Spätes Eigentor trübt die Freude beim SV Wacker Obercastrop nicht

mlzFußball-Landesliga

Trotz eines späten Eigentores kann der SV Wacker Obercastrop als einer der Gewinner des Spieltags angesehen werden. Beim FC Frohlinde half wiederum eine Umstellung zum gewünschten Ergebnis.

Castrop-Rauxel

, 10.11.2019, 19:46 Uhr / Lesedauer: 3 min

Im Vorfeld wurde eigentlich nur über die Höhe des Sieges des Landesliga-Spitzenreiters SV Wacker Obercastrop beim SuS Kaiserau spekuliert. Doch es kam anders.

SuS Kaiserau - SV Wacker Obercastrop 2:2 (1:1)

Der zehnte Sieg in Folge schien für den SV Wacker Obercastrop (1.) in der Fußball-Landesliga greifend nah: Dann kam Abstiegs-Aspirant und Gastgeber SuS Kaiserau (15.) in der Nachspielzeit durch ein Eigentor zum 2:2 (1:1).

Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu schien nach dem Spiel nicht unzufrieden, obwohl weitere drei Punkte ganz spät wie auf einem Silbertablett serviert schienen. Julian Ucles Martinez hatte nämlich in der 89. Minute den vermeintlichen Siegtreffer erzielt. Doch die Freude währte nicht lange im Lager der Gäste. Ein weiter Abschlag der Hausherren wurde unglücklich von Dirk Jasmund zum 2:2 (90.+2) ins eigene Netz gelenkt.

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Uzunoglu ist trotz des Unentschiedens mit seinem Team zufrieden

Coach Uzunoglu sagte: „Den Ball hätten wir einfach wegpöhlen müssen, dann hätte der Schiedsrichter sicherlich abgepfiffen.“ Aber auch so war der Wacker-Coach mit dem Punkt zufrieden: „Wir können ja nicht davon ausgehen, dass wir jedes Spiel gewinnen, wir haben mit neun Siegen in Folge schon über dem Limit gespielt.“

Die Gastgeber hätten das auch gut gemacht. Uzunoglu sagte: „Die haben den Punkt gefeiert, als wären sie gerade Meister geworden, mit Gesang und Jubeltrauben.“

Wacker Obercastrop dreht einen frühen Rückstand

Obercastrop begann mit viel Ballbesitz, musste aber dann schon das frühe 0:1 (7.) einstecken. „Wir hatten einen kollektiven Tiefschlaf nach einem Eckball“, resümierte der Obercastroper Trainer. Seine Mannschaft nahm danach wieder das Spiel in die Hand, musste allerdings auf die Konter aufpassen. Zweimal bewahrte Torwart David Scholka sein Team vor einem größeren Rückstand. Den 1:1-Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Moritz Budde mit einem Kopfball in die lange Ecke.

In der zweiten Halbzeit wurde Wacker immer mehr Herr im fremden Haus und ging in Führung. Sven Ricke flankte und Julian Ucles Martinez erzielte das 2:1 (89.) mit dem Kopf. Zum Sieg hat es dann nicht gereicht. Aber da der Kirchhörder SC (2.) gegen IG Bönen (3.) mit 1:2 verlor, hat Wacker Obercastrop tatsächlich mit dem einen Punkt auch noch einen Punkt an der Spitze gutgemacht.

Spätes Eigentor trübt die Freude beim SV Wacker Obercastrop nicht

Dietrich („Didi“) Liskunov schoss den FC Frohlinde zum 1:0-Erfolg gegen Resse. © Volker Engel

FC Frohlinde - Viktoria Resse 1:0 (0:0)

Mit einem wichtigen 1:0 (0:0)-Sieg gegen Viktoria Resse (16.) ist der FC Frohlinde (8.) in der Fußball-Landesliga wieder auf Erfolgskurs. Dietrich Liskunov erzielte nach Vorarbeit von Leon Wohlfarth in der 75. Minute den Siegtreffer.

Wie wichtig dieser Sieg war, zeigte sich am Jubel der Platzherren nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Andreas Braun (Schwerte) in der 93. Minute. Ein kollektiver Schrei, als hätten ihn Zuschauer und Spieler geübt, hallte über die Brandheide. Da rissen die Fans die Arme hoch, wobei sie die Hände bei gefühlten Minus-Graden lieber in den Taschen behalten hätten. Doch der Sieg wärmte die Gemüter.

Der FC Frohlinde stellte die Startaufstellung um

Lange ist es her, dass Frohlinde daheim mit einem Dreier glänzen konnte. Dadurch war die Formation des Trainer-Duos Stefan Hoffmann und Michael Wurst mit 16 Punkten haarscharf an der Abstiegskante gelandet. Jetzt mit 19 Zählern am 14. Spieltag sieht das auf Platz acht punktgleich mit dem SSV Buer schon wieder besser aus.

Dafür waren Änderungen nötig, wie es Coach Hoffmann schon ankündigte. In der Startelf standen die Routinierten aus dem Kader, während die jüngere Spieler-Fraktion auf der Bank ausharren musste. Der Plan war Spielkontrolle und Ballbesitz – und das klappte.

Nur mit dem Erzielen von Toren haperte es in vielen Fällen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Frohlinder mit ihren jetzt 17 Treffern nach 13 Spielen nicht protzen können. An diesem Tag war das allen gleich. Der Sieg war wichtig gegen die Resser, die sich mutig verkauften und nie aufsteckten.

Die hatten in Sven Jubt immerhin einen Mann auf dem Feld, der bisher acht Tore erzielte und bis in die Nachspielzeit von seinen Kollegen immer wieder gesucht wurde. Doch die Defensive um Spielertrainer Stefan Hoffmann, der von Anfang an spielte, fuhr in letzter Instanz immer energisch dazwischen. Und wenn ein Schuss mal durchkam, hatte Torwart Daniel Schultz das bessere Ende auf seiner Seite.

Dietrich Liskunov scheitert erst am Keeper, trifft dann aber

Als die Heimischen ab der 60. Minute sich aufmachten die Gäste in ihrer Hälfte festzunageln, lag ein Tor förmlich in der kalten Luft. Die Vorahnung bestätigte sich. Fand Dietrich Liskunov vorher nach perfekten Zuspielen von Dominik Behrend einige Male am Resser Torwart Marcel Hubsch seinen Meister, war der Keeper in der 75. Minute machtlos.

Behrend hatte auf den für Samet Yildirim in der 63. Minute eingewechselten Leon Wohlfarth nach außen gespielt. Der 20-Jährige ließ mit Ball und einer gehörigen Geschwindigkeit seinen Gegenspieler stehen und hatte noch die Ruhe flach vor das Tor zu passen. Dort belohnte sich Liskunov mit dem Siegtor zum 1:0 dafür, dass er nie aufgehört hat immer wieder anzurennen.

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