wacker-Spieler sein, diese Aufgabe nicht zu unterschätzen. Obwohl Hochlar die Erfolge zumeist auf dem eigenen Naturrasen feiert. Vielleicht können die Obercastroper ihrerseits den Kunstrasen somit als Vorteil einbringen und vor allem die Torchancen nutzen. Dornieden: "Wir haben zuletzt die erste Halbzeit verpennt und dabei kam noch Pech dazu, als Stefan Kitowski nur den Pfosten traf und Waltrop mit der ersten Gelegenheit überhaupt in Führung ging." Diesmal wollen alle von der ersten Minute an hellwach sein. Hochlar wird sich hinten reinstellen und auf eigene Konter bauen. Das weiß Dornieden: "Wir müssen aufpassen und unsere Chancen konsequent ausspielen." Genug Qualität der Offensiven um Niko Kresic und Dennis Teuber ist vorhanden, auch wenn sie das mit nur fünf Toren in vier Spielen noch nicht so gezeigt haben.

FC Frohlinde - DJK Eintracht Datteln Sonntag, 15 Uhr Beide Mannschaften sind die einzigen noch unbesiegten in der Liga. Für Aufsteiger eher ungewöhnlich. Wobei die Frohlinder, die im letzten Jahr, bis auf das 1:6 im Westfalenpokal gegen Wattenscheid (Regionalliga) alles gewonnen haben was es zu gewinnen gab, durch die Szene eine Favoritenstelle zugeschustert bekamen. Aber Eintracht Datteln? Die DJK wird vom Castrop-Rauxeler Andreas Köhler, der es als Spieler früher vom SuS Merklinde bis in die 2. Liga zur Spvg Remscheid geschafft hat, seit dieser Saison trainiert. Köhler selbst hatte seine Mannschaft eine "Wundertüte" genannt, die aber tatsächlich Überraschendes aus dieser Tüte gezaubert hat.Moral bewiesen Drei Siege und ein Unentschieden, das ist schon ein Bewerbungsschreiben für das Spiel beim FC Frohlinde, das eine besondere Güte verspricht. Zumal die Erfolge nicht gerade gegen Laufkundschaft erfolgten, wobei Moral bewiesen wurde. Wie zum Auftakt, als die Köhler-Truppe bis zur 62. Minute in Brünninghausen II mit 0:2 zurücklag und noch mit 4:2 siegte. Danach setzte das 1:0 gegen Langenbochum (2.) das zweite Ausrufezeichen. Es folgte das 1:1 in Herten und der 1:0-Sieg gegen Ahsen. Spätestens jetzt sollten die Frohlinder hellhörig sein, wenn sie es noch nicht sind. Zumal Trainer Jürgen Litzmanski ("Wir wollen unbesiegt bleiben") seit dem 2:1-Pokalsieg unter der Woche beim VfB Börnig weitere Ausfälle beklagen muss. Obwohl klagen, das ist gar nicht das richtige Wort für den Coach. Litzmanski: "Wir haben solch einen guten Kader und ich habe gesehen, dass wir auch unsere jungen Spieler ins kalte Wasser werfen können; die haben mich in Börnig total überzeugt."Fußball statt Feier Wie Safa Obi, der anstatt mit Familie oder Freunden am Donnerstag seinen 19. Geburtstag zu feiern, lieber Fußball gespielt hat. Und wie. Mit einer blitzsauberen Aktion, eigentlich unmöglich auf der staubigen Asche, setzte er Dietrich Liskunov ein, der das 2:0 erzielte. Anzumerken ist, dass auch der Torschütze erst seit April 19 Jahre alt ist und im Verbund mit den "Twens" manchen Routinier vergessen ließ.

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TuS Eichlinghofen - Spvg Schwerin Sonntag, 15 Uhr „Wir haben unter der Woche das 1:3 gegen Teutonia/SuS Waltrop besprochen und abgehakt“, erklärte der Schweriner Trainer Thomas Faust im Vorfeld auf die Partie bei seinem ehemaligen „Arbeitgeber“. Neun Jahre hatte der Coach die Eichlinghofener trainiert und quasi „Kultstatus“ erreicht. Faust: „Das wird natürlich auf dem Ascheplatz eine ganz schwierige Sache gegen einen guten Gegner.“ Die Schweriner müssen auf Levent Alanyali, Nico Poslednik, Orhan Karakabak, Daniel Reuscheck und Jan Christopher Braukmann verzichten. Doch Faust ist zuversichtlich: „Wir haben immer noch genug Leute, da müssen eben andere in die Bresche springen.“ Nur anders präsentieren müssen sie sich. Ins Tor wird mit Marco Schulz wieder die etatmäßige Nummer eins rücken, obwohl Faust nachhaltig versichert: „An Marius Brödner hat es nicht gelegen, dass wir verloren haben, der hat uns sogar vor einer höheren Niederlage bewahrt.“ Hier baut Schwerins Fitmacher aber auf die Erfahrung seines Stammkeepers. Erfahrung ist auch auf dem Feld gefragt. So wird sicher auch Christoph Foitzik von Anfang an spielen. Als der Routinier gegen Waltrop nach der Pause ins Spiel kam, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Da fiel sofort das 1:2 durch Ron Hibbeln, das die heimischen Fans auf mehr hoffen ließ. Diese Situation, die guten Erinnerungen an die Derbys gegen Frohlinde und Obercastrop zeigen doch, dass im Team viel mehr Substanz steckt. Und wer weiß? Vielleicht kommt auf Asche das Glück zurück.

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