SG Castrop und Spvg Schwerin feiern die ersten Erfolge in der neuen Saison

mlzFußball-Bezirksliga

Zwei Spiele, zwei Siege: Für die Castrop-Rauxeler Fußball-Bezirksligisten verlief der Sonntag erfolgreich. Doch die SG Castrop machte es am Ende sehr spannend.

Castrop, Schwerin

, 18.08.2019, 19:39 Uhr / Lesedauer: 3 min

Sowohl die SG Castrop als auch die Spvg Schwerin stand nach dem ersten Spieltag der Fußball-Bezirksliga 9 ohne Punkt da. Doch am zweiten Spieltag änderte sich das - beide Teams waren erfolgreich.

SG Castrop - VfB Kirchhellen 2:1 (1:1)

Der erste „Dreier“ ist auf der Habenseite verbucht. Der Bezirksligist SG Castrop spannte die gut 70 Zuschauer im Stadion Bahnhofstraße gegen den VfB Kirchhallen jedoch bis in die Nachspielzeit hinein auf die Folter, ehe Yassine Belahcen aus dem Gewühl heraus den 2:1-Siegtreffer (90.+2) erzielte und Castrops Fans zu Jubelstürmen hinriss.

Trainer Dennis Dannemann meinte zum Sieg in letzter Minute: „Einen Saison-Fehlstart zu vermeiden war unser Ziel. Dafür nehmen wir auch gerne ein Tor in der Nachspielzeit. Kämpferisch war es gut, was unsere Mannschaft gezeigt hat, spielerisch gibt es noch reichlich Luft nach oben. Grundsätzlich war heute eine Steigerung zu erkennen.“

Altay bleibt nach einem Zusammenprall mit Heuser liegen

Kurz vor dem 2:1-Siegtreffer gab es allerdings noch einen Schreckmoment, als Castrops Keeper Pascal Heuser im Luftkampf mit Onur-Sahin Altay einen eigenen Mann abräumte. Altay blieb benommen liegen – es sah bedrohlich aus. Der Castroper wurde minutenlang auf und außerhalb des Platzes behandelt, ehe er zum Glück wieder auf eigenen Füßen stehen und gehen konnte.

Das Castroper Spiel selbst war von der ersten Minute an von vielen Unsicherheiten geprägt. Im Mittelfeld fehlte jegliche Ruhe und Struktur. Hektisch wie in einem Hühnerhaufen ging es dort zu. Fehlpässe waren an der Tagesordnung – das aber bei beiden Teams. Der einzige Castroper, der sich nicht anstecken ließ von aller Hektik, war Ingmar Holtkamp. Mit Ruhe und Besonnenheit lieferte „Inge“ ein überragendes Spiel ab, stabilisierte die Abwehr und setzte Akzente nach vorne.

SG Castrop und Spvg Schwerin feiern die ersten Erfolge in der neuen Saison

Castrops Coach Tino Westphal wechselte sich nach einer Stunde selbst ein. © Volker Engel

Ein Sonderlob gab’s dafür von Trainer Tino Westphal: „Wenn ich in der vorigen Saison häufig gelesen habe, dass Ingmar zu langsam und was sonst noch alles ist, hat er heute gezeigt, wie wertvoll er für unsere Mannschaft ist.“ Doch auch Westphal selbst sorgte mit seiner Einwechslung nach einer Stunde dafür, dass Ballsicherheit ins Castroper Spiel einzog.

Die Anfangsphase des Spiels gehörte Kirchhellen. Jona Knipping hätte früh das 0:1 (9.) machen können, als er nach einer Rechtsflanke aus sechs Metern freie Schussbahn hatte, in Keeper Heuser aber seinen Meister fand. Wenig später dennoch das 0:1 (13.). Dominik Selm nahm an der Strafraumgrenze einen Ball ungestört mit der Brust an, drehte sich und ließ Torwart Heuser keine Abwehrchance. Wo war in diesen beiden Szenen eigentlich die Castroper Abwehr?

Vor beiden Toren blieb es danach ruhig. Bis Ingmar Holtkamp zeigte, dass Freistöße aus 25 Metern nicht unbedingt mit Gewalt geschossen werden müssen und mit einem Schlenzer unten links ins Toreck zum 1:1 in der 32. Minute traf. Das war’s aber im Grunde mit echten Torchancen – bis eben zur 92. Minute, als die SG Castrop sich mit dem 2:1 nicht unverdient selbst beschenkte.


Westfalia Gelsenkirchen - Spvg Schwerin 2:5 (1:2)

Diesmal gab es kaum etwas zu kritisieren, nachdem in der Vorwoche ein 2:0 Vorsprung zur Pause gegen den Erler SV (Endstand 2:3) in der Fußball-Bezirksliga nicht reichte. Vor Wochenfrist brachte das den Trainer der Spvg Schwerin, Dennis Hasecke, auf die Palme.

Beim 5:2 (2:1)-Sieg bei Westfalia Gelsenkirchen am zweiten Spieltag hatte der Schweriner Coach nichts zu mäkeln und mit seinen Einwechslungen dazu noch ein goldenes Händchen. Nico Bothe und Timo Springwald wickelten nach ihrer Hereinnahme in der Schlussviertelstunde das Spiel in trockene Tücher.

Dabei begann es gleich gut. Nico Chrobok sorgte nach einer Flanke von Timo Ballmann für das 1:0 (10.). Das brachte Sicherheit. Und es schien noch besser zu werden, als Kevin Wagener einen Foulelfmeter (20.) zum 2:0 verwandelte. Ballmann war im Strafraum gelegt worden.

Timo Ballmann bringt erneut die Vorlage

Aber Schwerin freute sich zu früh. Die Platzherren blockten einen Ball im Mittelfeld und überwanden den machtlosen Marius Brödner im Schweriner Tor zum 1:2 (34.). Die Blau-Gelben kamen frisch und munter aus der Kabine. Die Folge: Das 3:1 (48.) von Justin Strahler, der in der Vorsaison noch die Schweriner A-Junioren als Kapitän anführte. Wieder kam die Vorarbeit von Ballmann. Das Spiel war aber noch nicht entschieden. Insider wissen, wie schwierig es ist, auf dem Platz am Trinenkamp zu bestehen. Schwerin hat das auch wieder gemerkt, die Westfalia kam zum 2:3 (60.).

Trainer Hasecke und sein Co-Trainer Marco Taschke handelten. Nico Bothe kam für André Pape (57.), und besorgte in der 74. Minute das 4:2. Schwerin hatte nun alles in der Hand und Hasecke noch einen Pfeil im Köcher. Timo Springwald kam in der 76. Minute für Chrobok und quasi als Dank schoss der von der SG Castrop mit dem Trainer auf den Berg herauf gewechselte Stürmer das 5:2 (89.).

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