Spitzenreiter Wacker Obercastrop gewinnt dank doppeltem Kopfballtreffer

mlzFußball-Landesliga

Wacker Obercastrop bleibt das Maß aller Dinge in der Landesliga. Beim FC Frohlinde sah Trainer Hoffmann wiederum „elf Totalausfälle“ - und einen Platzverweis gegen einen seiner Spieler.

Castrop-Rauxel

, 17.11.2019, 20:09 Uhr / Lesedauer: 3 min

Ein Abwehrspieler überragte beim SV Wacker Obercastrop alle anderen Akteure auf dem Feld - mit einem Doppelpack. Beim FC Frohlinde hängt hingegen der Haussegen etwas schief.

SV Wacker Obercastrop - SV Hilbeck 3:0 (0:0)

der verpassten Möglichkeiten setzte sich der SV Wacker Obercastrop (1.) letztendlich mit 3:0 (0:0) in der Fußball-Landesliga gegen den SV Hilbeck (13.) klar durch. Abwehrmann Marius Hoffmann war mit zwei Treffern bester Stürmer.

Der heimische Spitzenreiter aus der Erin-Kampfbahn führt nun das Feld nach 14 Spielen mit 34 Punkten weiter souverän an. Der Kirchhörder SC folgt auf Platz zwei mit 28 Punkten, vor IG Bönen (3./27) und dem TuS Bövinghausen (4./25). Was die Hoffnung auf den Titel für die Obercastroper schon jetzt nährt, ist die These, dass die Offensive Spiele, aber die Defensive Titel gewinnt. Mit erst neun Gegentoren sieht das wirklich meisterlich aus.

Harte Zweikämpfe der Hilbecker Hintermannschaft

Es war das harte Stück Arbeit gegen Hilbeck, das Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu im Vorfeld gegen das Team aus dem Kreis Soest erwartet hatte. Die Gäste werben nicht nur für ein Möbelhaus aus ihrer Heimat, sondern hatten auch ein paar richtige „Schränke“ in ihren Reihen. Schnelles Spiel mit einigen harten Zweikämpfen, niemand zog zurück.

Es sah zunächst nicht so aus, als würde der souveräne Tabellenführer gegen ein Team aus der vom Abstieg bedrohten Zone spielen. Dennoch waren die Hausherren wirklich von Anfang an der Herr im eigenen Hause. Trotzdem mussten sie permanent bei den schnellen Kontern der Hilbecker aus der Soester Börde auf der Hut sein. Einmal landete der Ball auf dem Tornetz von Keeper David Scholka, dann rauschte ein Ball aus der gleichen Distanz am langen Pfosten vorbei ins Aus.

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Allerdings waren diese Chancen nicht mit denen der Wackeraner zu vergleichen. Es begann schon in der achten Minute, als Sven Ricke nach einer Vorlage von Moritz Budde den Ball zu schwach direkt auf den gegnerischen Torwart schoss. Dann war es Elvis Shala, der mit viel Tempo aber etwas zu hoch die Kugel über den linken Winkel drosch. Oder die Gelegenheit von Marc Schröter, der wenig später die Vorlage von Serhat Can nicht verwertete. Der Stürmer sorgte noch einmal in einer turbulenten Szene für die große Chance zur Führung. Der Ball wollte partout nicht über die Linie. So schien es.

Marius Hoffmann trifft doppelt per Kopf

Dann klappte es aber. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff war es Abwehrspieler Marius Hoffmann, der seine Rivalen von der anderen Seite mit einem Kopfball nach einer Freistoß-Hereingabe von Sven Ricke mit dem 1:0 (48.) überraschte. Die Hilbecker waren perplex und kassierten in der 58. Minute durch einen Schrägschuss von Marc Schröter das 2:0.

Doch es war noch nicht vorbei. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war es nochmal Abwehrmann Hoffmann, der es seinen Stürmern mit einem Kopfball zum 3:0 vormachte, wie man das runde Kunststoffleder humorlos im Tor unterbringt.

DJK Wattenscheid - FC Frohlinde 5:1 (3:1)

Nach einer bitteren 1:5 (1:3) Niederlage bei der DJK Wattenscheid (15.) schwimmt der FC Frohlinde (8.) in der Fußball-Landesliga in einem ganz gefährlichen Fahrwasser.

Der achte Platz täuscht nur im ersten Augenblick eine sichere Position in der Tabelle vor. Der 13. Platz (Relegation gegen den Abstieg), der vom SV Hilbeck belegt wird, ist nur noch drei Punkte entfernt. Für eine Mannschaft, die in der Vorsaison lange um die Meisterschaft mitspielte, ist das natürlich ein harter Schuss vor den Bug. Wie die Niederlage in Wattenscheid.

Unglückliche Gegentore in Wattenscheid

Gegen ein Team, das zwar immer noch auf Platz 15 steht, aber nun mit drei Siegen in Folge gezeigt hat, dass da eine große und viel bessere Substanz herrscht. Die Frohlinder mussten das am eigenen Leibe erleben. Alles dazu so unglücklich, dass wohl einfach nicht mehr drin war.

Schon nach fünf Minuten lag das Team des Trainerduos Stefan Hoffmann und Michael Wurst mit 0:1 hinten. Nach einem Freistoß ließ ein Spieler der Hausherren fünf Meter vor dem Tor Frohlindes Torwart Daniel Schultz keine Chance. Der Keeper selbst inszenierte dann das 0:2 (26.) selbst.

Weil er sich beim Schiedsrichter beschwerte, gab der einen indirekten Freistoß im Fünfmeterraum, den die Wattenscheider eiskalt zum 2:0 nutzten. Ein kleines Lebenszeichen schlich sich kurze Zeit später ein. Ein noch leicht abgefälschter Schuss von Marc Kruska sorgte nur eine Minute nach dem zweifachen Rückstand für den 1:2-Anschluss.

Erst Einwechslung, dann Platzverweis für Safa Obi

Aber irgendwie war Sand im FCF-Getriebe. Spieler-Trainer Stefan Hoffmann sagte hinterher, obwohl er selbst mitgespielt hatte: „Wir hatten elf Totalausfälle.“ Die Freude über den glücklichen Pokalsieg gegen die Spvg Schwerin unter der Woche war schnell verflogen. Zumal die Platzherren nach einem Frohlinder Ballverlust in der Vorwärtsbewegung mit einem Konter auf 3:1 (37.) stellten.

Selbst die Umstellungen mit zwei Wechseln nach der Pause gingen nach hinten los. Wattenscheid machte schnell das 4:1 (49.). Nachdem der für Chris Matuszak in der 46. Minute eingewechselte Safa Obi die Rote Karte nach einem Foulspiel sah (70.), machten die Wattenscheider in Überzahl sogar nach einem weiteren Standard-Treffer noch das 5:1 (82.).

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