Sieberg büßt in den Bergen viel Zeit ein

Radsport

Auf der vierten Etappe der Türkei-Rundfahrt, hat der Castrop-Rauxeler Radprofi Marcel Sieberg (Team Omega Pharma-Lotto) viel Zeit eingebüßt. Das lag vor allem an zwei Dingen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Carsten Loos

, 28.04.2011, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marcel Sieberg.

Marcel Sieberg.

"Die Entscheidung war schon nach 36 Kilometern gefallen", sagte Sieberg. Ein schneller Etappenbeginn mit zwei kleinen Bergen und einem Anstieg auf über 600 m Meereshöhe sprengten das Feld. Eine 40-köpfige Spitzengruppe konnte so den Tagessieg unter sich ausmachen. Mit dabei Petacchi, Siebergs früherer Kollege beim Team Milram. Was den Europastädter nicht verwunderte: "Der kann richtig gut bergauf fahren."

Sieberg beklagte die enorm glatten und nassen Straßen: "Wie Glatteis, es gab viele Stürze." Und er kritisierte zudem einige Konkurrenten: "Da gibt es Sprinter, die einfach am Teamauto hängend bergauf fahren." So etwa der auch der Auftaktsieger, der Italiener Andrea Guardini (Farnese Vini). Sieberg: "Und an den letzten Tagen sprinten sie dann wieder munter mit." Bestplatzierter Omega-Fahrer in der Gesamtwertung ist derweil Adam Hansen. Der Australier liegt auf Platz 19 - mit nur 13 Sekunden Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Bartosz Huzarski (Polen) vom neugegründeten deutschen Pro-Continental-Team Netapp. Hansen sprintete diesmal eine Sekunde hinter Petacchi als 10. ins Ziel.

Auf den 221 Kilometern von Denizli über das 1600 m hohe Gebirge wieder zurück an die Küste nach Fethiye wolle sein Team am Donnerstag, 28. April, "nur durchkommen", blickte Sieberg voraus: "Wir hoffen dann auf die drei letzten Etappen". Und auf Sprinterfolge des fünffachen Vorjahres-Etappensiegers Greipel.

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