Schwerins Gegner Günnigfeld gefährlich wie ein angeschlagener Boxer

Landesliga 3

CASTROP-RAUXEL In der Fußball-Landesliga empfängt die Spvg Schwerin am Sonntag, 25. Oktober, den VfB Günnigfeld. Beide Teams erlebten zuletzt Niederlagen, doch die Erlebnisse der Spvg Schwerin beim 1:2 in Brünninghausen sind nicht mit dem 1:6-Reinfall des VfB Günningfeld zu vergleichen. Jedoch kann ein strauchelnder Gegner wie ein angeschlagener Boxer gefährlich werden.

von Von Jürgen Weiß

, 23.10.2009, 13:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wichtig für die Schweriner Offensive: Cihangir Sahinli - hier gegen Habinghorsts Kapitän Gordon Schwarze (l.).

Wichtig für die Schweriner Offensive: Cihangir Sahinli - hier gegen Habinghorsts Kapitän Gordon Schwarze (l.).

Während der Gast vom Sonntag gegen den SC Weitmar eine 1:6-Packung kassierte , haben die Blau-Gelben eine gute Partie beim Aufsteiger Brünninghausen abgeliefert und hätten einen Punkt verdient gehabt. "In Günnigfeld brennt der Baum" Angeführt werden kann da der verschossene Elfmeter des ansonsten so sicheren Schützen Ioannis Tsotoulidis in der Schlussminute. Doch sein Trainer Hansi Lewark ist weit davon entfernt, ihm einen Vorwurf zu machen: "Ioannis ist weggerutscht, das kann passieren. Unser Fehler war, dass uns in vielen anderen Szenen die Zielstrebigkeit gefehlt hat."

Das möchte der Coach am Sonntag auf dem eigenen Kunstrasen wieder anders sehen. Doch Vorsicht ist geboten. Denn Lewark weiß: "In Günnigfeld brennt der Baum, da darf wohl keine weitere Niederlage passieren."

Der Kontrahent, der im Vorfeld auch immer wieder mit in das Titelgeschäft einbezogen wurde, ist angeschlagen. Keine leichte Situation für die Schweriner. Sie könnten bei älteren Spvg-Spielern nachfragen, die in ihrem Ortsteil vor Jahren im "Haus Klute" mit den Faustkämpfern des Boxrings das Vereinslokal teilten. Die wissen, dass gerade angeknockte Kontrahenten ganz gefährlich werden können.

Die Defensivabteilung "Steve Kozole und Co." ist gefragt, nicht irgendeinen Lucky-Punch, zuzulassen. Und auch das personelle Karussell bleibt in Bewegung. Da Kevin Temme mit einer Knieverletzung ausfällt, wird sicherlich David Firch in der Startelf stehen. Wie auch überraschend der A-Junioren Torwart Stefan Tams, mit dem Lewark gerne weiter gearbeitet hätte. Doch der Youngster heuert ab November bei der Bundesmarine an und bekommt praktisch ein Abschiedsspiel in Schwerin.

Im Sturm steht Cihangir Sahinli wieder zur Verfügung, der vergangene Woche als Mitarbeiter in einem Reisebüro auf Mallorca eine Hotelbewertung stellen musste. Ob er von Beginn an spielt oder Vaidas Rocys erneut die Chance erhält, sich zu beweisen, entscheidet Lewark erst am Spieltag.

Lesen Sie jetzt