Schweriner Funktionär glaubt an Castroper Harz

Auf der Außenbahn

Ein unterwarteter Gratulant, ein Ballkünster wie einst Diego Maradona, ein Mittel gegen Rutschgefahr in der Halle, ein Sieg nach einer gefühlten Ewigkeit und ein trickreiches Missgeschick, das eigentlich keines war. Wir haben die schönsten Geschichten aus Castrop-Rauxels Sport für Sie gesammelt.

CASTROP-RAUXEL

, 17.01.2017, 14:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Willi Kückelmann, ehemaliger Vorsitzender der Handballer der HSG Rauxel-Schwerin, hat mit seiner Person offenbar die Wirkung, sportliche Rivalen zu verbinden. Am Samstag feierte er seinen 65. Geburtstag. Zu den Gratulanten auf der Internet-Plattform Facebook gehörte auch Peter Sell, Geschäftsführer des TuS Ickern.

Murat Ucar, Neuzugang bei den Kreisliga B-Fußballern des SuS Pöppinghausen, erzählte bei der Hallenstadtmeisterschaft, warum er zum Kanalclub gegangen ist: „Mit Trainer Torsten Heermann bin ich zur Schule gegangen.“ Und während er das an der Außenlinie erklärte, bewunderte er die Ballkünste von Ahmet Caki – und sagte, der Frohlinder würde „tricksen wie kleines dickes Maradona.“

Peter Wach, Geschäftsführer der Spvg Schwerin, hatte seiner Meinung nach einen Grund entdeckt, warum es beim neuen Stadtmeister SG Castrop in der Halle mit der Standfestigkeit so gut geklappt hat. Während Handballer oftmals verbotenerweise Hände und Ball mit Harz griffiger bearbeiten, hätten die SG-Spieler ihre Schuhe mit Haarspray rutschfester gemacht.

Holger Holz, Co- und Torwart-Trainer des FC Frohlinde, war während der Vorrunde nur in Zivilvor Ort, weil Jimmy Thimm die Mannschaft wie schon zuletzt beim Turnier des FC Recklinghausen betreute. Für den Endspieltag hatte er sich ebenfalls abgemeldet. Holz erklärte das Warum: „Meine Oma feiert ihren 89. Geburtstag.“

Nicola Schuchardt, Mannschaftsführerin des Post SV in der Tischtennis-Verbandsliga, musste nach dem ersten Saisonsieg gegen BW Annen III am Samstag tief im Gedächtnis kramen. „Ein tolles Gefühl, mal nicht dem Gegner gratulieren zu müssen“, erklärte sie, „ich konnte mich kaum noch erinnern, wie das war.“ Ein Grund mehr, ordentlich zu feiern. So gab zunächst ein Gläschen Sekt für beide Teams. „Unseren Abend haben wir in einem griechischen Restaurant mit fettigen Pommes ausklingen lassen“, so Schuchardt, „das hatten wir uns verdient.“

Raphael Reiß, Kapitän der DJK Roland Rauxel in der Tischtennis-Bezirksliga, wurde Zeuge davon, wie ein Spieler von Gastgeber RW Stiepel ein Beinahe-Missgeschick letztlich mit charmanter Frechheit meisterte. „Während Robin Gude und Emilio Kartas das Abschlussdoppel spielten“, schilderte Reiß, „machte sich ein Stiepeler daran, die andere Platte abzubauen, war aber wohl nicht mit dem Mechanismus vertraut.“ Einer der Stiepeler Doppel-Akteure habe das Spiel kurz unterbrochen und im letzten Moment verhindert, dass die Platte auf die Füße des „dienstbaren Geistes“ krachte. Dieser überspielte die Situation mit dem Ausspruch: „Da sieht man, wer beim Training die Platten auf- und abbaut.“ Er offenbar nicht. 

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