Der Plan von Schwerin und Castrop: „Dreier“ müssen nach verpatzten Starts her

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Wer den Saison-Einstieg versemmelt hat, muss am zweiten Spieltag ein anderes Gesicht zeigen, um nicht unter Zugzwang zu geraten. Das trifft auf die SG Castrop und die Spvg Schwerin zu.

Castrop, Schwerin

, 17.08.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für beide Castrop-Rauxeler Bezirksligisten heißt es am Sonntag, 18. August, folglich: Neues Spiel, neues Glück. Ungewöhnlich war zum Saisonauftakt: Es gab kein einziges Unentschieden in der Bezirksliga-Staffel 9.

SG Castrop - Kirchhellen

(So, 15, Bahnhofstraße)

Beim letztjährigen Vize-Meister Vestia Disteln kann man verlieren. Ob das mit 1:5 sein muss, sei dahingestellt. Am Freitag verkündete Castrops Coach Tino Westphal jedenfalls: „Disteln hat verdient gewonnen.“ Am Mittwoch folgte ein weiteres 1:5 im Kreispokal gegen Wacker Obercastrop (Landesliga). „Da sind wir unter Wert geschlagen worden“, so Westphal.

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Also gilt: Mund abputzen und erfolgreicher weitermachen auf eigenem Platz gegen den Aufsteiger VfB Kirchhellen. Dieser hat seinen Saisonauftakt mit 0:1 gegen den VfB Hüls in den Sand gesetzt. Überspitzt formuliert steigt an der Bahnhofstraße also ein „Spiel der Enttäuschten“.

Ein Castroper Manko: Der spielende Trainer Dennis Dannemann macht Urlaub in Amsterdam. Er hatte sich in Disteln aber ohnehin verletzt. Mit Jannis Harwig (verletzt) und Polizist Benedikt Meyer-Drabert (Arbeit) fallen zwei weitere Spieler aus. Und auch Sahin Tüysüz fehlt gesperrt nach einer Gelb-Roten Karte im Pokalspiel.

„Wir müssen also mit einer komplett neuen Viererkette auflaufen. Unser Kader ist aber groß, wir können diese Ausfälle kompensieren“, bleibt Westphal optimistisch, dass es mit dem ersten „Dreier“ klappen könnte.

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Westfalia GE - Schwerin

(So, 15, Trinenkamp, GE)

Schwerins Trainer Dennis Hasecke will grundsätzlich nicht von einer Enttäuschung reden mit Blick auf die Erle-Niederlage. Im Detail aber schon. Er sagte: „Was wir nach der 2:0-Führung in der zweiten Hälfte gespielt haben, war nichts. Es sah so aus, als wären wir in der Kabine geblieben.“

Gleichzeitig warnt Hasecke davor, zuviel vom runderneuerten Team zu erwarten. „Unsere Spieler stecken noch in der Kennenlernphase. Es braucht Zeit, bis dieser Prozess abgeschlossen ist. Wir wollen in dieser Saison mehr Spiele gewinnen als verlieren, wir müssen aber nicht Meister werden. Da sollten alle den Ball flach halten.“

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Im Spiel bei Westfalia Gelsenkirchen müsse aber der „Dreier“ das Ziel sein, so Hasecke. Wenngleich der Schweriner Übungsleiter sich vom 0:6 der Gelsenkirchener beim FC Marl nicht blenden lässt. „Die Marler haben sofort gezeigt, dass sie von den Experten zurecht hoch gehandelt werden. Das Gelsenkirchener 0:6 sollte uns also nicht dazu verleiten, die Aufgabe dort auf die leichte Schulter zu nehmen.

Ob es in der Start-Elf personelle Veränderungen gibt, macht Hasecke von den Eindrücken bei der Freitag-Abschlussübungseinheit fest: „Wir haben einen großen Kader, womit viele Aufstellungs-Varianten möglich sind.“ Weiterhin fehlen werden Angelo Sänger (Leistenverletzung) und Niklas Jürgens (Urlaub). Zurück aus den Ferien ist Lennart Reichel.

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